Protokoll der Sitzung vom 11.10.2023

Schulabschluss zu einer reflektierten Ausbildungswahl beitragen können.

Eine umfängliche Bewertung ist aufgrund der gerade erst begonnenen

Kooperation noch nicht möglich.

Zu Frage 2: Kooperationen von Schulen mit Unternehmen und

Einrichtungen sind ausdrücklich erwünscht und wurden deshalb bereits

2012 in die Richtlinie zur Berufsorientierung aufgenommen. In

unterschiedlichen Formaten, Projekten und Veranstaltungen wird seit

Jahren darum geworben, dass Schulen entsprechende Kooperationen

eingehen und deren Potenzial für die berufliche Orientierung wie auch für

die Verzahnung der Berufsorientierung mit dem Fachunterricht

ausschöpfen.

Zu Frage 3: Das Bremerhavener Projekt hat das Potenzial, als Beispiel guter

Praxis gut auch auf andere Bereiche übertragen werden zu können. Die

rechtlichen Rahmensetzungen ermöglichen den Schulen, einerseits Profile

auszuprägen, andererseits Angebote im Wahlpflicht- und Wahlunterricht zu

machen. Die Verordnungen der Sekundarstufen I der Oberschulen und der

Gymnasien empfehlen darüber hinaus ab Jahrgangsstufe 7

Praxiserfahrungen, „die die sozialen, kreativen und praktischen Fähigkeiten

der Schülerinnen und Schüler stärken.“ So führen eine Reihe von Schulen in

den Jahrgangsstufen 7 und/oder 8 Sozialpraktika durch.

An den weiterführenden Schulen finden zudem bereits in Kooperation mit

„Botschafterinnen für die Erziehungsberufe“, also Role Models aus dem

Kita-Bereich, Veranstaltungen in Abgangs- und Vorabgangsklassen statt,

um Interesse für diese Berufsfelder zu wecken. Hier werden die

entsprechenden Informationen zum Berufsbild und zu Wegen zum Beruf

erlebbar gemacht. Ziel ist es, alle Schulabgänger:innen direkt über die

Perspektiven der Arbeit in den unterschiedlichen Erziehungsberufen sowie

über die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten hierzu zu informieren.

Für die Träger und auch für die einschlägigen beruflichen Schulen stehen

alle Formate der beruflichen Orientierung wie etwa die „FutureParcours“

(neue Bezeichnung für die bisherigen Berufsparcours) , Berufsmessen der

einzelnen Schulen und die Tage der beruflichen Bildung offen. – So weit die

Antwort des Senats!

Herr Staatsrat, Zusatzfragen sehe ich nicht.

Anfrage 4: Entwicklung von Sprachentwicklungsstörungen

bei Kindern und Jugendlichen im Land Bremen

Anfrage der Abgeordneten Prof. Dr. Hauke Hilz, Thore

Schäck und Fraktion der FDP

vom 31. August 2023

Bitte sehr, Herr Kollege!

Wir fragen den Senat:

1. Welche Gründe sieht der Senat für die beobachtete steigende Zahl von

Sprachentwicklungsstörungen bei Kindern und Jugendlichen in Bremen und

Bremerhaven?

2. Welche konkreten Maßnahmen plant der Senat, um der steigenden

Prävalenz von Sprachentwicklungsstörungen entgegenzuwirken und die

Unterstützung für betroffene Kinder und ihre Familien zu verbessern?

3. Welche langfristige Strategie verfolgt der Senat, um frühzeitige

Erkennung, Prävention und Intervention im Bereich der

Sprachentwicklungsstörungen zu fördern und damit langfristige

Auswirkungen auf Bildung und soziale Integration zu minimieren?