(Gabriele Měšťan, DIE LINKE: Das blendet ihr aus. – Michael Andrejewski, NPD: Sind schon mal Polen in Deutschland einmarschiert? – Zurufe von Volker Schlotmann, SPD, und Irene Müller, DIE LINKE)
Meine sehr verehrten Damen und Herren, angesichts dieser Tatsachen bleibt uns aber nicht nur die Ablehnung Ihres Antrages,
wir sind verpflichtet, über das Treiben und die Zielstellungen der HDJ, deren Führer oft genug ihre wahre Herkunft verschweigen, aufzuklären.
dass so manche Ehepaare von heute schon als Kinder gemeinsam auf Fahrt und im Zeltlager waren und heute gern ihre Kinder in die Lager schicken.
(Beifall bei Abgeordneten der Fraktionen der SPD, CDU, DIE LINKE und FDP – Jörg Heydorn, SPD, und Dr. Norbert Nieszery, SPD: Jawohl!)
Wir dürfen daher nicht weiter tatenlos zusehen, wie sie in einheitlichen „T-Hemden“ am Lagerfeuer sitzen, Gemüsekuchen essen und die Kinder verdummen. Ich bin daher der festen Überzeugung, dass wir neben der inhaltlichen Auseinandersetzung mit der HDJ und dem weiteren Ausbau demokratisch verfasster Jugendstrukturen
(Beifall bei Abgeordneten der Fraktionen der SPD, CDU, DIE LINKE und FDP – Dr. Norbert Nieszery, SPD: Sehr gut, Herr Ritter! – Dr. Wolfgang Methling, DIE LINKE: Jawohl! – Gabriele Měšťan, DIE LINKE: Genau. – Zuruf von Stefan Köster, NPD)
(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Noch mal? – Stefan Köster, NPD: Ja, natürlich, Sie haben ja noch nicht genug! – Michael Andrejewski, NPD: Sie schreien doch nach mehr! – Zuruf von Udo Pastörs, NPD)
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Peter Lustig! Ihr Gegeifer lässt erahnen, worin Ihr Problem mit der HDJ besteht.
Doch dies hält mich nicht davon ab, weiterhin die höchste Auszeichnung des Landes für die ehrenamtliche Tätigkeit der HDJ zu fordern.
Aber nicht nur die Jugendarbeit der HDJ, sondern auch das Angebot der NPD für Jugendliche und Kinder passt Ihnen nicht in den Kram.
Beim Kinderfest in Ueckermünde beispielsweise konnte man kommunale Stadtvertreter Flugblätter verteilen sehen. Um nicht selber Jugendarbeit betreiben zu müssen, machen Sie es sich einfach und schwingen die Verbotskeule oder Sie beteiligen sich direkt am Verfall unserer Jugend.
363 Personen mussten allein bei der Abschlussveranstaltung dieses Rauschfestes durch medizinisches Personal behandelt werden.
Oder schauen wir noch tiefer in linke Jugendarbeit. Beleidigung, Bedrohung, Diebstahl, Sachbeschädigung, Brandstiftung, unterlassene Hilfeleistung, sexuelle Nötigung, sexueller Missbrauch widerstandsunfähiger Personen, Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und gegen das Asylgesetz
sind nur Auszüge von Straftaten, begangen beim alljährlichen Punkrockfestival Force Attack in der Nähe von Rostock.
(Dr. Wolfgang Methling, DIE LINKE: Und das ist linke Jugendarbeit. – Zuruf von Michael Andrejewski, NPD)
Wir von der HDJ wie von der NPD haben diesem Verfall unserer Jugend den Kampf angesagt und daran werden Ihre Verbote auch nichts ändern.
(Birgit Schwebs, DIE LINKE: Sie sehen doch, was dabei rauskommt, wenn man solche Jugendarbeit macht!)
Und zum viel beschworenen Geschirrhandtuch, das die Beamten da ja beschlagnahmt haben, ist eigentlich nur Folgendes zu sagen:
Gemäß der Fragestunde vom 14.06.2007 zum Thema Bewaffnung von linksautonomen G8-Gegnern bleibt laut der Logik des Innenministers Caffier eine Kartoffel immer noch eine Kartoffel und ein Nagel bleibt immer noch ein Nagel,
(Michael Andrejewski, NPD: Ja, ganz harmlos. – Stefan Köster, NPD: Das ist das Spielzeug der Linken.)