Wenn tausend Leute mehr da sind, bedeutet das natürlich mehr Qualität. Auch die Bertelsmann Stiftung – Sie haben sie vorhin zitiert – geht davon aus, dass wir bis Ende der 2020er-Jahre 3.300 Erzieherinnen und Erzieher ersetzen müssen, die am Ende ihrer Berufstätigkeit in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Wir müssen auch ein paar Erzieherinnen und Erzieher einstellen, weil wir mehr Kinder haben. Aber wir haben vor allem durch die erhöhte Betreuungsqualität, durch die erhöhten Personalschlüssel einen Bedarf von 9.100 Erziehern. Das ist das, was wir gemacht haben, das ist das, was wir durch verbesserte Qualität, verbesserte Anforderungen und verbesserte Zusagen an die El
Natürlich brauchen wir diese Menschen, die die Kinder betreuen. Natürlich brauchen wir Menschen, die diese Ausbildung machen. Und es ist dringend erforderlich, dass wir neben der schulischen Ausbildung auch die praxisintegrierte Ausbildung etablieren, denn nur mit der vollschulischen Ausbildung können wir diesen Bedarf nicht decken, das ist ausgeschlossen. Das heißt, wir brauchen die praxisintegrierte Ausbildung. Wir brauchen sie nicht nur in dem Modellprojekt, aber wir müssen sie erst mal entwickeln.
In diesem Antrag geht es jetzt darum, dass wir plötzlich ausgefallenes Geld ersetzen müssen. Das ist das, was heute auf der Tagesordnung steht, nichts anderes. Dass wir darüber hinaus noch mehr machen, steht doch völlig außer Frage. Dass wir uns überlegen, wie wir mit der Ausbildung in die Fläche gehen, ist doch völlig unstrittig. Aber jetzt müssen wir dieses Geld kompensieren. Es sind 120 Ausbildungsplätze, die zur Debatte stehen. Allein auf die ersten 60 Plätze gab es mehr als 300 Bewerber. Das heißt, das ist bei den jungen Menschen ein angenommener Weg, das ist ein anerkannter Weg und ich finde es richtig, dass wir dieses Ausbildungsangebot retten und dass wir den Weg gehen, hier weiter zu verfahren. Ich hoffe, dass wir dann beispielsweise im nächsten Jahr wieder einen Zuschuss vom Bund bekommen. Aber wir werden es auch ohne den Bund schultern.
Mein Vorredner hat gesagt, wir als Rot-Rot-Grün hätten uns darauf verlassen und jetzt hätten wir diese Finanzierung nicht. Nein, es sind 5.000 Ausbildungsplätze in ganz Deutschland, die wegfallen. Nicht nur Rot-Rot-Grün hat sich darauf verlassen, dass das, was zugesichert wurde, gilt – alle haben sich darauf verlassen und alle müssen jetzt Wege finden, das weiterzuführen. Ich bin stolz darauf, dass wir uns auf den Weg machen und hier diese Ausbildung retten wollen, dass wir hier dieses Modellprojekt retten wollen, und ich bin mir sicher, das ist der richtige Weg.
Ich bin mir auch sicher, dass es sich bewährt, dass es sich so weit bewährt, dass wir es verstetigen, dass wir es in die Fläche bringen, dass wir es ausdehnen. Ich habe die 9.300 Fachkräfte als Bedarf genannt. Ja, da kommen wir mit 60 pro Jahr nicht weit – wir brauchen mehr. Wir werden entsprechende Vorschläge machen, wir werden vielleicht auch schon bei der Beratung im Ausschuss feststellen, dass wir da Vorstellungen haben. Ich bin mir sicher,
dass wir da zu einem konstruktiven Ergebnis der demokratischen Fraktionen kommen. Das, was eben gesagt worden ist, lässt mich jetzt nicht hoffen, dass wir alle zusammenarbeiten, aber die Hoffnung hatte ich sowieso nicht. Vielen Dank.
