(Vizepräsidentin Christine Schnittker übernimmt den Vorsitz.)
Das ist an bestimmte Bedingungen geknüpft. Es können voll ausgebildete
Lehrkräfte damit bezahlt werden, aber auch Quer- und
Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger, die entsprechend die
Qualifikation nachweisen. Werden diese Personen nicht erreicht, dann
können keine anderen Personen eingestellt werden in Schule, obwohl ja
dadurch, dass Stellen frei bleiben, der Bedarf an Personal in Schule
eigentlich noch höher ist, als wenn die Stellen besetzt sind, sondern diese
Mittel fließen dann zurück an den allgemeinen Haushalt und können dort
zum Stopfen von Haushaltslöchern verwendet werden, und das werden sie
auch in den letzten Jahren.
Das ist aus unserer Sicht falsch! Wir brauchen in Schule mehr Personal, und
zwar auch verschiedenes Personal. Wer arbeitet mittlerweile in Schule? Das
ist nicht mehr nur, dass Sie dort Schülerinnen und Schüler haben und die
Lehrkräfte auf der anderen Seite oder im gleichen Klassenraum
gemeinsam, sondern da sind natürlich weitere Professionen unterwegs,
selbstverständlich Hausmeister, selbstverständlich auch
Geschäftszimmerangestellte, aber auch noch viele mehr.
Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter finden Sie in den Schulen,
Erzieherinnen und Erzieher in der Ganztagsbetreuung, Sie finden
Psychologen, Sozialpädagogen. Wir haben heute Morgen gehört von Herrn
Klieme, dass zukünftig auch Logopäden gebraucht werden in den Schulen.
Also wir haben ein breites Portfolio von multiprofessionellen Teams, die
gemeinsam daran arbeiten, dass die Kinder zum Bildungserfolg, zu ihrem
bestmöglichen Bildungserfolg gebracht werden, und das ist ja unser
gemeinsames Ziel, und deswegen ist es auch der richtige Weg!
Das heißt, diesen Weg sollten wir auch fortsetzen, denn wir laufen in den
nächsten Jahren auf eine Knappheit von Lehrkräften zu, die sich noch
weiter verschärfen wird. Wir haben im April in der Bildungsdeputation das
Personalentwicklungskonzept uns angesehen, und der zusätzliche Bedarf an
Lehrkräften im Land Bremen beläuft sich auf über 2 600 Vollzeitstellen bis
2030 zusätzlich zu denen, die schon da sind, und wenn von denen, die
schon da sind, welche in Pension gehen, dann müssen sie auch ersetzt
Wir haben einen riesigen Bedarf an Lehrkräften. Aus unserer Sicht sind die
Ausbildungskapazitäten der Universität noch zu niedrig. Die müssen auch
weiter ausgeweitet werden, damit wir das schaffen, und selbst dann werden
wir zukünftig noch größere Probleme haben, diese Stellen zu besetzen. Das
würde in der Haushaltsarithmetik dazu führen, dass wir von Jahr zu Jahr
immer mehr Gelder, weil wir es nicht schaffen, diese Stellen zu besetzen, an
den Haushalt zurückführen und diese dem Bildungshaushalt, den
Schülerinnen und Schülern in den Schulen nicht mehr zur Verfügung stehen.
Ich glaube, das ist der falsche Weg, denn wir wollen gute Bildung, wir wollen
beste Bildung, wir wollen die Schulqualität sukzessive gemeinsam in den
Schulen verbessern, und das geht nur mit gutem Personal.
Das geht nur mit gutem Personal, und wenn wir keine Lehrkräfte finden,
dann brauchen wir anderes Personal. In Teilen wird das auch schon
gemacht, im niedrigen Millionenbereich, also zwischen ein und zwei
Millionen, werden die auf Antrag umgewidmet, diese Mittel, und es können