Protokoll der Sitzung vom 21.11.2024

(Zuruf von Sebastian Striegel, GRÜNE - Wei- tere Zurufe von den GRÜNEN)

- nein, kenne ich nicht - vorher noch nicht gehört.

(Unruhe)

Dass das bei dem Kollegen Tillschneider sein soll, das kann sein. Ich weiß es nicht. Das entzieht sich meiner Kenntnis.

(Zurufe von Guido Kosmehl, FDP, und von Susan Sziborra-Seidlitz, GRÜNE - Weitere Zu- rufe von den GRÜNEN)

Ich kann jetzt nicht für alles sprechen, was Herr Tillschneider macht.

(Zuruf von Susan Sziborra-Seidlitz, GRÜNE)

Genauso können Sie nicht für alles sprechen, was z. B. Herr Dr. Schmidt macht. Was wissen Sie denn, was der in seiner Freizeit macht? Ich kann Ihnen sagen, welchen Einfluss das auf unser Programm hat: keinen.

(Beifall bei der AfD - Zurufe von den GRÜNEN und von Guido Kosmehl, FDP)

Danke. - Der zweite Fragesteller ist Herr Gallert.

Das ist eher eine Intervention,

Aha.

denn das Problem ist, dass Herr Rausch den Unterschied zwischen seinem Wahlprogramm und dem Grundsatzprogramm nicht kennt.

Im Grundsatzprogramm der AfD steht jetzt, in diesem Augenblick:

„Deshalb tritt die AfD dafür ein, für alle männlichen deutschen Staatsbürger im Alter zwischen 18 und 25 Jahren den Grundwehrdienst wiedereinzusetzen. Die Dauer des Wehrdienstes richtet sich nach dem, was für die Sicherheit notwendig ist. Sie muss eine gründliche militärische Ausbildung ermög- lichen.“

Was vor drei Tagen passiert ist, ist, dass aus Angst vor den ostdeutschen Wählern

(Zurufe von den GRÜNEN)

eine entsprechende Passage aus dem AfDWahlprogramm für die jetzt anstehende Bundestagswahl gestrichen wurde. Aber im Grundsatzprogramm der AfD ist diese Forderung eindeutig enthalten.

(Zurufe)

Es steht auch nicht im AfD-Wahlprogramm zur Bundestagswahl, dass man nicht für die Wiedereinsetzung der Wehrpflicht ist,

(Zuruf: Nein!)

sondern man lässt eine Aussage dazu einfach offen,

(Guido Kosmehl, FDP: Also gilt das Grund- satzprogramm! Sehr gut!)

weil man sich danach verhalten kann, wie man will, und sich dann wieder auf das Grundsatzprogramm beruft. Das ist die Situation.

Da Herr Rausch den Unterschied zwischen seinem Grundsatzprogramm und dem Vorschlag für ein Bundestagswahlprogramm nicht kennt,

(Zuruf von Tobias Rausch, AfD)

brauche ich diese Frage jetzt nicht noch einmal zu stellen. - Danke.

(Beifall bei der Linken - Zurufe von Matthias Lieschke, AfD, von Olaf Meister, GRÜNE, und von Sebastian Striegel, GRÜNE - Weitere Zu- rufe von der Linken und von den GRÜNEN)

Vielen Dank, Herr Präsident. - Vielen Dank, Herr Gallert. - Nochmals: Ich sehe da keinen großen Dissens,

(Zurufe von den GRÜNEN - Dr. Katja Pähle, SPD: Ach! - Oh! bei der Linken - Unruhe bei der FDP)

weil wir grundsätzlich für die Wehrpflicht sind, aber unter den gegebenen Umständen nun einmal nicht.

(Unruhe - Zurufe)

Es gibt da keinen Widerspruch, weil Ihre Politik nun einmal dazu führt, dass Sie uns in den Krieg treiben. So einfach ist das.

(Beifall bei der AfD - Guido Kosmehl, FDP: Schönwetterwehrpflicht! - Sandra Hietel- Heuer, CDU: Hören Sie auf! - Zurufe von den GRÜNEN)

Danke. - Es gibt noch eine Frage von Herrn Heuer.

Danke, Herr Präsident. - Eine Vorbemerkung. Sie haben uns mehrmals angesprochen, wie wir zu den Äußerungen von Herrn Merz und unserer Bundes-CDU stehen.

Ja.

Ich sage Ihnen eines: Wir dürfen als Fraktion aufgrund der Erfahrungen mit Russland - wir sind wahrlich keine Russlandfreunde; wer die DDR erlebt hat, kann das nachvollziehen - schon einmal klar sagen, wo es im Osten abweichende Meinungen gibt. Das ist unsere Position. Auch bei uns gibt es an manchen Stellen unterschiedliche Meinungen. Aber Tatsache ist, dass man auch sagen darf, wenn man nicht immer und überall mit der Bundespartei einer Meinung ist.

(Unruhe)

Und jetzt komme ich zu Ihnen. Sie, Herr Rausch, haben das gesagt. Jetzt frage ich Sie:

(Unruhe bei der AfD)

Bestätigen Sie den Satz, den Sie gerade gesagt haben?

(Zuruf von der AfD: Ja!)

Sind Sie vertragstreu - ja oder nein? - Das ist meine erste Frage. - Ich habe dann eine weitere Frage.

Sagen Sie einmal genau, zu welchem Vertrag.

Nein. Halten Sie sich an Verträge - ja oder nein?

Im Allgemeinen: ich persönlich schon.

Gut.

Ich weiß nicht, was Sie genau wollen.

(Unruhe - Zuruf von der AfD: Nein! - Zurufe von Guido Kosmehl, FDP, und von Andreas Silbersack, FDP - Zurufe von der Linken und von den GRÜNEN)

Das nehme ich an. Gut.