Herr Präsident, meine sehr geehrten Damen und Herren, zunächst möchte ich ganz herzlich Danke an Herrn Reinhardt von den Linken sagen. Wirklich schade, dass Sie nicht schon in der letzten Wahlperiode hier bei uns im Landtag waren, denn – das meine ich ganz ernst – so viel Praxisnähe und Praxiserfahrung hat man von den Linken in den letzten fünf Jahren sehr selten erlebt. Also vielen Dank dafür.
Ich freue mich da auf den Austausch in den nächsten Jahren im Bildungsausschuss des Thüringer Landtags.
Meine Damen und Herren, ein bisschen überrascht war ich von den Ausführungen von Herrn Hartung, weil wir eigentlich über das Thema, das wir heute hier verhandeln, vor eineinhalb Jahren auf Antrag der CDU-Fraktion schon mal geredet haben. Da haben Sie genau das Gegenteil erzählt. Aber es ist gut, dass Sie nach eineinhalb Jahren dann auch in unsere Richtung einschwenken.
Wir begrüßen den heute hier vorliegenden Antrag und auch das klare Bekenntnis von Rot-Rot-Grün, dass man die praxisintegrierte Erzieherausbildung in Thüringen auch jenseits einer entsprechenden Förderung des Bundes nun weiterführen möchte, insbesondere – ich habe eben darauf verwiesen – weil es vor zwei Jahren eine Initiative unserer Fraktion gab, dass wir hier im Landtag mehr Praxis in diese Ausbildungsberufe bringen müssen. Damals wollte Rot-Rot-Grün das Thema nicht einmal im zuständigen Ausschuss diskutieren, lehnte den Antrag ab. Deswegen ist es gut, dass wir uns jetzt noch mal die Zeit nehmen, ein paar Punkte für unsere Erzieherinnen und Erzieher zu diskutieren.
Dass die Landesregierung wenig später – also vor zwei Jahren – die praxisintegrierte Erzieherausbildung als Modellprojekt in Thüringen einführte, war ein zögerlicher Schritt, aber trotzdem ein richtiger Schritt. Wir hätten uns gewünscht, dass Rot-Rot
Grün die Zeit nutzt, um eine umfassende Reform der Erzieherausbildung für unseren Freistaat vorzubereiten. Stattdessen zeigen Sie jetzt deutlich oder weniger deutlich mit dem Finger auf zwei SPD-Bundesminister, nämlich auf Frau Giffey und Herrn Scholz.
Meine Damen und Herren, aufgrund zahlreicher guter und langjähriger Erfahrungen aus anderen Bundesländern hätten wir uns gewünscht, die duale Ausbildung gleich als reguläre Ergänzung der vollzeitschulischen Erzieherausbildung einzuführen. Immerhin hat Baden-Württemberg diese Ausbildungsform bereits 2012 eingeführt und umfangreich mehrfach evaluiert. Die Evaluationen des Modells in Baden-Württemberg belegen, dass es mit der neuen dualen Ausbildung gelungen ist – und Herr Reinhardt hat das gerade auch an seinen Beispielen belegt –, neue Bewerberschichten für den Erzieherberuf zu erschließen und sogar mehr Männer für den Beruf zu begeistern.
Bei allen Ausbildungsrunden zeigte sich in BadenWürttemberg, dass die praxisintegrierte Erzieherausbildung viele Bewerberinnen und Bewerber mit Hochschulzugangsberechtigung oder mit abgeschlossener Berufsausbildung anspricht. In allen Ausbildungsrunden hatte knapp die Hälfte der Auszubildenden Abitur oder Fachhochschulreife oder eine abgeschlossene Berufsausbildung. Man kommt also an ganz neue Schichten heran. Anfängliche Bedenken, ob die praxisintegrierte Ausbildung in der Qualität mit der vollzeitschulischen Qualifikation mithalten könne, gelten inzwischen als ausgeräumt.
Meine Damen und Herren, viele Träger sehen in der dualen Ausbildung eine Möglichkeit, den Fachkräftemangel zu lindern – auch das hat Herr Reinhardt eben beschrieben. „Der Umstand, dass ein Ausbildungsvertrag über die Dauer von drei Jahren abgeschlossen wird, eröffnet den Trägern die Möglichkeit, bereits während der Ausbildung Maßnahmen der Personalbindung und Personalentwicklung einzuleiten“, heißt es im Evaluationsbericht des baden-württembergischen Ministeriums.
