dass es nicht dazu führt, dass man jemanden stigmatisiert. Manche Dinge passen uns, manche nicht. Es kommt immer darauf an, wie wir damit umgehen und dass wir das in die richtigen Bahnen lenken. - Vielen Dank.
Als nächste Rednerin kommt Frau Anger an das Rednerpult. Vorher möchte ich, wenn es das Plenum zulässt und wenn es ein bisschen Ruhe einkehren lässt, ganz herzlich Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule „Am Park“ in Möckern begrüßen, die auf der Tribüne Platz genommen haben.
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Unsere Kinder schützen, dem Kinder- und Jugendschutz einen wichtigen Stellenwert in unserer Gesellschaft einräumen - das tun wir, indem wir genau solchen Anträgen der rechtsextremen Fraktion hier im Haus klar und deutlich widersprechen und diese ablehnen.
Unter dem Deckmantel der Rechte der Eltern auf Erziehung ihrer Kinder sowie deren Rechte auf freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit soll hier Indoktrination durch die rechtsextreme Fraktion stattfinden.
Vor genau diesen Gefahren warnen wir; denn die AfD ist eine Gefahr für die Entwicklung unserer Kinder.
(Beifall bei der LINKEN - Lachen bei der AfD - Zuruf von der AfD: Herr Fuchs und Frau Els- ter, oder was? - Weitere Zurufe von der AfD)
Es ist die AfD, die sich der Falschinformationen und der bewussten Narrative Rechter bedient. Sie will bewusst Hysterien schüren,
und sie versucht einmal mehr, die Fakten zu verdrehen und die Vielfalt der Gesellschaft infrage zu stellen.
Zu einer demokratischen Gesellschaft gehört unzweifelhaft das Recht auf Selbstbestimmung und auch auf sexuelle Selbstbestimmung. Bestimmte Lebensweisen und sexuelle Orientierungen vorzuschreiben, gehört eindeutig nicht dazu. Daher ist es wichtig, in allen Bildungseinrichtungen Vielfalt ausdrücklich anzuerkennen. Es gehört auch dazu, über damit zusammen- hängende Themen zu sprechen.
Kinder werden so altersgerecht in ihrer Urteilsfähigkeit und Selbstbestimmung gestärkt. Wir schützen die Kinder durch Aufklärung und Kommunikation.
Projekte wie der Medienkoffer - den sollte sich die AfD-Fraktion vielleicht einmal ausleihen; der wäre zumindest dem Entwicklungsstand entsprechend -
sind hierfür wertvoll. Hier geht es um Information, und zwar altersgerechte. Es geht um Vielfalt von Geschlechtern sowie um das wertschätzende Kennenlernen von unterschiedlichen Lebens- und Familienformen. Kinder werden mithilfe der Materialien in der Entwicklung ihrer geschlechtlichen Identität begleitet, damit sie sich zu selbstbestimmten Persönlichkeiten entwickeln können. Es geht um ein zeitgemäßes Verständnis, also um eines aus dem 21. Jahrhundert.
Meine Damen und Herren! Umerziehen will hier im Haus nur eine Fraktion, und zwar mit antifeministischen, verschwörungsideologischen,
(Beifall bei der LINKEN - Matthias Büttner, Staßfurt, AfD: Haben Sie auch noch etwas zu sagen? - Zuruf: So ein Gesafte!)
der eng mit dem Begriff der Rassenhygiene verbunden ist - soll ein Bedrohungsszenario geschaffen und sollen Eltern verunsichert werden.
Indoktrination ist allein das, was die rechts- extreme AfD will. Das von der AfD propagierte Ideal der völkischen Familie schadet unseren Kindern.
Uns geht es um die Repräsentation einer Vielfalt, die in der gelebten Wirklichkeit bereits angekommen ist. Die Diffamierungen von gesellschaftlicher Vielfalt sind eindeutig abzulehnen, genau wie dieser Antrag. - Vielen Dank.
Vielen Dank, Frau Anger. - Ich sehe keine Nachfragen oder Interventionen. Deswegen kommt jetzt Herr Pott von der FDP-Fraktion an das Rednerpult.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Kolleginnen und Kollegen! Aufklärung ist ein wichtiges Thema, auch im geschlechtlichen Kontext,