Sie bezieht sich noch auf die vorherige. Sie haben keine genauen Zahlen, wie viele Tests wöchentlich durchgeführt werden?
Ich kann Ihre parlamentarische Anfrage gern zur Hand nehmen, die ich in der vergangenen Woche beantwortet habe. Ich kann Ihnen nur sagen, dass wir in den Altenheimen die Testungen verpflichtend machen und auch kontrollieren, zweimal die Woche für die Bewohner. Das steht auch in der Antwort auf Ihre Anfrage. Ich kann Ihnen auch sagen, dass wir dort bis zum heutigen Tag sehr unnachgiebig sind. Aber wir denken heute auch darüber nach, wie Sie es einfordern, Lockerungen einzuführen. Ich für meine Person sage: Wenn es die einzige Gruppe ist, die noch verpflichtend getestet wird, dann muss es erlaubt sein, auch über diesen Punkt nachzudenken.
Sehen Sie nach dem bisherigen Verlauf der Pandemie die Gesundheitsämter und die Heimaufsicht im Saarland gut aufgestellt?
Ja. - Was nicht heißt, dass es nicht noch besser werden kann. Sie haben doch selbst mehr Personal in den Gesundheitsämtern gefordert, Herr Lafontaine hat es doch gesagt. Das ist richtig. Wir brauchen mehr Personal in den Gesundheitsämtern und in der Gesundheitsverwaltung, in unseren Einrichtungen mehr Pflegekräfte und vieles mehr in der Gesundheitsbranche.
Vielen Dank. - Es wurden nicht alle möglichen Zusatzfragen gestellt. Es sind noch zwei Zusatzfragen möglich. Herr Lafontaine hat sich gemeldet.
Frau Ministerin, Sie haben vorgetragen, dass in der zweiten Welle 76,5 Prozent der Verstorbenen in Heimen gestorben sind. Auf welche Zahl bezieht sich das?
Das bezieht sich auf die, die in den Alteneinrichtungen verstorben sind. Insgesamt sind im Saarland 933 Personen verstorben. Wenn wir dann diese Zahl hochrechnen, wissen wir, wie viele ältere Menschen gestorben sind. Ob die 75 waren oder 84, kann ich Ihnen jetzt nicht genau beantworten. Das kann man aber vielleicht auch in den 149 Einrichtungen erfragen.
Ja. Ich versuche, die Antwort auf meine Frage zu bekommen. Ich will es erklären, Frau Ministerin. Sie haben angegeben, dass 450 Menschen insgesamt in den Pflegeheimen gestorben seien. Was hat die Zahl von 76,5 Prozent damit zu tun?
Ich habe gesagt: Seit Beginn der Pandemie sind 450 Personen an COVID-19 in Pflegeheimen verstorben. Davon, von diesen 450, sind etwa 49 Prozent in vollstationären Einrichtungen verstorben und etwa 51 Prozent in Kliniken.
Ja, dann haben Sie weiter gesagt, in der zweiten Welle sind - ich habe mir das alles aufgeschrieben, da ich das ja gewohnt bin ‑ ‑
Herr Lafontaine, ich lasse das ausnahmsweise zu. Es gibt keine Bewertungen und Feststellungen, es gibt immer nur Fragen, und die Frage ist eigentlich beantwortet.
Frau Präsidentin, ich will zu einer Antwort kommen. Die Frage ist: Worauf bezieht sich 76,5 Prozent? Das ist ja wohl eine klare Frage.
Rund 450 Personen sind seit Beginn der Pandemie wenn ich mich recht erinnere, waren bei uns die ersten Fälle im März vergangenen Jahres - an oder mit COVID-19 in Pflegeheimen verstorben. Davon sind etwa 49 Prozent in vollstationären Einrichtungen gestorben und 51 Prozent, die in die Klinik verlegt wurden. Ich fahre fort. In der zweiten Welle sind deutlich mehr Menschen in Pflegeheimen an oder mit COVID-19 verstorben. 76,5 Prozent waren es in der zweiten Welle. Ich kann Ihnen auch die Antwort ganz persönlich geben, wenn Sie die wollen. Es waren so viele Menschen in den Pflegeheimen erkrankt, dass sie einfach keine Chance mehr hatten, innerhalb von wenigen Tagen noch in ein Krankenhaus eingeliefert zu werden. Eine davon war meine Mutter. Vielleicht reicht Ihnen die Antwort.
Es gibt keine Kurzintervention in einer Fragestunde, und alle sechs Fragen sind jetzt gestellt. Diese Frage ist damit erledigt.
„Wie viele Saarländerinnen und Saarländer über 80 Jahre haben noch keine Erst- und wie viele noch keine Zweitimpfung zum Coronaschutz erhalten, Stand 25. März 2021? Wie viele Über-70-Jährige Saarländerinnen und Saarländer stehen auf der Impfliste? Wie viele davon haben bereits eine Erst- und wie viele eine Zweitimpfung erhalten? Wie viele Personen aus der Priorisierungsgruppe 2, die jünger als 70 Jahre alt sind, haben bereits eine Erst- und wie viele eine Zweitimpfung erhalten?“
Vielen Dank. Ich warte nur, bis Herr Lafontaine mir zuhört. - Von den 45.162 aus der Gruppe der Über-80-Jährigen, die sich auf der Impfliste eingetragen haben, haben bereits 43.141 die Erstimpfung und 11.155 die Zweitimpfung erhalten. Das heißt konkret, auch mit der Erstimpfung hat man schon einen Impfschutz, so sagen die Wissenschaftler, von circa 70 bis 80 Prozent. Seit dem 23. März, also vorgestern, warten 2.021 Personen über 80 Jahre noch auf ihre Erstimpfung und 34.007 Personen auf ihre Zweitimpfung. Weitere 1.017 Personen, die sich nach dem 03. März auf der Impfliste angemeldet haben, wurden noch nicht mit einem Termin bedacht.
