Ich höre, Sie sind nicht so begeistert. Dann sollten wir doch das eine nicht auf der anderen Seite umsetzen.
Nein, einen solchen Kuhhandel wollen wir weder für den Sport noch den Wohnungsbau noch die Kultur. Die Sportflächen haben sich ausschließlich nach dem Bedarf zu richten, weder nach dem Wohnungsbau noch der Kultur hier. Lassen Sie uns die letzte Sportfläche dort in der Gegend erhalten; handeln wir also nicht umgekehrt. – Vielen lieben Dank.
Herr Präsident, meine sehr verehrten Damen und Herren! Lieber Herr Kappe, ich glaube, wenn man sich einmal Ihre Sport- und Wohnungsbaupolitik in den Zeiten, wo Sie hier Verantwortung getragen haben in der Stadt …
Ja, das müssen Sie sich jetzt einfach anhören, weil Sie mit Ihrer Kritik nicht aufhören. Sie schicken sich hier an, wieder Verantwortung übernehmen zu wollen, und da können wir doch einfach einmal sagen, was denn das war, was Sie …
Also wir haben von 2011 bis 2020 600 Millionen Euro in die Sportinfrastruktur investiert, zusätzliche Hallenfelder, jede Menge Plätze haben wir hergerichtet und neu gebaut. Mindestens die gleiche Summe kommt in den nächsten Jahren noch einmal hinzu, und auch Bramfeld hat intensiv davon profitiert. Deshalb ist es sehr wohl möglich, in einer Gesamtabwägung, wo sozusagen der Sport massiv profitiert, wenn man sich das gesamte Flächenpaket anguckt,
Das Interessante an Ihrer Kritik ist ja: Wenn es irgendwo einen Nutzungskonflikt in der Stadt gibt, wo es auch um Wohnungsbau geht, fällt Ihre Abwägung immer, immer gegen den Wohnungsbau aus.
Am Stühm-Süd geht es konkret darum, dass wir da 114 Wohneinheiten schaffen, soziale Infrastruktur, eine Kita und, und, und. Haben Sie dazu einmal einen Vorschlag gemacht, wo Sie sich das an der Stelle vorstellen können? Nein, haben Sie natürlich nicht, weil Ihnen der Wohnungsbau
(Dennis Gladiator CDU: Das ist doch keine Märchenstunde! – Dennis Thering CDU: Das glaubt Ihnen doch keiner!)
Deswegen ist es ein gutes Paket für den Sport, für die Kultur, für den Wohnungsbau, für die Stadtteile, und das werden wir jetzt so auf den Weg bringen. – Vielen Dank.
Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Also entweder interessiert Sie alle der Stadtteil Tonndorf überhaupt nicht oder aber Sie finden das Projekt an der Tonndorfer Hauptstraße richtig gut und haben deshalb 2.1 der Drucksache bisher komplett ausgeklammert. Ich übernehme diesen Part gern, denn die teilweise Bebauung der Küperkoppel und die damit verbundenen Vorteile für Wohnen, Sport und Kultur bieten einen echten Mehrwert für die Tonndorferinnen und Tonndorfer.
An dieser Stelle auch ein Dank an die Freundinnen und Freunde der Zivilgesellschaft Tonndorf, die sämtliche Bedarfe im Stadtteil über Jahre herausgearbeitet und mit den Playern vor Ort mehrfach diskutiert haben.
Zu der Bebauung der Küperkoppel läuft ein mehrstufiges Beteiligungsverfahren, bei dem sich bereits viele Anwohnerinnen und Anwohner eingebracht haben. Eins ist aber jetzt schon klar: Neben Wohnungen und Treffpunkten für Familien wird ein Mix aus Sport und Spielplätzen gewünscht. Daher ist es gut, dass dort zum einen eine hochwertige Multifunktionsanlage für Fußball, Basketball und Handball entsteht und gleichzeitig ein Spielplatz mit über 1 000 Quadratmetern geplant wird.
Darüber hinaus soll eine Begegnungsstätte, ein Treffpunkt für alle entwickelt werden. Das stärkt den Zusammenhalt, das Miteinander und die Gemeinschaft in Tonndorf; und auch der SV Tonndorf-Lohe profitiert. In die neue Heimspielstätte der Sportanlage Grunewaldstraße wurden 2,8 Millionen Euro investiert. Die Sportanlage steht bereits jetzt vollumfänglich für den Sport zur Verfügung.
Mit anderen Worten: Das neue Flutlicht strahlt auf den frischen Kunstrasenplatz, in den sanierten Duschen wird der Sand aus dem Gesicht gewaschen und im neuen Vereinshaus kann sich ein isotonisches Getränk gegönnt werden.
Mit dieser Drucksache unterstützen wir den dringend benötigten Wohnungsbau, Sport- und Stadtteilkultur an der Küperkoppel sowie eine moderne Sportanlage mit großen Entwicklungspotenzialen an der Grunewaldstraße.
Herr Präsident, meine Damen und Herren! Zum Sport ist, glaube ich, eben von Herrn Berk und auch von Senator Dressel alles Notwendige deutlich geworden; da will ich jetzt nichts mehr zu sagen. Ich möchte aber noch etwas zur Schule Lienaustraße sagen, denn das war wirklich ein Sorgenkind von uns, als 2016 die Schule geschlossen wurde, die mitten im Zentrum der Gartenstadt in Berne liegt und ein Konglomerationspunkt für die Bevölkerung gewesen ist. Und dieser Konglomerationspunkt fiel trocken. Deshalb waren wir damals sehr froh, als sich 2020 einige Akteure und Akteurinnen aus der Nachbarschaft zusammengefunden haben und gesagt haben: Wir müssen hier wieder etwas machen. Es war ein Kultur- und Bildungszentrum. Die "Hamburger Morgenpost" schrieb damals: Wunde im Zentrum der Gartenstadt Berne – es gebe neue Ideen.
Nun war dieses KuBiZ, das sich als Verein gegründet hat, nicht in der Lage, ein so umfangreiches Projekt zu realisieren, die Schule zu sanieren, sie behindertenfreundlich auszugestalten. Deswegen war es ein Glücksfall, dass die Genossenschaft fux hier mit hineingekommen ist, zusammen mit dem tus Berne, und sie gesagt haben: Wir packen das zusammen an, wir wollen das als Projekt für den Stadtteil entwickeln, und wir wollen es als ein Projekt machen, das denjenigen, die nicht so viel Miete zahlen können, hier eine Möglichkeit bietet, hineinzukommen. Das ist jetzt so weit auf den Weg gebracht; darüber bin ich sehr glücklich. Es ist ein Projekt, das auch selbst verwaltet wird von denen, die es nutzen. Das ist etwas, was neu hinzukommt und was, glaube ich, auch sehr viel Innovationskraft für die Zukunft haben wird.