Lieber Herr Kollege, können Sie mir einen Fall in Brandenburg nennen, wo die Sicherheitsleistungen, die es seit 2004 für Anlagen gibt, nicht ausgereicht haben, um den Rückbau der Anlage zu sichern?
Herr Barthel, wir sind jetzt dabei, die Anlagen in großem Maße auszubauen. Ich kann Ihnen keinen Fall in Brandenburg nennen, aber in Norddeutschland gibt es Fälle, wo eben nicht alles zurückgebaut wurde. Das ist doch völlig wurscht: Wir reden jetzt von dem, was kommt. Da müssen Sie einmal in den Ausschüssen …
Bleiben Sie sitzen - jetzt brauchen Sie keine Fragen mehr zu stellen! Wir müssen doch einfach einmal gucken: Was wird in Zukunft ausgebaut? Wenn ich die Riesensachen sehe, die da ausgebaut werden - 2 000, 3 000 Windräder in der Lausitz zum Beispiel -,
dann ist doch klar, dass wir uns darüber unterhalten müssen: Reichen denn die vorhandenen Sicherheitsleistungen, die jetzt in dem alten Katalog sind, überhaupt aus? Das ist doch kein Problem - wo haben Sie da Schmerzen?
Aber was ich gut fand, Sie haben zitiert: „Egal wie weit der Weg ist, er beginnt mit einem ersten Schritt.“ - Da würde ich alle, die hier so tun, als wenn sie richtig die Superahnung hätten, einfach einmal auffordern: Kommen Sie morgen mit mir zum 3. Freiberger Kongress zur Energiewende der Bergakademie - da fahre ich jedes Jahr hin. Da sind Experten, die nicht ganz so verstrahlt sind - die nehmen die Fakten wahr.
Da wird zum Beispiel über Geothermie und über akzeptanzfähige Kernenergie auch für Deutschland gesprochen. Da wird über Windpotenzial, die Energiewende und den richtigen Mix für das Energiesystem gesprochen. Da würde ich sagen: Einige, die sich morgen vielleicht freireißen können, kommen einfach mit, und dann kann man einmal mit Experten diskutieren.
Wir haben immer gesagt, dass wir energieoffen sind. Ich werde mich da auch belehren lassen, wenn ich bei irgendwelchen Sachen vielleicht falsch liege. Aber was hier manchmal so abgelassen wird, das geht gar nicht!
Herr Walter, wenn Sie uns vorhalten, uns gehe es nicht um die Rentner und Rentnerinnen - wissen Sie, dazu kann man nichts mehr sagen. Klar geht es mir um die Rentnerinnen und Rentner! In meinem Dorf sind viele in meinem Alter und darüber, die jetzt fragen: Wie soll ich es mit der Heizung machen? Was soll ich denn tun? - Ich bin leider noch nicht 80 - dann fiele es weg. Ich habe eine alte Ölheizung und muss jetzt beten, dass die noch eine Weile durchhält.
Wenn Sie uns jetzt also vorwerfen, wir seien hier nicht für die Bevölkerung oder nicht für Rentner - das ist natürlich Quatsch. Diesmal waren Sie nicht so dolle. Manchmal haut es ja hin; manchmal ist es nicht schlecht.
Ich muss mich jetzt beeilen. - Herr Bommert, Sie haben als Erstes gesagt: Alle vier Anträge werden wir ablehnen.
Sie haben aber auch nicht so richtig gesagt, warum. Sie haben gesagt, Sie hätten für die Energiewende keine Lösung. Das ist Ihre Aussage. Sie haben dann nur über Schwedt gequatscht. Dazu haben wir schon Anträge eingebracht.
Wenn Sie jetzt sagen, Sie hätten für die Energiewende keine Lösung, hätten Sie doch als Union hier selbst zu dieser Aktuellen Stunde einmal einen richtig knackigen Antrag einbringen und sagen können, wie Sie das denn machen würden. Aber da kam nichts!
Das zu Schwedt ist alles richtig, aber das war nicht in erster Linie das Thema der Aktuellen Stunde.
Herr Rostock, na ja, da habe ich nun nichts anderes erwartet, als dass wir nicht auf einem Level schwimmen. Das wäre ja ein Ding, wenn ich dem zustimme, was Sie da abgelassen haben.
Mich würde aber interessieren: Neue Versorger haben Sie ausgemacht, also Sie und die Truppe da in Berlin …
Welche Neuversorger haben Sie denn für Gas ausgemacht? Meinen Sie etwa das amerikanische Frackinggas, das wir jetzt kriegen? Ich meine, Sie als Grüne haben es im letzten halben Jahr nicht einfach,
weil Sie für schwere Waffen und für Frackinggas sind und es hingenommen haben, dass wir den Atomstrom verlängern. Ich dachte immer, ich schlafe schlecht, aber Sie als Grüne können nachts bestimmt gar nicht mehr richtig schlafen. Sei’s drum.
Was haben Sie noch gesagt? „Wenn man keine Ahnung hat - einfach mal die Gusche halten!“ - Gut, das ist ein Spruch; den können Sie gern vortragen.
Sie haben nun viel von der Landwirtschaft gesprochen. Das ist ja Ihr Thema; da sind Sie auch Fachmann.
Aber ich frage mich dann doch beim Ausbau erneuerbarer Energien gerade in Naturschutzflächen und Ähnlichem … Da wünsche ich mir, dass Sie in vielen Sachen …