Protokoll der Sitzung vom 27.01.2023

Oft führt Langeweile zu Medienkonsum. Nicht erst seit der Pandemie wissen wir, dass wochenlang erhöhter Medienkonsum einen negativen Einfluss auf die Gesundheit und Entwicklung von Kindern hat. Ein gesetzlicher Anspruch der Ganztagsbetreuung würde somit auch die Chancengleichheit bei Schulbeginn begünstigen.

Für Kinder ist der Übergang von der Kita zur Schule ein großer Einschnitt im Leben. Umso wichtiger ist, dass durch gute Kooperation der einzelnen Einrichtungen dieser Übergang gut begleitet und gestaltet wird. Fähigkeiten und Kompetenzen, die in der Kita erlangt und gestärkt wurden, dürfen auf dem Weg zur Einschulung nicht verloren gehen.

Es muss sichergestellt werden, dass die Kinder von der Schule an der Stelle abgeholt werden, an der die Kita sie entlässt. Dafür müssen die Angebote der schulischen Ferienbetreuung so weit ausgebaut werden, dass die zukünftigen Schüler ab den 1. August zumindest für zwei bis drei Wochen bereits vor der Einschulung betreut werden können.

Es muss jetzt sofort eine strukturelle Lösung für den lückenlosen Übergang gefunden werden. Die Schulträger müssen die kommenden Erstklässler in der Schulentwicklungsplanung in der Ganztagsbetreuung einplanen.

Auch beim dänischem Schulverein ist man bemüht, dort, wo es personell möglich ist, individuelle und lokale Lösungen zu stricken. Umso ärgerlicher ist es, dass es immer noch keine geregelte kommunale Finanzierung des „Offenen-Ganztags-Angebot“ des Schulvereins gibt. Für uns als SSW steht fest: Wir brauchen verlässliche landesweite Regelungen.

(Jette Waldinger-Thiering)