Dass der Erzieherberuf attraktiv werden muss, ich glaube, das ist unstrittig, da sind wir uns alle einig. Der demografische Wandel führt in den nächsten Jahren zum altersbedingten Ausscheiden vieler qualifizierter Fachkräfte, auch in den Kindergärten, in den Horten, in unseren Jugendeinrichtungen, Bildungseinrichtungen. Gemeinsam mit den steigenden Geburtenzahlen und einer Erhöhung des Qualitätsstandards in den Kindergärten hat dies einen erhöhten Personalbedarf zur Folge. Die Situation in den Horten haben wir diese Woche Mittwoch schon sehr intensiv diskutiert, auch mit den Kolleginnen
Insofern möchten wir über den vorliegenden Antrag gern noch etwas intensiver mit Ihnen im Ausschuss für Bildung, Jugend und Sport diskutieren. Es gibt zahlreiche Punkte – sie sind auch schon genannt worden –, die dringend besprochen werden sollten, worüber wir uns einmal austauschen sollten, wo wir auch mit Blick auf die kommenden Haushaltsberatungen schauen müssen, wo der Hase hier hinlaufen soll. So ist aus unserer Sicht die Abschaffung des Schulgeldes bei der vollzeitschulischen Erzieherausbildung zu klären, zu diskutieren. Wie verhalten wir uns da in Zukunft? Es ist die Frage zu diskutieren, welchen Beitrag die Träger der Kindertageseinrichtungen im Bereich der Vergütung der praxisintegrierten Ausbildung leisten können und sollen. Oder eine andere Frage, die wir mal besprechen sollten: Wie sieht es mit der Anrechnung der Azubis bei den Personalschlüsseln aus? Das sind alles zentrale Fragen, die in dem Antrag noch nicht beantwortet werden. Deshalb werben wir für die Überweisung an den Bildungsausschuss, sagen aber auch zu, dass wir relativ schnell mit dem Antrag wieder aus dem Bildungsausschuss rauskommen, um dann hier ein deutliches Zeichen zu setzen, dass die PiA weiter gewollt und weiter fortgeführt werden kann. Vielen Dank.
Herr Präsident, meine sehr geehrten Damen und Herren, ich glaube, wir sind uns alle einig, dass wir dringend gut ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher brauchen. Ich bin da ganz bei Herrn Tischner: Praktischer Sachverstand kann uns da in der Tat auch hier im Plenum nur guttun. Insofern fand auch ich diesen Beitrag vom Kollegen Reinhardt in vielerlei Hinsicht wirklich sehr treffend.
Mir ist aber wichtig, dass wir uns, glaube ich, an dieser Stelle wirklich noch mal bewusst machen, worum es eigentlich geht. Es gab die Initiative vom Bund, die alle Länder im Übrigen ausdrücklich begrüßen und alle Länder auch gern in Anspruch genommen haben, PiA auf den Weg zu bringen. Und ja, die Debatte um die Frage, ob wir nicht auch in Thüringen von Anfang an eine duale Ausbildung
Im Landesjugendhilfeausschuss, in dem wir leider in der letzten Legislatur noch keinen Sitz hatten, gab es eine Arbeitsgruppe, die sich genau mit diesem Thema befasst hat. In dieser Arbeitsgruppe sind die entsprechenden Fachkräfte vertreten, sind beispielsweise auch die Vertreterinnen und Vertreter der Träger vertreten. Wir hatten uns hier im Plenum immer verständigt, dass wir keine eigene Einzellösung sozusagen auf den Weg bringen, bevor es nicht eine eindeutige Empfehlung aus dieser Facharbeitsgruppe gibt. Die liegt meines Wissens bis jetzt nicht vor.
