Das Problem Rohstoffknappheit, Holzknappheit und Rohstoffverteuerung ist also von verschiedenen Seiten anzugehen, um kurzfristig Abhilfe zu schaffen und mittel- bis langfristig solche Zustände in Zukunft zu vermeiden.
Eine optimale Waldbewirtschaftung auch durch Waldumbau und Unterstützung der privaten Waldbesitzer hilft dabei nicht nur, dass die Thüringer Wälder in ökologischer wie auch ökonomischer und touristischer Hinsicht weiterbestehen. Die Stärkung der heimischen Wertschöpfungskette sichert Arbeitsplätze im Freistaat und stützt den Mittelstand. Weiteres in der Debatte. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.
Vielen Dank, Frau Abgeordnete. Ich eröffne die Aussprache. Als erster Redner erhält Herr Abgeordneter Schubert, Fraktion Die Linke, das Wort.
Sehr geehrter Herr Präsident, werte Kolleginnen und Kollegen, werte Zuschauerinnen und Zuschauer auch am Livestream, liebe Interessierte hier in Thüringen am Thema „Wald und Holz“. Materialknappheit ist ein drängendes Problem und betrifft unterschiedliche Rohstoffe – nicht nur, aber vor allem Holz. Mit Blick auf die letzten Monate bleibt festzustellen, dass Lieferketten reißen und Materialien einfach nicht vorhanden sind. Und wenn Sie vorhanden sind, dann sind sie nur noch zu horrenden Preisen verfügbar. Insofern besteht aus unserer Sicht dringender Handlungsbedarf.
Der Antrag der Fraktion der AfD greift eine Diskussion auf, die geführt werden muss und auch schon längst läuft. Die in ihm vorgeschlagenen Lösungen greifen allerdings am Problem vorbei oder sind bereits Teil einer bestehenden Konzeption wie zum Beispiel zum Waldumbau. Die Forderung nach einer Beobachtung des internationalen Markts – eine Fensterplatzforderung. Die hier geforderte Holzverfügbarkeit ist über den Markt überhaupt nicht zu erreichen, weil dieser die Nachfrage nach dem höchsten Preis bedient. Eine Situation, in der es gerade die regional-, gemeinwohl-, ökologisch- und klimapolitisch vernünftigen Markteilnehmerinnen und Marktteilnehmer schwierig haben, mitzuhalten. In diesem Spannungsfeld ist auch die Diskussion der Positionierung der Thüringer Forstanstalt in den kommenden Monaten noch mal aufzunehmen.
Hinsichtlich des Holzmarkts gibt es eine große Nachfrage aus dem Ausland. In China, auch in den USA – nicht zuletzt, weil aufgrund eines von Präsident Biden initiierten Investitionsprogramms ein deutlicher Aufschwung zu beobachten ist – wird für Holz einfach deutlich mehr bezahlt. Deshalb wird viel von dem, was hierzulande in Sägewerken produziert wird, direkt zum Hafen gebracht und nach Übersee verschifft. Dort wird eben ein höherer Preis gezahlt. Deshalb ist dieser Materialabfluss ein Dominoeffekt im Resultat von kapitalistischen Marktmechanismen, wenn diese unreguliert wirken können. Es ist eine paradoxe Situation, dass Betriebe, auch hier in Thüringen, ihre Beschäftigten bei vollen Auftragsbüchern in Kurzarbeit schicken müssen, weil nicht genügend Material zur Verfügung steht. Dies bedroht die Existenz des Handwerks, auch ganz konkret in Thüringen. Das ist immer wieder, auch zuletzt in Gesprächen mit den Vertretern der Handwerkskammern hier in Thüringen, ange
