Die Menschen, die in ihm arbeiten, die Lehrer, die sich bemühen und die engagiert sind, fördern unsere Kinder individuell und kümmern sich um sie. Damit sie das können und entlastet sind, haben wir diese zusätzlichen Einstellungen vorgenommen. Deshalb haben wir das zu unserem zentralen Thema gemacht. Denn wir wissen: Nur dort, wo wir Kinder genau da mitnehmen, wo sie stehen,
wo sie ihre besonderen Begabungen und Ausprägungen haben, aber vielleicht auch ihre Defizite und wo man andere Stärken betonen muss, müssen wir ansetzen, und das tun wir.
Das haben Sie nicht getan. In all den Jahren, in denen Sie Verantwortung getragen haben, haben Sie alles versucht, Schule auf ein Mittelmaß zu bringen. Das war Ihre Schulpolitik, die letztlich dafür gesorgt hat, dass wir in den PISA-Tests so weit abgefallen sind. Das waren doch nicht wir. Wir tragen seit 2005 die Verantwortung. PISA hat 2003 stattgefunden, Frau Beer. Das ist das Ergebnis Ihrer desaströsen Bildungspolitik. Sie haben gesagt: Ach, wir machen alles. Wir fördern individuell. Bei uns im Land ist alles in Ordnung.
Frau Schäfer als ehemalige Schulministerin hat xmal hier an dieser Stelle gestanden und behauptet, es sei alles in Ordnung. Nichts wurde gemacht. Die Lehrer waren alleingelassen.
Wir sorgen dafür, dass es Konzepte zur Fortbildung der Lehrerinnen und Lehrer gibt, die aktuell in der Mache bzw. zum Teil fertig sind. Wir sorgen dafür, dass sie bald in die Fläche gebracht werden.
Wir werden dafür sorgen, dass unsere Lehrerinnen und Lehrer weitergebildet werden, um dieser Aufgabe noch besser nachkommen zu können als bisher.
Frau Stotz, wenn Sie in Ihrem Antrag fordern, wir mögen doch ein Konzept zur individuellen Förderung vorlegen, muss ich Ihnen sagen: Sie haben es wirklich nicht verstanden. Es gibt kein Konzept, es gibt unzählige Konzepte. Wenn man individuell fördern will, muss man individuell beim Kind ansetzen. Das sieht überall – in jeder Schule und bei jedem Kind – anders aus. Als Lehrer muss man sehen, dass man das zusammenfügt. Man muss die Lehrer dazu befähigen. Das ist unser Anliegen. Dafür haben wir Maßnahmen und Fortbildungen auf den Weg gebracht.
Wenn Sie darum trauern, dass es Soest nicht mehr gibt, muss ich Sie fragen: Haben die denn überirdische Fortbildungen angeboten?
Ich kann mich wirklich nicht daran erinnern, dass das jemals der Fall gewesen sein soll. Es ist gut, dass es das nicht mehr gibt.
und die dafür sorgen werden, dass wir diese individuelle Förderung weiter fortsetzen und umsetzen können. Wir haben sogleich damit begonnen, als wir die Verantwortung für dieses Land über
Vielen Dank, Frau Kollegin Pieper-von Heiden. – Nun hat für die Landesregierung Frau Ministerin Sommer das Wort. Bitte schön, Frau Ministerin.
Frau Präsidentin! Guten Abend, meine Damen und Herren! Die individuelle Förderung steht erstmals in einem Schulgesetz. Ich bin der Auffassung, dass die individuelle Förderung auch in den Schulen angekommen ist.
Meine Damen und Herren von der Opposition, indem Sie hier von einem Schlagwort sprechen, werten Sie meines Erachtens die sehr erfolgreiche Arbeit in den Schulen ab. Sie fordern Stellen ein. Natürlich sind Stellen wichtig, und wir haben diese Stellen auch geschaffen; wir haben aber noch mehr getan: Wir haben die Schulen auf vielfältige Weise unterstützt und wollen diese Unterstützung weiter ausbauen. Wir haben gehandelt. Sie fordern Dinge, die zwischenzeitlich längst Realität geworden sind.
Wir sind bereits viel weiter, als Sie in Ihrem Antrag fordern. Ein Rahmenkonzept zur individuellen Förderung liegt längst vor. Wir haben individuelle Förderung zu einem Schwerpunkt der Lehrerfortbildung gemacht. Frau Beer, an diese Stelle kann ich es Ihnen nicht ersparen, dass wir 30 Gütesiegelschulen haben; darüber hinaus gibt es noch 60 weitere Bewerbungen.
(Sigrid Beer [GRÜNE]: Dann hören Sie auf Ihre Gütesiegelschulen! Die sagen auch, dass wir keine Kopfnoten brauchen!)
Unter diesen Gütesiegelschulen, liebe Kollegin Beer, sind auch Gesamtschulen, die sehr betroffen darüber wären, wenn sie wüssten, dass sie „Brimbamborium-Schulen“ genannt werden.
Es gibt in diesen Schulen ein Bewusstsein dafür, dass jeder Schüler und jede Schülerin mitgenommen werden muss.
Erstens. Sie haben ihre Schulkultur verändert. Das bezieht sich auch auf die Zusammenarbeit im Kollegium, mit den Schülerinnen und Schülern und mit den Eltern.
Zweitens. Sie haben Ihre Unterrichtsorganisation verändert, indem sie beispielsweise vorhandene Förderstunden flexibel einsetzen.
Drittens. Sie haben den Unterricht selbst verändert – das ist der wichtigste Punkt –; denn nur, wenn der Schüler und die Schülerin mit ihren jeweiligen Bedürfnissen im Mittelpunkt des Unterrichts stehen, kann Unterricht effizient sein.
Meine Damen und Herren von der Opposition, ist es nicht zu kurz gedacht, wenn Sie Stellen fordern und auf vorgegebene Konzepte hoffen? Wir geben diese Stellen, aber wir setzen auch deutlich auf Eigenverantwortung.
Leider ist heute Abend meine ehemalige Kollegin, Frau Schäfer, nicht mehr unter uns. Aber ich denke, es wird Möglichkeiten geben, ihr meine Antwort zu übermitteln. Vergangene Woche hat mich Frau Schäfer im Schulausschuss sinngemäß gefragt, was ich denn zu meiner Zeit als Schulrätin während ihrer Zeit als Schulministerin getan habe, um die individuelle Förderung voranzutreiben. Die Antwort gebe ich vor diesem Hohen Haus:
Denn wie hätte man sie umsetzen können, wo doch die Schulen permanent zu wenig Stellen hatten. Auch Konzepte für die Umsetzung wurden nicht konkretisiert. Diese Voraussetzungen haben wir endlich erfüllt.
Liebe Frau Stotz, wahrscheinlich hatten Sie gedacht, dass ich jetzt die Auflistung unserer Wohltaten noch einmal hervorziehe. Ich tue das nicht.
Es reicht eigentlich eine Zahl. Es stehen insgesamt mehr als 18.000 Stunden für individuelle Förderung zur Verfügung. Das spricht für sich.