Genau zu dieser Zeit kam aber der Vorschlag aus dem Bundesministerium, mit dem Gute-Kita-Paket an dieser Stelle PiA auf den Weg zu bringen, und auch wir haben das, ja, sehr gern in Anspruch genommen. Entscheidend ist nämlich für uns, dass der Zugang zu guter frühkindlicher Bildung, Erziehung und Betreuung in unseren Kindergärten, in unseren Krippen, aber auch in der Kindertagespflege eine der zentralen Gerechtigkeitsfragen ist. Das wissen wir, glaube ich, auch alle und da sind wir uns auch hoffentlich – zumindest unsere demokratischen Fraktionen – einig.
Nun sind wir vor die Situation gestellt, dass es jetzt alles etwas anders gekommen ist als zunächst erwartet, denn das Bundesfamilienministerium hatte im letzten Jahr – es ist ja schon erwähnt worden – eine Fachkräfteoffensive von 2019 bis 2022 angekündigt, die einen Gesamtumfang von 300 Millionen Euro haben sollte. Die Mittel waren ursprünglich für zwei Ausbildungsjahrgänge in den Jahren 2019/2020 und 2020/2021 und damit für insgesamt 5.000 Plätze in der praxisintegrierten, vergüteten Ausbildung für die Qualifizierung in der Praxisanleitung und auch für Zuschüsse zur Vergütung von Fachkräften angedacht, die aufgrund einer Zusatzqualifikation mit einer besonderen Aufgabe betraut werden und so mehr verdienen.
Das Bildungsministerium hat im Zuge der Vereinbarungen mit dem Bund zum Gute-KiTa-Gesetz flankierend auch Mittel der Fachkräfteoffensive genutzt, um ab dem Ausbildungsjahr 2019/2020 ein vierjähriges Modellprojekt zur Einführung der praxisintegrierten Ausbildung zu starten. Das sollte eben auch nachhaltig sein, das war die Idee. An drei Berufsschulstandorten begann dann auch folgerichtig mit insgesamt 60 Plätzen der Einstieg in die praxisintegrierte Ausbildung. Dass das Interesse hoch war, hat schon mein Kollege Daniel Reinhardt hier erläutert. Mit sogar knapp 400 Bewerberinnen und Bewerbern ist auch jetzt der Run hier sehr groß auf die wenigen Plätze, die es nur gibt, weil die Vorteile
der praxisintegrierten Ausbildung ganz klar auf der Hand liegen. Ich nenne nur mal die stärkere Verschränkung von Theorie- und Praxisphasen, feste Ausbildungsverträge der Kindergärten mit ihren Auszubildenden, eine erhöhte Bindung mit zukünftigen Fachkräften und das Thema, dass die Azubis durchgängig ein Auszubildendengehalt erhalten. Jetzt hat das Bundesfamilienministerium nun plötzlich mitgeteilt, die Förderung bereits in diesem Jahr auslaufen zu lassen und für das Ausbildungsjahr 2020 und 2021 keine Förderung mehr vorzunehmen. Ich sage ganz offen: Wir halten dieses Agieren für zumindest schwierig, denn auch unsere Planungen als Land müssen sich auf Äußerungen des Bundes verlassen können und da ist es – Verzeihung, wenn ich das Richtung AfD mal so sage –, gelinde gesagt, Blödsinn zu behaupten, das hätte irgendwas mit grundsätzlicher Kritik am Föderalismus zu tun, sondern hier geht es um eine ganz praktische Frage der Verlässlichkeit. Die muss gegeben sein für alle, denen wir zugesagt haben, dass wir uns genau auf diesen Weg begeben.