In einem Twitter-Post, auch das will ich erwähnen, von Olaf Gersemann wurde ja damals behauptet, dass die Quote der Erstimpfungen bei den Über-80
Jährigen im Saarland wie in Sachsen noch nicht einmal bei 40 Prozent läge. Das ist falsch! Das Saarland lag zu diesem Zeitpunkt bei den Erstimpfungen der Über-80-Jährigen ganz vorne, nämlich auf dem zweiten Platz - Stand 19. März. Insgesamt 60.578 Personen über 70 Jahre stehen auf der Impfliste, wovon 4.927 Personen bereits eine Erstimpfung erhalten haben.
Die Impfungen für Personen über 70 Jahre in der Prioritätsgruppe 2 finden seit dem 02. März 2021 statt. Sonstige Personen aus der Prioritätsgruppe 2, zum Beispiel Berufsgruppen aus medizinischen Einrichtungen oder dem Blutspendedienst, erhalten seit dem 01. März ebenso Termine. Aufgrund der steigenden Liefermenge, die hoffentlich jetzt auch wirklich kommt, bin ich zuversichtlich, dass wir auch hier zügig allen einen Impftermin anbieten können. Was wir brauchen, ist weiterer Impfstoff.
Sonstige 21.260 Personen mit Priorisierung 2 haben ebenfalls eine Erstimpfung erhalten, darunter fallen zum Beispiel auch das medizinische Personal in den Krankenhäusern, in den Arztpraxen, Rettungssanitäter, Polizistinnen und Polizisten, Lehrkräfte und KitaPersonal, aber auch Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen. Ich könnte diese Liste wirklich noch weiterführen. Alle genannten Gruppen haben aufgrund ihrer besonderen Tätigkeit oder ihrer besonderen Erkrankung das Recht, eine Impfung mit hoher Priorität zu erhalten. Zweitimpfungen haben weder für Über-70-Jährige noch für andere Gruppen bisher stattgefunden.
Sie haben eben einige Zahlen genannt, aber vielleicht noch mal zur Verdeutlichung: Wie viele ältere Saarländerinnen und Saarländer über 70 Jahren, die zu Hause leben und nicht mobil sind, stehen derzeit auf den Impflisten? Wie wird ihre Schutzimpfung gewährleistet? Wie viele haben bereits eine Erst- und Zweitimpfung erhalten?
Ich sage es noch mal, ich habe es eben schon mal gesagt: Insgesamt 60.578 Personen über 70 Jahren stehen auf der Impfliste, wovon 4.927 Stand gestern bereits ihre Erstimpfung erhalten haben. Die Impfungen für Personen über 70 Jahren finden erst seit dem 02. März 2021 statt. Sonstige Personen aus dieser Prioritätsgruppe 2 - ich habe sie eben genannt, medizinische Einrichtungen, Blutspendedienste und andere - erhalten das ebenso seit dem 01. März.
Wie stellt die Landesregierung sicher, dass die Priorisierungsreihenfolge auch bei Impfungen durch niedergelassene Ärzte in ihren Praxen eingehalten wird, wofür es dann kein zentrales Anmeldeverfahren gibt?
Sie haben ja heute Morgen selbst zu Recht gefordert, dass wir zum Beispiel die Menge, die wir jetzt zusätzlich bekommen haben, nicht nach dem Vorschlag, den der Stab erarbeitet hatte, verteilen, sondern dass wir das in einen Topf reingeben und nach den Vorgaben der STIKO verimpfen. Insoweit sind wir dankbar, dass wir ab dem 01. April mit dem Impfstoff, den wir haben, in den Arztpraxen loslegen können, mit 700 Ärzten in 450 Praxen, die nach draußen gehen, die dann auch, liebe Frau Schramm, diejenigen impfen, die zu Hause sind, die dringend auf eine Impfung warten, also ältere Menschen. Ich bin mir ganz sicher, dass das unsere Ärzteteams, unsere 700 Ärzte, hervorragend machen werden. Wir hoffen, dass wir, und das ist unser Ziel, wie alle Länder auch, ab 01. April die Termine vergeben können und etwa ab dem 13. April mit der Impfung anfangen können. Ich bin mir ganz sicher, dass alle Ärzte, die zugesagt haben, das sehr ordentlich, sehr gewissenhaft mit ihren Patienten leisten können.
Frau Schramm, haben Sie eine dritte Zusatzfrage? Nein. Dann sind noch vier Zusatzfragen offen. Möchte ein Mitglied des Hauses eine Zusatzfrage stellen? - Herr Hecker, Sie haben das Wort.
Einen Moment bitte! Das ist eine Zusatzfrage, die zu der Ursprungsfrage überhaupt nicht passt und die deswegen auch nicht zugelassen wird, Herr Abgeordneter Hecker. Das muss im Zusammenhang stehen mit der Frage.