sein kann ja eigentlich erst mal jede Person, die mit Kindern und
Jugendlichen in einem pädagogischen Rahmen arbeitet.
Genau das, finde ich, ist aber das Problem: dass mir bisher völlig unklar ist,
welche Mindestqualifikationen wir suchen. Welche verpflichtenden
Weiterbildungsangebote richten wir an die Leute, die wir dann mit diesem
zusätzlichen Geld in die Schulen bringen? Um welchen Stundenumfang
handelt es sich eigentlich? Ich möchte nicht, dass in der Schule – und ich
überspitze jetzt gerade bewusst – ein neuer Niedriglohnsektor entsteht, und
ich möchte nicht, dass wir Mindestqualifikationen einfach so über Bord
werfen und dass es keine Weiterbildungsperspektiven gibt.
Wenn ich mir vorstelle, dass wir die Schulen mehr öffnen, gerade vor dem
Hintergrund des Fachkräftemangels, dann können wir das so machen, wie
wir es bereits bei den Doppelbesetzungen gemacht haben. Hier haben wir
auch gemerkt, wir würden gern bei den Doppelbesetzungen immer
Erzieherinnen einstellen. Wir haben aber gerade nicht genug Erzieherinnen
auf dem Markt und wollen dieses Geld nicht verfallen lassen. Deswegen hat
man sich darauf geeinigt, die Qualifikationsstandards abzusenken – was ich
natürlich auch sehr bedauerlich finde, aber besser, als das Geld nicht
auszugeben, damit die Schülerinnen wirklich jemanden an der Hand haben
, aber berufsbegleitend verpflichtend dazu Weiterqualifikationen
anzubieten für das Personal, das wir in die Schulen geholt haben.
Ich finde, so kann ein Weg auf jeden Fall aussehen, aber nicht, dass jede
Schule ihr eigenes Süppchen kocht und wir gar nicht wissen, wie das Geld
unter welchen Vorgaben ausgegeben wird.
Wenn wir darüber reden, für was das Geld in der Schule verbleiben könnte –
denn ganz grundsätzlich finde ich diese Richtung auf jeden Fall richtig, und
darüber müssen wir auch weiter nachdenken –, dann müssen wir natürlich
auch den IT-Bereich und die Schulverwaltung in den Blick nehmen, denn
hier ist der Ruf nach Entlastung von den Schulen gerade sehr laut, und ich
kann das sehr gut nachvollziehen. Noch mal auf den Punkt gebracht: Ich
finde es wichtig und richtig, zu überlegen:
Wie kann das Geld – ich bin sofort fertig –, das für die Schulen eigentlich
eingestellt ist, auch an den Schulen bleiben? Ich möchte aber nicht, dass
das ohne Mindestanforderungen, ohne Mindestqualifikation genutzt wird;
und, letzter Satz: Natürlich müssen wir Programme wie beispielsweise das
Back-to-school-Programm ausweiten, übrigens auch auf Bremerhaven,
damit es eben nicht so ist, dass dauerhaft das Geld, das für Lehrkräfte im
Haushalt steht, nicht für Lehrkräfte eingesetzt wird. – Herzlichen Dank!
Als nächste Rednerin hat das Wort
die Abgeordnete Dr. Henrike Müller.
Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen! Vielen Dank an die FDP
Fraktion für den Antrag; ich habe wieder was dazugelernt. Wir schicken
Genesungsgrüße an unsere Kollegin Franziska Tell raus.
Ich würde gerne, weil ich es sehr verwirrend fand, wie zwei Themen hier
miteinander vermengt werden – –, das macht Sinn, aber ich würde es gerne
ein bisschen auseinanderklamüsern. Das eine sind die multiprofessionellen