Protokoll der Sitzung vom 11.10.2023

aus der Wirtschaft – Konkurse, Abwanderung – relativ egal zu sein. So

haben die Grünen gerade erst vorgestern nach den Wahlschlappen in

Hessen und Bayern verlauten lassen, dass sie keinen Anlass sehen, ihren

politischen Kurs zu ändern.

Kommen wir nun kurz zum Brückenstrom und Klimageld. Beide sind nichts

weiter als verzweifelte Bemühungen, den massiven Schaden, der diesem

Land durch eine desaströse Klima-, Energie- und Außenpolitik zugefügt

wurde, zu begrenzen.

(Beifall Bündnis Deutschland)

Durch die Abschaltung der drei AKW und vor allen Dingen durch den völlig

unsinnigen CO2-Preis – wir werden nachher noch darauf zu sprechen

kommen – ist dieses Land in eine gefährliche energie- und

wirtschaftspolitische Schieflage geraten, die nicht zuletzt dazu führte und

weiterhin in noch größerem Ausmaß als bisher dazu führen wird, dass die

Bürger in unzumutbarem Maße belastet werden. Strom, Heizung und Benzin

können von vielen Bürgern kaum noch bezahlt werden.

(Beifall Bündnis Deutschland)

Nicht jeder wird das Geld für die weiteren für 2024 bereits angekündigten

Preiserhöhungen im Strom- und Heizungsbereich dann noch aufbringen

können. Insofern ist natürlich das Klimageld eine Entlastung für die Bürger,

wäre aber nicht nötig gewesen, wenn diese unsinnige Klima- und

Energiepolitik nicht betrieben würde.

Hinzu kommt – das wurde vom Vorredner auch erwähnt –, dass der gute

Wille des Klimageldes ja erst frühestens 2025 greift, wenn überhaupt.

Sichergestellt ist es für 2025 definitiv noch nicht. Das ist auch eine

Geschichte, die man den Bürgern kaum verkaufen kann: Man redet von

Klimageld, aber er soll bitte schön zwei Jahre warten. Deutlicher kann man

eigentlich nicht dokumentieren, dass man an den Nöten der Bürger nicht so

wirklich interessiert ist.

(Beifall Bündnis Deutschland)

Insofern sind wir natürlich jederzeit an der Seite derer, die sich bemühen,

die Bürger zu entlasten, selbstverständlich, immer. Unter diesen

Voraussetzungen jedoch, dass das eigentlich gar nicht nötig wäre, tun wir

uns ein wenig schwer damit. – Ich danke Ihnen!

(Beifall Bündnis Deutschland)

Als nächstes erhält der

Abgeordnete Klaus-Rainer Rupp das Wort.

Frau Präsidentin, verehrte

Anwesende! Die Klima- und Industriepolitik, wenn es sie gegeben hat, die

Stromerzeugung, die Kraftwerke des letzten Jahrhunderts sind eine ganz

wichtige Ursache für den Klimawandel. Wer immer noch glaubt, dass

Atomkraftwerke eine saubere Alternative sind, der hat die Fakten, was den

Atommüll und alles andere angeht, einfach entweder nicht verstanden oder

ignoriert sie. Ich weiß nicht so genau, was schlimmer ist. Die AKW sind

keine Alternative zur CO2-Reduzierung und keine Hilfe bei der Frage, wie

man den Klimawandel bremst.

(Beifall DIE LINKE, SPD – Abgeordneter Piet Leidreiter [Bündnis Deutschland]: Aber die französischen, die sind gut!)

Tatsächlich ist es so, dass wir in Deutschland, in Europa, eigentlich weltweit

vor einer der größten Herausforderungen stehen, vor der die Menschheit je

gestanden hat, und ihre Existenz steht auf dem Spiel. Wenn wir jetzt nicht

handeln, wenn es uns nicht gelingt, die Erderwärmung zu verlangsamen, von