Protokoll der Sitzung vom 13.06.2018

(Beifall bei der CDU und Abgeordneten der Grünen – Abg. Daniel Born SPD: Wenig Applaus bei Grün!)

Mir liegt noch eine Wort meldung von Herrn Abg. Dr. Gedeon vor. Gibt es weitere Wortmeldungen? – Dann Herr Abg. Dr. Gedeon, bitte.

Frau Präsidentin, meine Damen und Herren! Herr Balzer hat die Hintergrund thematik sehr gut dargestellt. Ich finde es nicht richtig, Frau Präsidentin, wenn Sie das als nicht zum Thema gehörend be trachten. Das ist sogar der wichtigere Teil des Themas, den er hier angesprochen hat. Wir können uns doch nicht auf vorder gründige Argumentationen reduzieren.

Es geht also darum, dass die Wahlform – auch in dem Sinn, dass der Träger entscheiden kann, ob offen oder nicht – kei ne wirkliche Freiheit bedeutet. Ich bin dafür, dass die offene Form grundsätzlich verpflichtend für die Gymnasien sein muss.

Warum? Herr Balzer hat es gesagt: Es geht um die Erholung der Schüler, es geht um die persönliche Entwicklung, es geht nicht zuletzt auch um das, was wir schöpferische Intelligenz nennen. Meine Damen und Herren, auch wenn wir die beste Schule mit den besten Lehrern hätten, die die Schüler in uns rem Land unterrichten – bei der Ideologie, die teilweise herrscht, haben wir das sicherlich nicht –, selbst dann wäre es falsch, die Schüler morgens und nachmittags zum Unterricht zu verpflichten.

Warum? Ich nenne das Rezeptionismus. Das heißt: Das rezep tive Element, das aufnehmende Element, das passivisierende Element in der Bildung wird überbetont, und das selbststän dige, schöpferische Denken – dazu braucht man Alleinsein, dazu braucht man auch die Freiheit von der Institution Schu le – geht verloren.

(Beifall bei der AfD)

Deswegen ist es ganz entscheidend für die geistige Entwick lung des Einzelnen und damit auch für den geistigen Zustand,

den Freiheitszustand der Gesellschaft und für das Bildungs niveau insgesamt, ob diese Freiheit in der Schule gewährleis tet ist und ob die Einzelnen, insbesondere die schöpferisch In telligenten, die Möglichkeit haben, sich am Nachmittag un abhängig von Lehrern oder sonst etwas entwickeln zu kön nen.

Deswegen bin ich dafür, dass die offene Form der Ganztags schule verpflichtend ist – im Gymnasium und möglichst auch in allen anderen Schulformen.

Danke schön.

(Beifall bei Abgeordneten der AfD)

Liebe Kolleginnen und Kollegen, mir liegen keine weiteren Wortmeldungen vor.

Wir kommen jetzt zur geschäftsordnungsmäßigen Behand lung des Antrags Drucksache 16/1255. Das ist ein reiner Be richtsantrag. Wir können ihn für erledigt erklären. – Dem stim men Sie zu.

Dann kehre ich jetzt zu Punkt 7 unserer heutigen Sitzung zu rück:

Zweite Beratung des Gesetzentwurfs der Landesregierung – Gesetz zur Einführung des Gesetzes zur Ausführung des Tiergesundheitsgesetzes und anderer tiergesundheitsrecht licher Vorschriften und zur Änderung weiterer Gesetze – Drucksache 16/4028

Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz – Drucksache 16/4054

Berichterstatter: Abg. Udo Stein

Ich verkünde das Ergebnis der namentlichen Abstimmung:

(Abg. Dr. Friedrich Bullinger FDP/DVP: Stichwahl!)

Beteiligt haben sich 129 Abgeordnete.

Mit Ja haben 28 Abgeordnete gestimmt, mit Nein haben 101 Abgeordnete gestimmt; es hat sich niemand enthalten.

Damit ist der Änderungsantrag Drucksache 16/4234 abge lehnt.

Mit J a haben gestimmt:

AfD: Dr. Rainer Balzer, Anton Baron, Dr. Christina Baum, Klaus Dürr, Bernd Gögel, Dr. Bernd Grimmer, Stefan Herre, Harald Pfeiffer, Dr. Rai ner Podeswa, Daniel Rottmann, Emil Sänze, Hans Peter Stauch, Udo Stein, Klaus-Günther Voigtmann, Carola Wolle.

