Protokoll der Sitzung vom 11.10.2023

Bei der Ausgestaltung des Verfahrens sollen nicht nur große, etablierte

Institutionen zum Zuge kommen, sondern auch insbesondere kleinere

Einrichtungen, Start-ups, aber auch aus Einzelpersonen bestehende

Projektkonsortien, die agile und innovative Herangehensweisen und

Arbeitsmethoden in den Aufbauprozess einbringen können. Für 2023

stehen im aktuellen Bundeshaushalt nach Medieninformationen

zehn Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. Der Senat wird sich regelmäßig

bei der Bundesregierung zum Fortgang des Gründungsprozesses

erkundigen und diese bezüglich der Chancen des Landes Bremen bewerten.

Für eine eventuelle Bewerbung des Landes Bremen soll dann eine

Arbeitsgruppe mit Verantwortlichen aus folgenden Bereichen eingerichtet

werden: Landesverwaltung ressortübergreifend, Wissenschaft und

Unternehmen.

Das Dateninstitut soll der mangelnden Vernetzung durch eine intelligente

Nutzung in übergreifenden Anwendungsfeldern und neuen Strukturen

entgegentreten. Diesem Ansatz und Anliegen ist in Bremen bereits ab 2014

mit Etablierung und Zusammenlegung der damaligen Portale

„Informationsregister Bremen“, „Open Data Portal Bremen“ und

„Gesetzesportal Bremen“ zum Transparenzportal Bremen Rechnung

getragen worden. Unter einem Dach finden sich alle Handlungsfelder

gebündelt wieder. Das Transparenzportal Bremen ist an GovData und damit

die EU-Plattform gekoppelt und über intelligente Schnittstellen nach innen

zum Datenaustausch verbunden.

Der beim Dateninstitutkonzept zum Tragen kommende agile Bottom-up

Ansatz, bei dem mit den Stakeholdern die Bedarfe ermittelt und

konkretisiert werden, wurde in Bremen bereits vor Jahren beim damaligen

Aufbau des Open Data Portals durch Begleitung des ifib (Institut für

Informationsmanagement Bremen an der Universität Bremen) umgesetzt

und findet sich im jetzigen Transparenzportal organisatorisch angebunden

wieder. – So weit die Antwort des Senats!

Herr Abgeordneter, haben Sie eine

Zusatzfrage? – Bitte sehr.

Herzlichen Dank, Frau Senatorin,

für die sehr ausführliche Antwort! Sie verweisen in der Antwort auf das

Konzept der Bundesregierung und auf Medieninformationen, auf die Sie

sich stützen. Gehe ich recht in der Annahme, dass es bisher keine

Gespräche mit der Bundesregierung oder entsprechenden Ministerien

gegeben hat?

Nein, das ist völlig falsch. Wir haben sowohl mit

der Abteilungsleiterin im BMWK als auch im BMI telefoniert. Wir haben

auch vereinbart, regelmäßig mit ihnen im Austausch zu bleiben, weil eben

zurzeit noch unklar ist, ob es für uns jetzt schon sinnvoll ist, ein Konsortium

zu bilden – dann müsste man ja auch ein bisschen Geld in die Hand

nehmen, weil wir zumindest ein größeres Beratungsinstitut brauchen

würden – oder ob das in der jetzigen Phase vielleicht sogar schädlich ist.

Von daher haben wir vereinbart, im regelmäßigen telefonischen Austausch

zu bleiben.

Herr Abgeordneter, haben Sie eine weitere

Zusatzfrage? – Bitte sehr.

Das ist ja eine relevante

Information, die im Prinzip auch schon in der ausführlichen Antwort eine