Protokoll der Sitzung vom 11.10.2023

Herr Abgeordneter, eine weitere Frage? –

Bitte sehr!

Frau Senatorin, können Sie

zumindest etwas konkreter beziffern, in welchem Finanzvolumenbereich Sie

eine Förderung planen und bis wann Sie diese umgesetzt haben möchten?

Das kann ich im Moment noch nicht sagen. Wir

haben Eckwerte und wie Sie alle wissen, ist der Haushalt knapp. Ich kenne

das Volumen, was wir uns wünschen, was wir intern im Ressort analog zu

dem, was Niedersachsen auch für angemessen hält, – –.

Aber im Moment sind wir im Eckwerteverfahren und dazu kann ich nichts

sagen. Das ist einfach so, wir haben sie beschlossen. Wir müssen jetzt

hausintern bewerten, was wir machen, was wir damit nicht machen.

Ansonsten gibt es ja auch noch die parlamentarischen Verfahren. Das wäre

zum jetzigen Zeitpunkt relativ fahrlässig, wenn ich dazu irgendeine konkrete

Aussage machen würde. Ich muss ja dann auch woanders etwas

wegnehmen. Das gehört ja zur Wahrheit auch dazu.

Frau Senatorin, weitere Nachfragen sehe ich

nicht.

Anfrage 6: Wie viele drogenabhängige Menschen leben in

Bremen?

Anfrage der Abgeordneten Dr. Wiebke Winter, Sina

Dertwinkel, Frank Imhoff und Fraktion der CDU

vom 31. August 2023

Frau Kollegin, Sie haben das Wort.

Wir fragen den Senat:

1. Unter welchen Bedingungen gilt eine Person in der vom Senat

verwendeten behördlichen Definition als drogenabhängig und wie viele

drogenabhängige Personen halten sich aktuell (Stichtag: 15. August 2023)

nach Kenntnis des Senats dauerhaft im Land Bremen auf (bitte für Bremen

und Bremerhaven getrennt angeben)?

2. Wie hat sich die Zahl der drogenabhängigen Personen, die sich dauerhaft

im Land Bremen aufhalten, in den vergangenen fünf Jahren nach Kenntnis

des Senats entwickelt und welcher Einfluss ist in diesem Zusammenhang

der vorherrschenden permissiven Drogenpolitik zuzuschreiben?

3. Inwieweit erzeugt besagte Politik, welche unter anderem durch offensiv

zur Schau gestellte Toleranz gegenüber Drogenkonsum, einem

unaufhaltsam wachsenden, attraktiven Versorgungs- und Hilfsangebot für

Drogenabhängige sowie der deutschlandweit höchsten Freimenge für den

Cannabisbesitz charakterisiert werden kann, nach Einschätzung des Senats

einen Anreiz für drogenabhängige Menschen, um ebenfalls nach Bremen zu

kommen?

Diese Anfrage wird beantwortet durch

Senatorin Claudia Bernhard.

Sehr geehrte Frau Präsidenten, sehr geehrte

Abgeordnete, für den Senat beantworte ich die Anfrage wie folgt:

Zu Frage 1: Die Diagnose einer Abhängigkeitserkrankung erfolgt durch

ärztliches Personal in Praxen oder Krankenhäusern, wenn Betroffene dort

Hilfe suchen. Die Diagnosestellung richtet sich nach der medizinischen

Klassifikationsliste der Weltgesundheitsorganisation ICD-10.

Hier werden unter anderem Abhängigkeitssyndrome durch Alkohol, Opioide,

Cannabinoide, Sedativa, Kokain, Stimulantien, Halluzinogene und multipler