verbindlich sind. Wir brauchen ein anderes Vorschulkonzept, die Erziehung
in Kindergärten und Vorschulen ist bisher zu wenig als Bildungsauftrag
begriffen worden. Wir brauchen eine Schule für die
Einwanderungsgesellschaft, wir brauchen selbstständige und
eigenverantwortliche Schulen.
Das waren dringende Forderungen von SPD-Altkanzler Gerhard Schröder
nach dem ersten PISA-Schock. Das ist inzwischen 20 Jahre her. Das
Wenigste davon wurde seitdem umgesetzt. Besonders in Bremen hat sich
wenig getan. Im nationalen Bildungsranking belegt Bremen seit
Jahrzehnten den letzten Platz.
(Beifall Bündnis Deutschland)
Ist die Bildung von multiprofessionellen Teams eine Lösung? Nein. Es ist
nur eine von vielen Möglichkeiten, die von der Bildungsbehörde bisher
leider zu wenig genutzt wurden. Dabei sind die Bremer Probleme mehr als
Gerade an den Brennpunktschulen sind viele Lehrer seit Jahren überfordert.
Dort fällt besonders oft der Unterricht aufgrund der hohen Krankenstände
aus. Multiprofessionelle Teams wären mit Sicherheit eine große Hilfe.
Hamburg stieg im Bildungsranking in kurzer Zeit vom drittletzten auf den
sechsten Platz auf, unter anderem mit multiprofessionellen Teams, mit
Lernstandsvergleichen, mit kostenloser Nachhilfestundenzahlerhöhung in
den Fächern Deutsch, Lesen und Mathe, außerdem mit einer
verpflichtenden Vorschule für Kinder mit Sprachdefiziten, die bisher von
Bildungssenatorin Aulepp kategorisch abgelehnt wird.
Hamburgs Schulsenator Ties Rabe von der SPD verriet in einem „buten un
binnen“-Interview, dass er täglich mit Frau Aulepp spricht – doch
anscheinend hat sie ihm bisher nicht so richtig zugehört. Vielleicht ist der
Einsatz von multiprofessionellen Teams ein Weckruf für unsere Senatorin. –
(Beifall Bündnis Deutschland)
Als Nächstes der Abgeordnete
Professor Dr. Hauke Hilz.
Sehr geehrte Frau Präsidentin,
sehr geehrte Abgeordnete! Zurück zum Thema: Ich freue mich, dass
vonseiten der Koalition so viel eigentliche Zustimmung zu diesem Antrag
gekommen ist. Ich finde ja immer oder wir als Freie Demokraten finden ja
immer – und ich sehe das auch, wenn Sie selbst Anträge stellen –, dass so
eine kleine Aufforderung an den Senat immer hilfreich ist, um das Ganze zu
untermauern. Deswegen finden wir die Zustimmung zu unserem Antrag
durchaus gut und wichtig und richtig.
Okay, Sie werden sich jetzt einen anderen Weg aussuchen, aber wichtig und
entscheidend ist, dass wir hier gemeinsam nach Lösungen suchen und dass
wir gemeinsam hier einen Schritt weiterkommen, damit genau das, was in
der Vergangenheit immer passiert ist, nicht passiert: dass das Geld, das
eigentlich für Personal und Schule zur Verfügung steht, eben nicht dafür
genutzt wird. Ich habe das sehr wohlwollend zur Kenntnis genommen.
Frau Strunge, natürlich sind die Punkte, die Sie gesagt haben, alle nicht
verkehrt, und die muss man alle abwägen. Wir wollen natürlich primär
Lehrkräfte einstellen. Das bleibt so, das soll auch so bleiben. Wir brauchen
gute, qualifizierte Lehrkräfte, und wenn wir die nicht kriegen, auch gerne
Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger oder Seiteneinsteigerinnen und