zeigt worden. Dabei hat das Statistische Bundesamt für 2020 festgestellt, dass mit 80,4 Millionen Kubikmetern so viel Holz wie noch nie seit der Wiedervereinigung in Deutschland eingeschlagen worden ist. Das heißt, die derzeitige Krise auf dem Holzmarkt liegt also mitnichten daran, dass zu wenig Holz vorhanden ist. Wir stehen hier im Landtag des Freistaats Thüringen, dem grünen Herzen Deutschlands. Doch besonders traurig ist, dass die derzeit hohen Preise nicht bei den Waldbesitzenden ankommen. Weder die privaten noch die kommunalen Waldbesitzenden haben von den hohen Preisen einen adäquaten Vorteil. Als Lösung braucht es nach unserer Überzeugung eine verstärkte Zusammenarbeit von Forstwirtschaft und Sägewerken. Zur Förderung kleiner und mittelständischer Verarbeitungskapazitäten müssen die Forstbetriebsgemeinschaften und die waldbesitzenden Kommunen in die Lage versetzt werden, über ihre bisherigen Möglichkeiten der Holzerzeugung hinaus in der Wertschöpfungskette Holz zu agieren. Die Prüfung, welche Förderprogramme auch noch in diesem Jahr durch diese genutzt werden können, um die Verarbeitungskapazitäten zu erhöhen oder neu zu schaffen, sollte kurzfristig durch das Wirtschaftsministerium möglich sein und offensiv kommuniziert werden. Ich bin davon überzeugt, dass wir hier noch nicht alle Potenziale ausgeschöpft haben. Ziel ist es am Ende, die Diversifizierung der Produktionsstruktur zu erhöhen. Je kleiner die Sägewerke, umso größer der Anteil der Produkte, der nicht nach Übersee verschifft wird, denn das ist nur für Sägewerke interessant, die große Outputs generieren können. Nur so können wir die Abhängigkeit von den Preissprüngen für Holz am Weltmarkt auch für die Thüringer Bauwirtschaft und die Konsumenten verringern. Einfach abzuwarten, weil sich der Holzpreis auf den internationalen Märkten inzwischen wieder nach unten bewegt hat und der Markt ja alles regulieren würde, einfach abzuwarten
Herr Montag, das sehen übrigens auch viele Akteurinnen und Akteure im Handwerk und in der Holzwirtschaft so –, ist keine Option. Dazu kommt, Forstwirtschaft und forstliche Dienstleister sowie die Branchen der weiteren Be- und Verarbeitungsstufen generieren durch ihre Nachfrage nach weiteren Gütern und Dienstleistungen anderer Branchen gerade in ländlichen, strukturschwachen Regionen eine erhebliche Wirtschaftskraft. Insgesamt ist die Zukunftsfähigkeit des Sektors Forst und Holz stark von der Entwicklung der inländischen Absatzmärkte für Holz abhängig. Eine Schlüsselrolle kommt hier dem Bauen mit Holz zu. Für die überwiegend kleinund mittelständisch strukturierte Holzbaubranche ist
die beschleunigte Einführung moderner Technologien notwendig, um angesichts des rasanten technologischen Wandels die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu erhalten und damit ein angemessenes wirtschaftliches Wachstum und einen hohen Beschäftigungsstand zu sichern. Auch hier gibt es mit Sicherheit weitere Möglichkeiten, aus Sicht des Freistaats Impulse zu setzen.
Der Forstwirtschaft und dem holzbearbeitenden Gewerbe als erster Stufe der Wertschöpfungskette muss die Möglichkeit gegeben werden, an der holzbasierten Wertschöpfung einen höheren Anteil zu generieren, nicht an ihnen vorbei das Holz – der fachlich unqualifizierten Forderung der AfD nach – in Kohlekraftwerken zu verfeuern.
