Protokoll der Sitzung vom 13.12.2023

Meine Damen und Herren! Es sind eben nicht alle Sachsen digital unterwegs. Das wird offensichtlich gern übersehen. Wieder einmal werden die oft nicht wohlsituierten Alten vergessen. Wie abgehoben muss man in den grünen Ministerien sein, um sich so etwas auszudenken? Offenbar sind Sie aus dem normalen Leben entrückt, in einem geistigen Wandlitz befindlich, so, wie es das Politbüro von Erich Honecker einst war.

(Staatsministerin Barbara Klepsch: Oh Gott!)

Ja, genauso nehmen die Bürger Sie inzwischen wahr.

(Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE, steht am Mikrofon.)

Herr Mayer, gestatten Sie eine Zwischenfrage?

Nein. – Die Petenten wandten sich dann im Sommer 2023 in ihrer Verzweiflung an den Landtag und erhofften Hilfe. Die Stellungnahme des grün geführten Ministeriums bestätigte den Sachverhalt. Die SAB war inzwischen beauftragt worden, eine Liste von Bürgern zu erstellen, die den Antrag nicht digital stellen können, um diesen Bürgern dann Hinweise zur Vorbereitung der Antragstellung in Papierform und die Information, ab wann die Papieranträge durch die SAB versandt werden, zuzusenden. Also: Hinweise zum Ausfüllen der später vielleicht zu erwartenden Formulare. Das ist doch blanke Satire, die hier betrieben wird. Warum verachten Sie die sächsischen Bürger so sehr?

(Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE, steht am Mikrofon.)

Herr Mayer, ich frage noch einmal, ob Sie eine Zwischenfrage gestatten?

Nein. – Viel Aufwand in Sachsens Bürokratie. Dem älteren Ehepaar half jedoch niemand. Das Ehepaar kümmerte sich nun selbst. Sie recherchierten, ob sie überhaupt Härtefallhilfe erhalten würden. Die recherchierte Antwort war leider: nein. Denn 1 800 Euro Mehrkosten im Jahr reichen eben noch nicht für eine staatliche Unterstützung. Hätte man diese kurze Abschätzung und Berechnung nicht bereits beim ersten Kontakt von der SAB mitteilen können? Aber vielleicht wäre das auch zu bürgerfreundlich gewesen.

(Zuruf des Abg. Rico Gebhardt, DIE LINKE)

Das ist für sächsische Bürokraten undenkbar. Daher verzichtete das Ehepaar mittlerweile auf die schriftliche Antragstellung für die Härtefallhilfe bei der SAB.

(Sören Voigt, CDU, steht am Mikrofon.)

Herr Mayer, würden Sie eine Zwischenfrage gestatten?

Nein. – Der Fall hat sich quasi erledigt. Die Menschen sind von der Regierung enttäuscht. Es kam viel heiße Luft, aber keine Hilfe. Diese Petition verdeutlicht, wie Ihre unsinnige grüne Energiewende sächsische Bürger in die Armut treibt – und Sie lachen darüber.

(Zuruf des Abg. Rico Gebhardt, DIE LINKE – Sabine Friedel, SPD: Nein, wir finden es nicht in Ordnung, diese Petition so vorzustellen! – Unruhe)

Treten Sie endlich zurück! Ihre Unfähigkeit, Herr Minister Günther, von dem die Antwort kam – –

Die Redezeit ist abgelaufen, Herr Mayer.

Ihre Unfähigkeit haben Sie ja nun schon oft genug bewiesen. Und wenn Sie – – Genau, Sie lachen darüber. Das Volk sieht, dass Sie darüber lachen.

Ihre Redezeit ist immer noch abgelaufen, Herr Mayer.

Danke schön.

Bitte schön.

(Beifall bei der AfD)

Das war Herr Mayer für die AfD-Fraktion. Herr Hösl möchte jetzt gern für die CDU-Fraktion etwas dazu sagen.

(Martina Jost, AfD: Bitte zu Protokoll!)

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Ich muss erst einmal eine Zwischenfrage stellen. Herr Mayer, das war ja Ihre Petition. Wir hätten das gern im Petitionsverfahren, im Petitionsausschuss einmal diskutieren können.

(Zuruf des Abg. Marco Böhme, DIE LINKE)

Aber da gab es wohl das Einvernehmen auch mit unserer Fraktion. Ich weiß gerade nicht, was dieser Redebeitrag sollte.

(Norbert Mayer, AfD, steht am Mikrofon – Sabine Friedel, SPD: Wollen Sie jetzt eine Zwischenfrage stellen? – Zuruf: Herr Mayer möchte eine Zwischenfrage stellen!)

Herr Hösl, gestatten Sie eine Zwischenfrage?

Ja, selbstverständlich.

Herr Mayer, bitte schön.

Eine Kurzintervention wäre das.

(Lebhafter Widerspruch)

Okay, aber das ist ja egal. Herr Hösl – –

Nein. Herr Mayer, Sie müssten jetzt eine Zwischenfrage stellen. Die Kurzintervention – –

Dieser Fall wurde ja erst von der Regierung ganz anders beantwortet.

(Zurufe von der CDU: Frage!)

Sie haben sich dann darauf geeinigt, meinen Vorschlag, weil ich ja mit den Leuten gesprochen habe – –

(Unruhe – Zurufe: Frage?)

Darf ich Herrn Mayer nach der Frage fragen? Herr Mayer, Ihre Frage bitte. Sie müssten jetzt eine Frage formulieren. Es steht bei uns in unserer Geschäftsordnung. Wir versuchen – –

Herr Hösl, was an meinem Vortrag war denn falsch? Erklären Sie mir das einmal. Was war denn keine Verhöhnung dieser Bürger? Es wäre doch interessant, das von Ihnen zu hören.

Sie als Berichterstatter hatten jederzeit die Möglichkeit, den Bericht anders zu verfassen und anders zu formulieren und mit uns zu diskutieren. Deshalb finde ich es sehr schade, dass Sie als Berichterstatter dort die Petition für erledigt erklären.

(Heiterkeit bei der CDU und der LINKEN – Zurufe der Abg. Nico Brünler, DIE LINKE, und Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE – Unruhe)

Deshalb verstehe ich das nicht. Schlussendlich hat sich das für mich erledigt.

Ich möchte nur noch einen Hinweis geben: In Zeile 2 ist ein Rechtschreibfehler.

(Anhaltende Unruhe)

Danke schön. Alles klar.

Vielen Dank.

(Lebhafter Beifall bei der CDU – Zuruf: Herr Mayer hat eine Kurzintervention!)

Das war Herr Hösl für die CDU-Fraktion. Herr Mayer, jetzt können Sie intervenieren – kurz.

Vielen Dank, Frau Präsidentin. Nachdem ich mit den Bürgern gesprochen hatte, haben sie festgestellt, dass sie gar keine Härtefallhilfe bekommen können – wie ich es gerade geschildert habe –, weil sie hier einer Veräppelung, sagt man vorsichtshalber, durch die Regierung erlegen sind.