zum Beispiel Smithfield aus den USA mit riesigen Mastanlagen, über 100.000 Tiere. Der Erzeugerpreis liegt hier bei unter 90 Cent pro Kilogramm Schlachtgewicht, in Deutschland liegt er derzeit bei 130 Cent. Bei offenen Grenzen bedeutet das, dass alle die Betriebe, die sich nicht diesen industriellen Standards unterordnen, kaputt gemacht werden, weil es keinen Schutz dafür gibt. Das heißt, der, der den Tierschutz am stärksten bekämpft, der nur auf ökonomische Kennziffern setzt und dem letztendlich die Folgen dieser industriellen Anlagen egal sind, der macht andere kaputt.
(Dr. Wolfgang Methling, DIE LINKE: Wo gibt es denn Schweinefleisch aus den USA? – Gabriele Měšťan, DIE LINKE: Bei Herrn Borrmann. – Zuruf von Beate Schlupp, CDU)
(Dr. Armin Jäger, CDU: Da freuen die sich aber. – Beate Schlupp, CDU: Da werden die sich aber freuen.)
(Heiterkeit bei Abgeordneten der Fraktionen der SPD und CDU – Irene Müller, DIE LINKE: Schweinefleisch, ja.)
Ja, das ist nun mal so. Frau Bretschneider, ich weiß ja nicht, ob Sie zu Hause noch kochen. Ich kann kochen.
(allgemeine Unruhe – Heiterkeit bei Abgeordneten der Fraktionen der SPD, CDU, DIE LINKE und FDP – Heinz Müller, SPD: Ich koche, wenn ich Sie höre.)
Und gesundes Fleisch erhält ein, und gesundes Fleisch erhält ein Landwirt nur in Verbindung und Achtung
aus ihrer Seele eine Mördergrube zu machen, aus ihrem Acker eine Sandwüste, aus ihrem Hof ein Genklo und aus ihrem Stall ein Schweine-KZ.
(Wolf-Dieter Ringguth, CDU: Die Sendung mit der Maus. – Heiterkeit bei Abgeordneten der Fraktionen der CDU und FDP)
die im „Report Mainz“ zu sehen war. Dort werden namhafte Wissenschaftler zitiert, unter anderem Albert Osterhaas, Osterhaus,
Leiter des Instituts für Virologie an der Universität von Rotterdam. Er führt an, bislang ist dieses Schweinevirus H1N1 ein harmloses Virus, erst eine Mutation machte es für Menschen gefährlich. Was hat das mit Massentierhaltung zu tun? Eine erste Antwort finden wir in den USA beim größten klinischen Forschungszentrum der Welt. Die staatlichen US National Institutes of Health haben bereits 2006 vor möglichen gefährlichen Folgen von
Weil die Massentierhaltung dazu neigt, eine große Zahl von Tieren auf engstem Raum zu konzentrieren, fördert sie die schnelle Übertragung und Vermischung von Viren. Alles nur Quatsch, Frau Reese.
Und ich frage, letzter Satz: Die Bürger des Landes fragen sich natürlich, wie es kommt, dass ausgerechnet in Bad Kleinen, wo Vizepräsident Kreher Bürgermeister ist, eine riesige Mastanlage von Hühnern und Schweinen existiert. Vielleicht spricht das ja auch für den Liberalismus der FDP. Solange der Profit rollt, spielt die Gefährdung der Bevölkerung keine Rolle. – Danke.
(Beifall bei Abgeordneten der Fraktion der NPD – Jörg Vierkant, CDU: Eben ist die Sonne untergegangen. – Peter Ritter, DIE LINKE: Scheint die Sonne noch so schön, einmal muss Borrmann nach Hause gehn.)
Wir kommen zur Abstimmung über den Antrag der Fraktion der NPD auf Drucksache 5/2542. Wer dem zuzustimmen wünscht, den bitte ich um ein Handzeichen. – Danke. Die Gegenprobe. – Danke. Enthaltungen? – Damit ist der Antrag der Fraktion der NPD auf Drucksache 5/2542 bei Zustimmung der Fraktion der NPD, aber Ablehnung der Fraktion DIE LINKE, der SPD, der CDU und der FDP abgelehnt.
Meine Damen und Herren, wir sind am Schluss der heutigen Tagung. Ich berufe die nächste Sitzung des Landtages für Mittwoch, den 17. Juni 2009, 10.00 Uhr ein. Damit ist die Sitzung geschlossen. Guten Heimweg.