Es ist gleichzeitig die Frage zu prüfen, wie bei Förderung einer Kapazitätsausweitung in den Thüringer Sägewerken diese zusätzlichen Produktionsvolumen explizit dem heimischen Markt zugutekommen können. Dies würde private und kommunale Waldbesitzende vor starken Preisschwankungen schützen und regionale Kreislaufwirtschaft in Thüringen stärken sowie die Verfügbarkeit von Holz für die Bauwirtschaft hier im Land verbessern. Doch nach oder neben der Förderung muss es auch darum gehen, wie wir langfristig und strategisch den Zukunftswald mit all seinen wichtigen Funktionen für Mensch und Natur auf solide Füße stellen und dabei den Waldbesitzenden, aber auch den Akteurinnen und Akteuren in der Wertschöpfungskette diese Diskussion mit angedeihen lassen und sie einbeziehen und sie so in die Verantwortung stellen. Ein weiteres Weiter-so, wie wir das die letzten 10, 20, 30 Jahre gemacht haben, wird auch mit Blick auf die Zustände in unserem Wald nicht möglich sein. Deshalb gibt es hier die Zusage aus unserer Sicht: Wir werden an diesem Thema dranbleiben, mit den Akteuren in der Branche in der Diskussion bleiben, so wie wir das in den letzten Wochen und Monaten auch praktiziert haben, und uns dafür einsetzen, dass die Thüringer Unternehmen der Holzbranche diese Lasten, auch der Transformation, an dieser Stelle schultern können. Der AfD-Antrag ist dafür kein Wegweiser in Richtung Zukunft und deshalb lehnen ihn die Koalitionsfraktionen ab. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
Vielen Dank, Herr Abgeordneter. Als nächsten Redner rufe ich Herrn Abgeordneten Bergner, Fraktion der FDP, auf.
Vielen Dank, Herr Präsident. Meine sehr verehrten Kolleginnen und Kollegen, liebe Besucherinnen und Besucher auf der Tribüne, das Thema, das die AfDFraktion in ihrem Antrag anreißt, ist in seinem Grundanliegen natürlich wichtig. Aber wieder einmal ist beim zweiten Blick in das Dokument klar, dass aus einer guten Sache mit Potenzial schlicht und einfach wenig gemacht wird.
An dieser Stelle, meine Damen und Herren, ein kurzer Abriss zur Situation in unseren Wäldern: Bei den Regenmengen der letzten Wochen und den Bildern aus einigen Regionen unserer Republik gerät schnell in Vergessenheit, dass die letzten Jahre Hitze- und Dürrerekorde mit sich brachten. Den Wäldern geht es immer noch schlecht. Sterbende oder schon gar nicht mehr vorhandene Wälder können auch keinen Regen zurückhalten oder speichern. Der Waldzustandsbericht beschreibt nach wie vor, dass der überwiegende Teil des Baumbestands in Thüringen beschädigt ist und auch ein Regenjahr in dieser Situation nur wenig ändern wird. Viele Bäume sind längst über den Punkt hinaus, an dem sie noch regenerationsfähig sind. Geht es den Wäldern schlecht, geht es natürlich auch den Waldbesitzern und den Waldbewirtschaftern schlecht. In seiner 29. Sitzung im November des vergangenen Jahres hat der Thüringer Landtag im Gesetz über die Errichtung der Anstalt öffentlichen Rechts ThüringenForst erhebliche finanzielle Hilfen für die Waldbesitzer beschlossen. Das war auch richtig und notwendig und wir hoffen, dass es auch bald bei den Betroffenen ankommt.
Die nachgelagerte holzverarbeitende Industrie hat ihre eigenen Probleme, mit denen sie zu kämpfen hat. Auf der einen Seite liegen in den Wäldern immer noch gewaltige Mengen an Kalamitätsholz, das sich für viele höherwertige Verwendungen eben nicht eignet. Auf der anderen Seite stehen keine Kapazitäten zur Verfügung, unbeschädigtes Holz zu beziehen und zu verarbeiten. Die Sägewerke sind derzeit der Flaschenhals im System. Die zusätzlichen Bedarfe über Export wurden bereits angesprochen.
