Jetzt erzählen Sie uns etwas von Flächenverbrauch. Eine Wind kraftanlage braucht so wenig Fläche, dass es gar nicht in die Nähe von Relevanz kommt. Sie müssten doch eigentlich sa gen: „Weniger Straßen, weniger Parkplätze, weniger Gebäu de“, wenn Sie etwas für den Artenschutz machen wollen. Es ist scheinheilig, was Sie da erzählen.
Der dritte Punkt sind Stromleitungen, der vierte Punkt ist der illegale Abschuss, bei dem Sie ja auch gern mit dabei sind bei den Kormoranen, den Bibern oder den Wölfen. Da wollen Sie alles abgeschossen haben. Wo ist denn hier Ihr Artenschutz? Scheinheilig ist das.
Dann kommt relativ weit hinten: Natürlich sind Vögel durch die Windräder getötet worden. Das ist richtig. Dagegen wird aber auch viel gemacht. Das haben die Kollegen vorhin an dieser Stelle schon genannt.
und kenntnisarm. Wenn Sie sich die Population der Rotmila ne in Baden-Württemberg trotz des vermehrten Zubaus von Windkraftanlagen anschauen, dann sehen Sie: Da sind wir heute bei 30 000. Das ist ein erheblicher Aufwuchs der Popu lation.
Zum Schluss möchte ich mich für die sachliche und fachlich kenntnisreiche Stellungnahme der Landesregierung bedanken.
Herr Präsident, meine Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen! Wenn das The ma nicht so ernst wäre, müsste man schon fast darüber lachen, dass die AfD jetzt Artenschutzpartei wird und sich darum kümmert, dass die lieben Vögel und die Insekten nicht ster ben. Aber ich denke, das ist einfach nur ein Vorwand, um zu bekräftigen, dass Alice Weidel sagt: Die „Windmühlen der Schande“ machen wir alle weg, wenn wir an die Macht kom men.
Ich finde es schon einmal gut, dass die AfD keine Chance hat, an die Macht zu kommen. Gott sei Dank macht’s noch keiner.
(Beifall bei der FDP/DVP und Abgeordneten der Grü nen – Zurufe von der AfD, u. a.: Öh, öh, öh! – War ten wir mal ab!)
Ehrlichkeitshalber muss man schon einmal sagen: Es ist ein ökologischer und ökonomischer Wahnsinn, darüber nachzu denken, die Windräder wegzumachen.
Ich bin hundertprozentig sicher, dass uns das keiner unter stellt. Wir suchen die Standorte schon sinnvoll aus.
Die Windhöffigkeit muss da sein und – das ist uns Freien De mokraten ganz wichtig – die Bevölkerung vor Ort muss eini germaßen mitspielen. Man kann das nicht gegen die Bevöl kerung machen. Da gibt es Ärger.
Ehrlichkeitshalber muss man auch sagen: Der Aufbau der meisten Windräder wird von dem Versuch begleitet, ihn mit dem Hinweis auf den Artenschutz zu boykottieren. Dann muss man auch einfach den Faktencheck machen. Innerhalb von zehn Jahren waren es gerade mal elf Windräder, die wegen Artenschutz nicht genehmigt worden sind. Das ist ja Pillepal le, meine Damen und Herren. Das Artenschutzproblem kann jetzt nicht das große Problem sein. Wir haben natürlich Pro bleme – –
(Abg. Dr. Uwe Hellstern AfD: Das ist kein Problem? Damit sind Sie nur global allein mit dieser Meinung!)
Wir haben natürlich Verluste von Arten. Das liegt natürlich an Habitatsverlusten und Klimawandel, aber mal sicher nicht an den Windrädern.
Jetzt denke ich mal, dass wir bald wieder hier an dieser Stel le stehen, weil die AfD merkt, der Artenschutz ist doch nicht das größte Problem.
Es sterben z. B. grob 100 000 Vögel durch die Windräder. AfD, hört jetzt für euren nächsten Antrag genau zu: Im Stra ßenverkehr und bei der Bahn sind es 70 Millionen,
also stehen wir demnächst wahrscheinlich da mit einer Debat te „Keine Zugverbindungen mehr, kein Straßenverkehr“,
Meine Damen und Herren, ich finde es schön, dass die AfD jetzt die Artenschutzpartei ist, dass sie sich um die Insekten kümmert.