Du warst ja lange genug im Sport. Du warst ja lange genug derjenige, der Präsident im Landessportbund war. Aber ich fasse noch einmal zusammen. Wir haben noch einmal Sport heute Abend.
Frau Ministerin hat eine Menge gesagt. Dem brauchen wir auch nichts hinzuzufügen. In Bezug auf Klimaschutz haben wir alles gesagt. Die Fachverbände arbeiten. Das Land arbeitet. Die Politik arbeitet. Der Landessportbund arbeitet. Der SPD-Kollege hat das auch zusammengefasst. Dazu müssen wir auch nichts mehr sagen.
Wenn es einen Sportverein geben sollte, der das nicht macht, dann machen die etwas falsch. Das kann ich mir auch nicht vorstellen. Also, wir sind alle auf dem richtigen Weg. Dass das Thema dieses Antrages aktuell ist und immer aktuell bleiben wird, darin sind wir uns alle einig. Aber der Inhalt dieses Antrages ist überflüssig, überholt und zeugt wirklich von null Ahnung bei den Antragstellenden. - Vielen Dank.
Danke, Herr Borchert. - Vielleicht wollte Herr Gallert noch etwas fragen, das sah so aus. Aber Herrn Borchert interessiert das, glaube ich, nicht.
Kollege Borchert, jetzt sprechen wir einmal zwischen zwei Grundschullehrern. Meine Frage ist: Warum sagen Sie, dass dieser Antrag von den LINKEN überflüssig ist?
Doch, haben Sie gerade. Wenn Sie ihn einmal ordentlich gelesen hätten, wenigstens die Überschrift, dann hätten Sie festgestellt, dass die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ihn eingebracht hat. Also, wenigstens die Überschrift sollte man lesen, bevor man ihn beurteilt. - Danke.
An dieser Stelle habe ich keine Chance. Die Kritik nehme ich logischerweise an und entschuldige mich dafür. An dieser Stelle bin ich zu weit geprescht.
beruhigen, wir haben nicht nur die Telefonnummer vom LSB und dort von unterschiedlichen Leuten, sondern sogar deren E-Mail-Adressen. Ich darf Ihnen versichern, dieser Antrag ist im Entwurfsstadium zum LSB gegangen. Es gab hilfreiche Hinweise in der Rückmeldung. Die haben wir einbezogen.
Dieser Antrag enthält auch Wissen aus dem LSB, und zwar ganz bewusst; denn uns ist nämlich klar, wie die Situation bei den Sportvereinen im Land ist. Ich weiß nicht, inwieweit der Ehrenvorsitzende des LSB noch in das Exekutivgeschäft involviert ist. Vielleicht ist das eine Gelegenheit auch für Sie, dort noch einmal intensiver hineinzugucken.
Die Rückmeldung, die wir an dieser Stelle aus den Sportvereinen und vom LSB kriegen, sind: Wir haben ein Problem mit Energiekosten. Wir haben ein Problem mit Herausforderungen bei der Klimaanpassung auf unseren Sportanlagen. Wir wünschen uns Unterstützung. Wir sehen an dieser Stelle noch nicht ausreichend Unterstützung aus der Landes- und Bundespolitik. Deswegen finden wir es gut, wenn das auch im Landtag debattiert wird. - Das als Vorbemerkung.
Beim Thema Energiepreise muss etwas getan werden. Ja, ich kann mich hinstellen, wie Herr Grube, und sagen: Die EnEV gilt. - Stimmt. Aber so furchtbar viel Neubau machen wir in Sachsen-Anhalt im Bereich der Sportstätten nicht. Hier fiel die Formulierung, die würden sich da den Arsch aufreißen - das stimmt.
Sie wünschen sich Unterstützung von uns. Sie wünschen sich konkrete Informationen, was sie besser machen können. Das liefern wir. Das macht den Unterschied zu einem Ökocheck. An dieser Stelle sind andere Bundesländer weiter,
Jetzt müssen Sie, Herr Silbersack, mir noch an dieser Stelle sagen, wo Sie das mit den Kunst- rasenplätzen herhaben. Ich kann mich, ehrlich gesagt, nicht erinnern, dass ich das hier zum Thema gemacht habe. Dort sind Lösungen zu finden, keine Frage. Aber dass das für uns eine Rolle gespielt hätte und dass wir da irgendetwas verbieten wollten: Sorry, no way. Das gab es von uns nicht.
