Mir liegt noch eine Wort meldung von Herrn Abg. Dr. Gedeon vor. Gibt es weitere Wortmeldungen? – Dann Herr Abg. Dr. Gedeon, bitte.
Frau Präsidentin, meine Damen und Herren! Herr Balzer hat die Hintergrund thematik sehr gut dargestellt. Ich finde es nicht richtig, Frau Präsidentin, wenn Sie das als nicht zum Thema gehörend be trachten. Das ist sogar der wichtigere Teil des Themas, den er hier angesprochen hat. Wir können uns doch nicht auf vorder gründige Argumentationen reduzieren.
Es geht also darum, dass die Wahlform – auch in dem Sinn, dass der Träger entscheiden kann, ob offen oder nicht – kei ne wirkliche Freiheit bedeutet. Ich bin dafür, dass die offene Form grundsätzlich verpflichtend für die Gymnasien sein muss.
Warum? Herr Balzer hat es gesagt: Es geht um die Erholung der Schüler, es geht um die persönliche Entwicklung, es geht nicht zuletzt auch um das, was wir schöpferische Intelligenz nennen. Meine Damen und Herren, auch wenn wir die beste Schule mit den besten Lehrern hätten, die die Schüler in uns rem Land unterrichten – bei der Ideologie, die teilweise herrscht, haben wir das sicherlich nicht –, selbst dann wäre es falsch, die Schüler morgens und nachmittags zum Unterricht zu verpflichten.
Warum? Ich nenne das Rezeptionismus. Das heißt: Das rezep tive Element, das aufnehmende Element, das passivisierende Element in der Bildung wird überbetont, und das selbststän dige, schöpferische Denken – dazu braucht man Alleinsein, dazu braucht man auch die Freiheit von der Institution Schu le – geht verloren.
Deswegen ist es ganz entscheidend für die geistige Entwick lung des Einzelnen und damit auch für den geistigen Zustand,
den Freiheitszustand der Gesellschaft und für das Bildungs niveau insgesamt, ob diese Freiheit in der Schule gewährleis tet ist und ob die Einzelnen, insbesondere die schöpferisch In telligenten, die Möglichkeit haben, sich am Nachmittag un abhängig von Lehrern oder sonst etwas entwickeln zu kön nen.
Deswegen bin ich dafür, dass die offene Form der Ganztags schule verpflichtend ist – im Gymnasium und möglichst auch in allen anderen Schulformen.
Wir kommen jetzt zur geschäftsordnungsmäßigen Behand lung des Antrags Drucksache 16/1255. Das ist ein reiner Be richtsantrag. Wir können ihn für erledigt erklären. – Dem stim men Sie zu.
Zweite Beratung des Gesetzentwurfs der Landesregierung – Gesetz zur Einführung des Gesetzes zur Ausführung des Tiergesundheitsgesetzes und anderer tiergesundheitsrecht licher Vorschriften und zur Änderung weiterer Gesetze – Drucksache 16/4028
Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz – Drucksache 16/4054
Mit Ja haben 28 Abgeordnete gestimmt, mit Nein haben 101 Abgeordnete gestimmt; es hat sich niemand enthalten.
AfD: Dr. Rainer Balzer, Anton Baron, Dr. Christina Baum, Klaus Dürr, Bernd Gögel, Dr. Bernd Grimmer, Stefan Herre, Harald Pfeiffer, Dr. Rai ner Podeswa, Daniel Rottmann, Emil Sänze, Hans Peter Stauch, Udo Stein, Klaus-Günther Voigtmann, Carola Wolle.
FDP/DVP: Dr. Gerhard Aden, Dr. Friedrich Bullinger, Andreas Glück, Dr. Ulrich Goll, Jochen Haußmann, Klaus Hoher, Jürgen Keck, Dr. Timm Kern, Gabriele Reich-Gutjahr, Dr. Hans-Ulrich Rülke, Dr. Erik Schwei ckert, Nico Weinmann.
GRÜNE: Muhterem Aras, Theresia Bauer, Andrea Bogner-Unden, San dra Boser, Martina Braun, Nese Erikli, Jürgen Filius, Josef Frey, Martin Grath, Petra Häffner, Martin Hahn, Thomas Hentschel, Winfried Her mann, Hermann Katzenstein, Manfred Kern, Petra Krebs, Daniel And reas Lede Abal, Andrea Lindlohr, Bettina Lisbach, Brigitte Lösch, Man fred Lucha, Alexander Maier, Thomas Marwein, Bärbl Mielich, Dr. Bernd Murschel, Jutta Niemann, Reinhold Pix, Thomas Poreski, Daniel Renkonen, Dr. Markus Rösler, Barbara Saebel, Alexander Salomon, Ale xander Schoch, Andrea Schwarz, Andreas Schwarz, Stefanie Seemann, Edith Sitzmann, Thekla Walker, Jürgen Walter, Dorothea Wehinger, El ke Zimmer.
CDU: Norbert Beck, Thomas Blenke, Klaus Burger, Andreas Deuschle, Thomas Dörflinger, Konrad Epple, Arnulf Freiherr von Eyb, Sylvia Fel der, Marion Gentges, Friedlinde Gurr-Hirsch, Manuel Hagel, Sabine Hartmann-Müller, Raimund Haser, Peter Hauk, Ulli Hockenberger, Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Karl Klein, Wilfried Klenk, Joachim Kößler, Sabine Kurtz, Dr. Bernhard Lasotta, Siegfried Lorek, Winfried Mack, Claudia Martin, Paul Nemeth, Christine Neumann-Martin, Claus Paal, Julia Philippi, Nicole Razavi, Dr. Wolfgang Reinhart, Karl-Wilhelm Röhm, Karl Rombach, Volker Schebesta, Dr. Stefan Scheffold, Dr. Alb recht Schütte, August Schuler, Willi Stächele, Stefan Teufel, Tobias Wald, Guido Wolf, Karl Zimmermann.
SPD: Sascha Binder, Daniel Born, Wolfgang Drexler, Dr. Stefan FulstBlei, Reinhold Gall, Gernot Gruber, Rainer Hinderer, Peter Hofelich, An dreas Kenner, Gerhard Kleinböck, Georg Nelius, Martin Rivoir, Gabi Rolland, Rainer Stickelberger, Andreas Stoch, Dr. Boris Weirauch, Sa bine Wölfle.
Wir kommen zur Abstimmung über Artikel 2 – Änderung des Gesetzes über Mitwirkungsrechte und das Verbandsklagerecht für anerkannte Tierschutzorganisationen – in der vorliegen den Fassung der Beschlussempfehlung. Wer Artikel 2 zu stimmt – wissen Sie noch, worum es geht? –,
den bitte ich jetzt um das Handzeichen. – Gegenstimmen? – Enthaltungen? – Damit ist Artikel 2 mehrheitlich zuge stimmt.
Wer Artikel 3 zustimmt, den bitte ich um das Handzeichen. – Gegenstimmen? – Enthaltungen? – Damit ist Artikel 3 mehr heitlich zugestimmt.
Wer Artikel 4 zustimmt, den bitte ich um das Handzeichen. – Gegenstimmen? – Enthaltungen? – Damit ist Artikel 4 mehr heitlich zugestimmt.
lautet: „Gesetz zur Einführung des Gesetzes zur Ausführung des Tiergesundheitsgesetzes und anderer tiergesundheitsrecht