Zudem waren in den letzten Monaten die Holz- und Baustoffpreise auf einem stetigen Weg nach oben, und dies zulasten von Handwerkern und Bauherren, die überhaupt nicht mehr ordentlich kalkulieren konnten. Aber – ich will trotzdem ganz klar ein Klischee bedienen – es regelt am Ende doch der Markt. Denn wenn wir mal genau hinschauen, haben sich in den letzten drei Monaten die Preise an den Holzbörsen mehr als halbiert. Auch das gehört zur Wahrheit dazu. Deswegen, sehr verehrte Kolleginnen und Kollegen, lehnen wir direkte preisregu
latorische Maßnahmen, wie von Ihnen in II.1 gefordert, ab. Und das sage ich auch in diese Richtung des Hauses: Was einheitliche Verbraucherpreise, was zentrale staatliche Preisvorgaben bewirken, nämlich, dass Märkte nicht funktionieren, dass Angebote nicht angekurbelt werden können, haben alle erlebt, die ein paar Jahre mehr Lebenserfahrung haben; da wollen wir auf keinen Fall wieder hin.
Steigende Preise an den Rohstoffbörsen regen zu Investitionen an, um Produktionskapazitäten zu erhöhen, um der entsprechenden Nachfrage wieder gerecht zu werden, um Märkte wieder zu versorgen, meine Damen und Herren. Die Forderung nach Stärkung der holzverarbeitenden Industrie in Punkt 4 ist durchaus richtig, aber wie Sie das umsetzen wollen, werte Kolleginnen und Kollegen der AfD, diese Aussage bleiben Sie, wie so oft, leider schuldig.
Wie man die Holzindustrie effektiv unterstützen kann, haben wir beispielsweise in unserer Aktuellen Stunde zur Reaktivierung der Höllentalbahn thematisiert, nämlich konkrete Ansätze, wie man Transportwege unterstützen kann usw. usf., die Infrastruktur schaffen, das, was staatliche Aufgabe wirklich ist, meine Damen und Herren.
Im Fazit ist Ihr Antrag aus unserer Sicht ein recht unausgegorener Antrag, den wir nicht für zustimmungsfähig halten. Ich danke Ihnen.
Herr Präsident, liebe Zuschauer und Kollegen – Bauboom in Corona-Zeiten. Hauseigentümer kämpfen im monatlichen Rhythmus mit drastisch steigenden Preisen bzw. jetzt fallenden Preisen. Selbst wenn diese sinken, Herr Bergner, sollte man doch Vorsorge betreiben.
Thüringer Handwerker und Verarbeiter finden kein Material, die Holzknappheit gefährdet private und landestragende Branchen, die heimische Wertschöpfungskette leidet. Die Auftragsbücher sind voll, die Lager leer, Kurzarbeit droht, und wieder trifft es vor allem den Mittelstand. Der internationale Rundholzhandel hat im III. Quartal 2020 nach verhaltenem Start in den zwei Vorquartalen Fahrt aufgenommen.
Der Export von Rohholz erreicht 2020 Rekordstände. So wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamts rund 12,7 Millionen Kubikmeter Rohholz im Wert von über 800 Millionen Euro ausgeführt, was eine Steigerung von über 40 Prozent gegenüber 2019 bedeutet. Hauptabnehmer war zu etwa 50 Prozent China. Deutschland verdoppelte dabei seine Liefermenge nach China im III. Quartal 2020 gegenüber dem Vorquartal.
Die Erzeugerpreise für Rohholz blieben hingegen weit unter dem Niveau der Vorjahre, während Säge-, Hobel- und Imprägnierwerke 2020 und 2021 Umsatzsteigerungen erzielten. Der Bedarf an Schnittholzprodukten hat ebenfalls angezogen. Während die Schnittholzproduktion in Deutschland bereits 2020 im Vergleich zum Vorjahr stieg, vermeldet die deutsche Sägeindustrie für das I. Quartal dieses Jahres einen Umsatz von knapp 1,5 Milliarden Euro. Das sind um 30 Prozent mehr als im I. Quartal des Vorjahres, wie der Hauptverband der deutschen Holzindustrie mitteilt. Die Zahl ist schon gefallen, über 80 Millionen Kubikmeter wurden letztes Jahr eingeschlagen. Es war ein Rekordjahr, was das betrifft, vor allem bei Nadelhölzern, die mit über 80 Prozent die Hauptmenge stellten.