Ich glaube aber auch, dass es gut ist, wenn wir im Ausschuss noch einmal diskutieren. Ich sage ganz offen, ich würde mich freuen, wenn sich CDU und FDP beispielsweise dazu entscheiden könnten, den Antrag mitzutragen, weil ich meine, dass wir hier einen gemeinsamen Weg finden müssen, und da gibt es durchaus noch offene Fragen. So sind zum Beispiel die freien Träger immer wieder an uns herangetreten – die ja auch ganz viele unserer Kindergärten übernommen haben – und haben dargelegt, dass sie ebenfalls Interesse an der praxisintegrierten Ausbildung hätten. Hier gilt es zum Beispiel, zu überlegen, wie uns das gelingen kann, dass wir nicht nur drei Klassen wie bisher, sondern auch die freien Träger beispielsweise mit partizipieren lassen. Unser Ziel wäre eben im kommenden Ausbildungsjahr auf jeden Fall, wie zugesagt, einen zweiten Ausbildungsjahrgang zu starten, das Ganze aber noch sehr viel mehr in die Breite zu tragen und am besten auf ganz Thüringen zu erweitern. Das Anliegen unseres Antrags ist, dass wir das zuständige Bildungsministerium bitten, dafür auch jetzt schon die entsprechenden Vorbereitungen zu treffen, dass nun das Land bei der Finanzierung einspringt und PiA weitergehen kann, damit zumindest wir das tun können, was wir auch die letzten fünf Jahre gezeigt haben, nämlich Verlässlichkeit garantieren. Ich will auch noch mal sagen, es ist wichtig, dass wir das jetzt sehr schnell tun, nicht überstürzt, darum geht es nicht, aber wir müssen die Ausschreibungen selbstverständlich auf den Weg bringen. Wenn wir uns einigen, dass wir im nächsten Ausschuss bereits dazu sehr konzentriert arbeiten, vielleicht schauen, ob und wo etwas immer noch
besser gemacht werden kann, dann können wir das sicherlich gut auf den Weg bringen und zumindest als demokratische Fraktionen auch gemeinsam hier verabschieden und machen damit deutlich, dass das Land, in dem die Wiege des Kindergartens stand und steht, auch künftig und zu Recht als Fröbelland bezeichnet werden kann. Vielen herzlichen Dank.
Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete, lieber Gast, liebe Gäste – zwei!
Alle lieben PiA, und auch wir Freien Demokraten können eine gewisse Zuneigung nicht verhehlen. Wir haben schon seit einigen Jahren gesagt, dass wir die Schulgeldpflicht für die Erzieherausbildung gern beendet wissen wollen und dass Erzieherinnen und Erzieher eine duale Ausbildung erhalten sollen, bei der sie von Anfang an in die Praxis eingebunden sind und in der ihr Einsatz nicht nur wertgeschätzt, sondern auch vergütet wird.
Es ist jetzt hier schon viel gesagt worden. Einiges davon war jetzt weniger hilfreich, anderes war umfangreich und hat, glaube ich, alle Seiten abgedeckt. Ich will es deswegen kurz machen: Wir werden als freie Demokraten diesen Antrag mittragen. Wir freuen uns aber trotzdem, das noch mal mit in den Ausschuss zu nehmen, um noch gewisse Ergänzungen vornehmen zu können, um zu gucken, wo sind noch offene Fragen, die wir klären können. Wir freuen uns auf eine konstruktive Diskussion im Ausschuss und auf eine Wiedervorlage im nächsten Plenum.
Sehr geehrter Herr Präsident, meine Damen und Herren, wollen wir leuchtende Kinderaugen sehen, müssen wir in eine Kita gehen, in einen Kindergarten gehen. Wollen wir leuchtende Augen bei jungen Menschen sehen, die Erzieherin und Erzieher werden wollen, muss man dorthin gehen, wo praxisintegrierte, vergütete Ausbildung angeboten wird. Einige Rednerinnen und Redner haben das ja schon beschrieben. Lieber Daniel Reinhardt, herzlichen Dank für deine Rede, die war fachlich fundiert und auch sehr engagiert vorgetragen. Herzlichen Dank dafür! Und auch an deinem eigenen Lebenslauf ist eben deutlich geworden, wie lange es dauert und was man selbst an Energie und Kraft aufwenden muss, um Erzieher bzw. Erzieherin zu werden. Besser kann man es nicht sagen.
Der Punkt, warum dieser Antrag hier vorliegt, ist eigentlich: weil wir reagieren müssen. Und die Debattenbeiträge waren nicht nur eine Reaktion auf eine bestimmte Entscheidung des Bundes, sondern es war eine Grundsatzdebatte, wie denn praxisintegrierte Ausbildung in Thüringen zukünftig ausgestaltet werden soll.