Protokoll der Sitzung vom 11.05.2023

(Zurufe der Abgeordneten Scheetz [SPD] und Büttner [DIE LINKE] - Zuruf von der AfD: Was ist denn los?!)

Ich fordere den Präsidenten auf, für Ruhe zu sorgen und diese ungezogenen Undemokraten mal zur Ordnung zu rufen!

(Beifall AfD)

Sie zeigen, dass Sie völlig verlotterte Sitten haben und dass Sie dringend eine Opposition brauchen.

(Beifall AfD - Lachen bei der SPD, der CDU und den Frak- tionen B90/GRÜNE und DIE LINKE)

Ihnen muss endlich mal die Meinung gesagt werden.

(Beifall AfD - Zuruf des Abgeordneten Scheetz [SPD])

- Kommen Sie zur Ruhe!

(Bretz [CDU]: Sagen Sie mal, kennen Sie den Film „Bernd das Brot“?)

Frau Nonnemacher, ich fordere Sie auf, entsprechend Ihrem Amtseid zu handeln! Wenn Sie sachliche Einwände gegen einen Antrag der AfD vorzubringen haben, tun Sie das. Aber ich verbitte mir Ihre ständige parteiische Parteinahme!

(Beifall AfD - Bretz [CDU]: Was haben Sie denn genom- men?)

- Und Ihre unqualifizierten Zwischenrufe auch.

(Beifall AfD - Lakenmacher [CDU]: Das sagt der Richtige! - Dr. Berndt [AfD]: Irgendwann ist es mal gut, Herr Bretz! Ruhe! - Bretz [CDU]: Ich empfehle Baldrian!)

Frau Nonnemacher, möchten Sie darauf reagieren? - Es sieht nicht danach aus.

Dann kommen wir jetzt noch einmal zur antragstellenden Fraktion. Frau Abgeordnete Dr. Oeynhausen hat noch einmal das Wort. Bitte sehr.

(Anhaltende Unruhe)

Herr Vizepräsident! Meine Damen und Herren! Wer noch einen anderen Beweis dafür braucht, dass die Alternative für Deutschland die einzige Familienpartei ist, dem ist nicht mehr zu helfen. Wir haben es gerade wieder gehört.

(Beifall AfD - Zurufe)

Einen kleinen Augenblick, bitte! - Können wir versuchen, wenigstens die letzten zweieinhalb Minuten die Kollegin hier ausreden zu lassen, ohne dass großer Tumult ist? Das wäre sehr schön. Vielen Dank.

(Zuruf des Abgeordneten Lakenmacher [CDU])

Die Alternative für Deutschland ist die einzige Partei, die für die Familien hier im Land da ist.

(Beifall AfD - Bretz [CDU]: Ach, hören Sie auf!)

Sie haben es gerade gehört: Die grüne Gesundheitsministerin duckt sich mal wieder weg und versteckt sich hinter irgendwelchen Haushaltsberatungen. - Da frage ich Sie doch, Frau Ministerin: Warum konnten Sie die Kürzungen für den Aktionsplan „Queeres Brandenburg“ zurücknehmen, aber nicht die Kürzungen für das Kinderwunschprogramm?

(Hohloch [AfD]: Weil die gern Geld für Schwachsinn ausge- ben! Und für Schwachsinnige!)

450 000 Euro - Sie können mir nicht erzählen, dass das nicht aufzubringen sei, wo Sie allein in diesem Jahr 270 Millionen Euro mit Bezug zum Asylbewerberleistungsgesetz heraushauen.

Sie wollen eine bundesgesetzliche Regelung abwarten? Das ist ja schön und gut. Aber was hindert die grüne Gesundheitsministerin daran, bis dahin jungen Paaren zu helfen? Alle ostdeutschen Bundesländer fördern diese Programme, nur wir nicht.

Dann bringt die grüne Frau Kniestedt die Gender-Ideologie ins Spiel. Ich frage Sie: Was hat denn das Kinderwunschprogramm mit der Gender-Ideologie zu tun?

(Beifall AfD)

Hier geht es um junge Paare, die eine Familie gründen wollen. Diese besteht aus Mutter, Vater, Kind!

(Beifall AfD)

Auch wenn es die Grünen nicht wahrhaben wollen - das ist die allerhäufigste Form der Familiengründung.

(Frau Vandre [DIE LINKE]: Es gibt auch andere Familien! Das müssen Sie endlich mal akzeptieren!)

Es geht doch hier nicht um irgendwelche linksgrünen gesellschaftlichen Experimente, die keinen interessieren - außer den Grünen.

(Beifall AfD - Frau Vandre [DIE LINKE]: Menschen, die sich lieben und zusammenleben - Punkt!)

70 % der verheirateten Paare wünschen sich übrigens laut einer Umfrage die Unterstützung eines solchen Kinderwunschprogramms. Nur mal zu Ihrer Kenntnis!

(Vereinzelt Beifall AfD)

Ich will hier noch einen weiteren Widerspruch der Landesregierung aufzeigen: Erst gestern, Frau Ministerin Nonnemacher, haben Sie die Chancen - die angeblichen Chancen - erwähnt, die uns die unkontrollierte Massenmigration in unsere Sozialsysteme angeblich bringe, und zwar im Zusammenhang mit der demografischen Entwicklung. Oder benennen wir es genauer: Überalterung der Gesellschaft. Heute Morgen haben wir gehört, hiermit wolle man das Fachkräfteproblem lösen.

(Frau Kniestedt [B90/GRÜNE]: Wie viel Zeit hat die denn?!)

Und jetzt, wenn es um die eigenen Bürger und um die Kinder der eigenen Bürger geht, ist auf einmal kein Geld da? Das ist lebensfeindlich, das ist familienfeindlich.

(Beifall AfD)

Wenn es um den eigenen Nachwuchs geht, können Sie auf einmal gnadenlos zusammenstreichen.

Liebe Brandenburger, wenn die Alternative für Deutschland in die Regierungsverantwortung kommt,

(Unmut der Abgeordneten Kniestedt [B90/GRÜNE] - Bretz [CDU]: Um Gottes willen!)

dann, das verspreche ich Ihnen, ist auch Geld für unsere Kinder da. Versprochen!

(Beifall AfD)

Vielen Dank. - Wir sind damit am Ende der Aussprache und kommen zur Abstimmung über den Antrag der AfD-Fraktion unter dem Titel „Förderung von Kinderwunschbehandlung fortsetzen“ auf Drucksache 7/7382. Ich darf Sie fragen, wer dem Antrag zustimmt.

(Zuruf: Noch nicht einmal der eigene Laden!)

Meine Damen und Herren zur Rechten?

(Bretz [CDU] in Richtung der AfD: Wenigstens das Abstim- men müssten Sie noch lernen!)

Gegenstimmen? - Stimmenthaltungen? - Damit ist der Antrag mehrheitlich abgelehnt; es gab keine Stimmenthaltungen.

Ich schließe Tagesordnungspunkt 12 und rufe Tagesordnungspunkt 13 auf.