Sehr geehrter Herr Kollege Striegel, es tut mir leid, aber Ihre Rede und der Antrag zeigen eigentlich die völlige Unkenntnis von Ihnen in Bezug auf die Situation in Sportvereinen. Als Vorsitzender der Sportjugend Börde und auch als Vorsitzender oder langjähriger stellvertre-
tender Vorsitzender eines Handballvereins lade ich Sie gern einmal zu uns ein, dann können Sie sich einmal die Probleme der Vereine angucken.
Das sind garantiert nicht die, die Sie hier im Antrag niederschreiben. Wir haben eher damit zu kämpfen, Schiedsrichter und Übungsleiter zu finden, damit wir noch mehr Kinder für den Sport begeistern können. Solche Anträge, wie die von Ihnen, verhindern eigentlich noch mehr, dass sich Leute für den Sport oder für andere Sachen engagieren. Ich weiß nicht, ob Sie selber schon einmal einen Antrag gestellt haben beim Sportförderungsprogramm oder sonst irgend- etwas, aber dieser Antrag, tut mir leid, zeigt den völligen Wahnsinn.
Einen Satz vielleicht noch zu unserer Sportstättenförderung. Die ist gut so, wie sie ist. Der LSB leistet dort hervorragende Arbeit, zusammen mit den KSB und den Vereinen. Aber dieser Antrag war, wie gesagt, nicht hilfreich für die Vereine. - Danke.
Herr Kollege Teßmann, wissen Sie, wir hätten einen Antrag zu all den Problemen des Sports schreiben können. An dieser Stelle sind die von Ihnen beschriebenen Probleme total real. Die betreffen nicht nur die Börde. Die betreffen viele Sportvereine, wahrscheinlich fast alle im Land.
Das war nicht Ziel dieses Antrages. Hier ging es um Klimaschutz und Klimaanpassung im Sport. Das ist ein weiterer Aspekt, ohne sozusagen die Frage der Gültigkeit der anderen Probleme wegzulegen. Aber Sie müssen es tatsächlich schaf-
fen, in der Politik und im Sport die unterschiedlichen Probleme, die sich gleichzeitig stellen, auch gleichzeitig zu bearbeiten. Dazu ist unser Antrag ein Beitrag.
Herr Kollege Striegel, ich wollte mich ja eigentlich nicht noch einmal zu Wort melden, aber dann haben Sie gesagt, Sie wollen den Vereinen konkrete Antworten geben. Die hätten wir von Ihnen auch gern gehabt. Sie haben ein konkretes Beispiel genannt, wie sich der Sport an das Klima anpasst. Sie haben das Mattenspringen genannt.
Das erste öffentliche Mattenspringen hat Hans Renner, DDR-Skisprung-Trainer, erfunden und dieses fand am 20. November 1954 statt. Es ist nämlich eine Trainingsmaßnahme gewesen, dass die Jungs - damals nur Jungs - im Sommer trainieren konnten. Das hatte nichts mit Klimaanpassung zu tun. Das war 14 Jahre vor dem Club of Rome.
Zur Frage, wofür wir in der Sportförderung Geld ausgeben. Wir ringen gerade in der Koalition darum, Geld für ein Schwimmhallen-Sanierungsprogramm zu finden, damit die Kinder schwimmen lernen und im Sommer nicht absaufen, weil sie keine Schwimmkurse bekommen haben.
Wenn ich mich entscheide, ob ich das Geld für die Kids zum Schwimmenlernen ausgebe oder für einen Ökocheck, wo im Sportatlas steht, was man machen müsste, wenn man Geld hätte, aber das Geld nicht hat, dann nehme ich es für die Kinder.
Es geht darum, dass tatsächlich beides notwendig ist. Sie müssen die Anpassung hinkriegen, dass wir die Schwimmhallen hinbekommen - wir brauchen guten Schwimmunterricht für Kinder, und zwar allesamt, egal ob draußen oder drinnen - und wir brauchen trotzdem die Anpassung an die Klimakrise. Es ist nicht „entweder/oder“, sondern „und“. Der Job Ihrer Landesregierung wäre, sich um beide Probleme zu kümmern.