FDP/DVP: Dr. Gerhard Aden, Dr. Friedrich Bullinger, Andreas Glück, Dr. Ulrich Goll, Jochen Haußmann, Klaus Hoher, Jürgen Keck, Dr. Timm Kern, Gabriele Reich-Gutjahr, Dr. Hans-Ulrich Rülke, Dr. Erik Schwei ckert, Nico Weinmann.

Fraktionslos: Dr. Wolfgang Gedeon.

Mit N e i n haben gestimmt:

GRÜNE: Muhterem Aras, Theresia Bauer, Andrea Bogner-Unden, San dra Boser, Martina Braun, Nese Erikli, Jürgen Filius, Josef Frey, Martin Grath, Petra Häffner, Martin Hahn, Thomas Hentschel, Winfried Her mann, Hermann Katzenstein, Manfred Kern, Petra Krebs, Daniel And reas Lede Abal, Andrea Lindlohr, Bettina Lisbach, Brigitte Lösch, Man fred Lucha, Alexander Maier, Thomas Marwein, Bärbl Mielich, Dr. Bernd Murschel, Jutta Niemann, Reinhold Pix, Thomas Poreski, Daniel Renkonen, Dr. Markus Rösler, Barbara Saebel, Alexander Salomon, Ale xander Schoch, Andrea Schwarz, Andreas Schwarz, Stefanie Seemann, Edith Sitzmann, Thekla Walker, Jürgen Walter, Dorothea Wehinger, El ke Zimmer.

CDU: Norbert Beck, Thomas Blenke, Klaus Burger, Andreas Deuschle, Thomas Dörflinger, Konrad Epple, Arnulf Freiherr von Eyb, Sylvia Fel der, Marion Gentges, Friedlinde Gurr-Hirsch, Manuel Hagel, Sabine Hartmann-Müller, Raimund Haser, Peter Hauk, Ulli Hockenberger, Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Karl Klein, Wilfried Klenk, Joachim Kößler, Sabine Kurtz, Dr. Bernhard Lasotta, Siegfried Lorek, Winfried Mack, Claudia Martin, Paul Nemeth, Christine Neumann-Martin, Claus Paal, Julia Philippi, Nicole Razavi, Dr. Wolfgang Reinhart, Karl-Wilhelm Röhm, Karl Rombach, Volker Schebesta, Dr. Stefan Scheffold, Dr. Alb recht Schütte, August Schuler, Willi Stächele, Stefan Teufel, Tobias Wald, Guido Wolf, Karl Zimmermann.

AfD: Dr. Heiner Merz.

SPD: Sascha Binder, Daniel Born, Wolfgang Drexler, Dr. Stefan FulstBlei, Reinhold Gall, Gernot Gruber, Rainer Hinderer, Peter Hofelich, An dreas Kenner, Gerhard Kleinböck, Georg Nelius, Martin Rivoir, Gabi Rolland, Rainer Stickelberger, Andreas Stoch, Dr. Boris Weirauch, Sa bine Wölfle.

Fraktionslos: Dr. Heinrich Fiechtner.

Dann setzen wir die Abstimmung fort.

Wir kommen zur Abstimmung über Artikel 2 – Änderung des Gesetzes über Mitwirkungsrechte und das Verbandsklagerecht für anerkannte Tierschutzorganisationen – in der vorliegen den Fassung der Beschlussempfehlung. Wer Artikel 2 zu stimmt – wissen Sie noch, worum es geht? –,

(Zurufe: Ja!)

den bitte ich jetzt um das Handzeichen. – Gegenstimmen? – Enthaltungen? – Damit ist Artikel 2 mehrheitlich zuge stimmt.

(Abg. Dr. Friedrich Bullinger FDP/DVP: Knapp!)

Jetzt rufe ich auf

Artikel 3

Änderung des Landeswaldgesetzes

Wer Artikel 3 zustimmt, den bitte ich um das Handzeichen. – Gegenstimmen? – Enthaltungen? – Damit ist Artikel 3 mehr heitlich zugestimmt.

Ich rufe auf

Artikel 4

Inkrafttreten, Außerkrafttreten

Wer Artikel 4 zustimmt, den bitte ich um das Handzeichen. – Gegenstimmen? – Enthaltungen? – Damit ist Artikel 4 mehr heitlich zugestimmt.

Die Einleitung

lautet: „Der Landtag hat am 13. Juni 2018 das folgende Ge setz beschlossen:“.

Die Überschrift

lautet: „Gesetz zur Einführung des Gesetzes zur Ausführung des Tiergesundheitsgesetzes und anderer tiergesundheitsrecht

licher Vorschriften und zur Änderung weiterer Gesetze“. – Sie stimmen der Überschrift zu.