Wirtschaftsstandort Bremen. Gamesprojekte werden meistens mit großen
Teams über mehrere Jahre in den Unternehmen umgesetzt, wodurch
relevante Steuereinnahmen am Standort erzielt werden können.
Zu Frage 2: Die geplante Kürzung der Bundesförderung ist kein gutes
Signal für die Branche und für den Gamesstandort Deutschland insgesamt.
Die vorgesehenen Kürzungen der Bundesförderung verkleinert auch für die
Bremer Unternehmen, die auf die Bundesförderung zugreifen, den Topf an
möglichen Fördermitteln. Grundsätzlich hat die Bundesförderung auch
dafür gesorgt, dass deutsche und auch Bremer Unternehmen der Branche
gegenüber der ausländischen Konkurrenz aufholen konnten.
Es war und ist auch in Bremen durch die Förderung möglich, dass Projekte
in einer Größe realisiert werden können, die vorher so nicht möglich waren.
Die geplante Kürzung der Bundesförderung wird es den deutschen
Unternehmen schwerer machen, gegen die sehr gut erreichbare
europäische und globale Konkurrenz anzukommen. Es ist davon
auszugehen, dass sich durch die Reduzierung der Bundesförderung die
Nachfrage nach Landesförderung erhöhen wird. In welchem Umfang dies
geschehen wird, ist nicht absehbar, wobei die Landesförderung meistens
auf junge Unternehmen und den Nachwuchs abzielt und keinen Ausgleich
für eine reduzierte Bundesförderung darstellen kann.
Zu Frage 3: Eine Zusammenarbeit über die nordmedia - Film- und
Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH ist auch in Bremen
möglich. Das Nachwuchsstipendium CLOSEUP steht unter anderem auch
für den Nachwuchs in der Gamesbranche zur Verfügung. Grundsätzlich
stehen der Gamesbranche aber alle Förderprogramme für die Wirtschaft im
Land Bremen offen. Das beinhaltet beispielsweise die Programme
Forschung, Entwicklung und Innovation oder Crowdfunding „Schotterweg“
der Bremer Aufbaubank, die beide bereits auch durch die Gamesbranche in
Anspruch genommen wurden. Darüber hinaus können Kulturakteure der
Freien Szene, die Games speziell in ihren kulturellen Dimensionen ausloten,
Projektanträge im Bereich Film/Medien sowie Junge Szene/Subkultur im
Rahmen des jährlichen Projektmittelverfahrens beim Senator für Kultur
stellen. – So weit die Antwort des Senats!
Haben Sie eine Nachfrage, Herr
Abgeordneter? – Bitte sehr!
Wie bewertet der Senat das
niedersächsische Förderprogramm, und inwiefern plant er die
Gamesbranche im Land in ähnlicher Weise zu fördern?
Eine Bremer Gamesförderung analog zu
Niedersachsen könnte auch über die nordmedia abgewickelt werden. Die
nordmedia fördert und unterstützt ja Entwickler:innen und Unternehmen bei
der Idee und Umsetzung innovativer und marktgerechter Games. Um da
den Unterschied noch einmal deutlich zu machen, über welche Summen wir
reden: Bei der Bundesförderung hat ein Bremer Unternehmen ein Volumen
von 25 Millionen Euro realisieren können. Das ist bei der Gamesförderung
über die nordmedia nicht möglich. Deswegen natürlich auch eine andere
Zielgruppe, speziell junge Gründerinnen und Gründer – also so viel Geld hat
auch Niedersachsen nicht im Haushalt.
Die Förderkategorien bei der nordmedia sind Konzeptentwicklungen mit bis
zu 20 000 Euro, Prototypenentwicklung bis zu 80 000 Euro, Produktion bis
zu 200 000 Euro und Vertrieb bis zu 50 000 Euro und die Förderung kann