Das Schadholz machte mehr als die Hälfte aus, blieb jedoch vielerorts zunächst wegen fehlender Sägewerks- und Lagerkapazitäten sowie wegen der nicht kostendeckenden Bergung in den Wäldern liegen. Ein Versäumnis mit Folgen.
Die deutsche Sägeindustrie und der deutsche Holzhandel generieren nun durch den Bauboom gestiegene Einnahmen, die sie nicht an die Waldbesitzer weitergeben – deswegen stehen wir hier –, was diese zusätzlich zu einer zurückhaltenden Herausgabe und weniger Einschlag veranlasst, wodurch das Problem vergrößert wird.
Eine Marktbeobachtung hat zu spät eingesetzt, Hortungseffekte in anderen Ländern wurden zu spät erkannt, um der Materialknappheit entgegenwirken zu können. Die alleinige Forderung nach einem Exportstopp greift aber dabei zu kurz. Jetzt muss gegengesteuert werden durch Umsetzung folgender Forderungen:
1. dafür zu sorgen, dass die Thüringer Landesforstverwaltung den internationalen Holzmarkt beobachtet und als direkter Preisgeber für Rundholz Bedingungen schafft, durch die auch die privaten Waldbesitzer an den gegenwärtig hohen Holzpreisen
partizipieren und so bessere Einnahmen für die Waldpflege und Wiederaufforstungsprojekte gewinnen können;
2. sich dafür einzusetzen, dass im Wald verbliebenes Schadholz durch ThüringenForst bzw. mit Unterstützung der privaten Waldbesitzer rasch geborgen wird;
3. bei den privaten Waldbesitzern aktiv für die Inanspruchnahme der Möglichkeit der „Beförsterungsverträge“ zu sorgen und dabei die Holzvermarktung von der Waldbewirtschaftung abzukoppeln;
4. durch Stärkung der Thüringer holzverarbeitenden Industrie dafür zu sorgen, dass der in Thüringen verfügbare Rohstoff Holz in der heimischen Wertschöpfungskette verarbeitet werden kann und beispielsweise bauwilligen Thüringern, den Handwerkern und der heimischen Verpackungs- oder Möbelindustrie zur Verfügung steht;
5. im Verbund mit der Thüringer Forstbranche, den Waldbesitzern, den Thüringer Hochschulen und der Landesforstanstalt die forstliche Forschung zum Waldumbau und zur Vermeidung zukünftiger Schädlingskalamitäten weiter auszubauen und zu intensivieren;
6. sich für eine Steigerung der Attraktivität forstfachlicher Lehr- und Studienberufe einzusetzen und dabei auch die Fachkräfterückgewinnung in Erwägung zu ziehen;
7. bei Überangebot, Herr Schubert, sich auf EUund Bundesebene für die Förderung der Möglichkeit zur Mitverbrennung von Holz-Biomasse in Kohlekraftwerken, Verbrennungsanlagen sowie bei kommunalen Wärmeversorgern einzusetzen, um die Verwertung bisher nicht genutzter, im Wald verbliebener Holzreste in geeigneten Anlagen zu fördern.
Mittel- und langfristig müssen genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen, um auch unter widrigen Umständen eine ganzheitliche Waldbewirtschaftung sicherstellen zu können. Eine Verbesserung der Ausbildungs- und Nachwuchssituation kann künftigen Fehlentwicklungen vorbeugen, nachdem in den vergangenen Ausbildungsjahrgängen verschiedene Facharbeiter nicht in eine Beschäftigung übernommen wurden.
Die Landesregierung muss nicht nur den Rahmen für einen standortgerechten, widerstandsfähigen und auch arten- und ertragsreichen Waldumbau setzen, sondern sollte im Verbund mit Thüringer Hochschulen und der Forstanstalt auch Vorreiter bei der forstlichen Forschung und bei der Ausbildung in den forstlichen Fachberufen sein. Hierbei können die Fachstellen der Landesverwaltung, die
Landesforstanstalt, die Thüringer Forstbranche und hiesige Hochschulen durch Forschung einen wichtigen Beitrag leisten.