Schulabschluss zu einer reflektierten Ausbildungswahl beitragen können.
Eine umfängliche Bewertung ist aufgrund der gerade erst begonnenen
Kooperation noch nicht möglich.
Zu Frage 2: Kooperationen von Schulen mit Unternehmen und
Einrichtungen sind ausdrücklich erwünscht und wurden deshalb bereits
2012 in die Richtlinie zur Berufsorientierung aufgenommen. In
unterschiedlichen Formaten, Projekten und Veranstaltungen wird seit
Jahren darum geworben, dass Schulen entsprechende Kooperationen
eingehen und deren Potenzial für die berufliche Orientierung wie auch für
die Verzahnung der Berufsorientierung mit dem Fachunterricht
Zu Frage 3: Das Bremerhavener Projekt hat das Potenzial, als Beispiel guter
Praxis gut auch auf andere Bereiche übertragen werden zu können. Die
rechtlichen Rahmensetzungen ermöglichen den Schulen, einerseits Profile
auszuprägen, andererseits Angebote im Wahlpflicht- und Wahlunterricht zu
machen. Die Verordnungen der Sekundarstufen I der Oberschulen und der
Gymnasien empfehlen darüber hinaus ab Jahrgangsstufe 7
Praxiserfahrungen, „die die sozialen, kreativen und praktischen Fähigkeiten
der Schülerinnen und Schüler stärken.“ So führen eine Reihe von Schulen in
den Jahrgangsstufen 7 und/oder 8 Sozialpraktika durch.
An den weiterführenden Schulen finden zudem bereits in Kooperation mit
„Botschafterinnen für die Erziehungsberufe“, also Role Models aus dem
Kita-Bereich, Veranstaltungen in Abgangs- und Vorabgangsklassen statt,
um Interesse für diese Berufsfelder zu wecken. Hier werden die
entsprechenden Informationen zum Berufsbild und zu Wegen zum Beruf
erlebbar gemacht. Ziel ist es, alle Schulabgänger:innen direkt über die
Perspektiven der Arbeit in den unterschiedlichen Erziehungsberufen sowie
über die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten hierzu zu informieren.
Für die Träger und auch für die einschlägigen beruflichen Schulen stehen
alle Formate der beruflichen Orientierung wie etwa die „FutureParcours“
(neue Bezeichnung für die bisherigen Berufsparcours) , Berufsmessen der
einzelnen Schulen und die Tage der beruflichen Bildung offen. – So weit die
Herr Staatsrat, Zusatzfragen sehe ich nicht.
Anfrage 4: Entwicklung von Sprachentwicklungsstörungen
bei Kindern und Jugendlichen im Land Bremen
Anfrage der Abgeordneten Prof. Dr. Hauke Hilz, Thore
Schäck und Fraktion der FDP
Bitte sehr, Herr Kollege!
1. Welche Gründe sieht der Senat für die beobachtete steigende Zahl von
Sprachentwicklungsstörungen bei Kindern und Jugendlichen in Bremen und
2. Welche konkreten Maßnahmen plant der Senat, um der steigenden
Prävalenz von Sprachentwicklungsstörungen entgegenzuwirken und die
Unterstützung für betroffene Kinder und ihre Familien zu verbessern?
3. Welche langfristige Strategie verfolgt der Senat, um frühzeitige
Erkennung, Prävention und Intervention im Bereich der
Sprachentwicklungsstörungen zu fördern und damit langfristige
Auswirkungen auf Bildung und soziale Integration zu minimieren?