Jetzt geht es weiter: Nun stellen wir uns einmal vor, jemand hat wirklich das Glück, mit diesem Elektroauto zur Arbeit fahren zu können. Dann tut er das. Dann fährt er eine halbe Stunde bis zur Arbeit. Dann steht das Auto dort acht Stunden herum. Dann fährt er eine halbe Stunde wieder zurück. Dann ist das Auto erst einmal neun Stunden in Betrieb gewesen, ohne dass es ein anderer nutzen konnte. Dann muss es erst einmal geladen werden. Wir wissen alle, wie lange die Ladezeiten dieser Elektroautos sind. Ich bitte Sie, was ist das für ein Schwachsinn?
irgendeinem Vogel, den vorher kein Mensch kannte, sofort Klage erheben und alle Bauvorhaben und die Planung ewig in die Länge ziehen. Die Menschen wären schon froh, wenn es überhaupt erst einmal eine Radwegeanbindung geben würde, und Sie kommen hier mit solchen utopischen Dingen wie irgendwelchen Elektroautos für das Dorf, mit dem Dorf-Elektroauto um die Ecke. Damit kann keiner etwas anfangen. Das ist an der Realität vorbei, an der Realität der Menschen in unserem Bundesland. Darum kann man diesen Antrag nur ablehnen.
(Detlef Gürth, CDU: Elektroauto!)
Wir sind genau dort, wo wir vorher waren. Das heißt also, selbst wenn ein Kind auf ein Auto verzichtet, muss dieses Kind zur Lehrstelle kommen. Das heißt, selbst wenn es dieses Elektroauto nimmt, muss es zur Lehrstelle hinfahren. Dann steht es dort acht Stunden auf dem Parkplatz. Dann muss es wieder zurückfahren. Also,
Ich sage Ihnen einmal Folgendes. Vielleicht können Sie mich ja erhellen beim Verstehen. Ich möchte etwas fragen. Im Landtag geht das Gerücht um, dass Ihr Auto mit Dessauer Kennzeichen auf dem Hof steht. Ich weiß nicht, ob das stimmt. Ich stelle Ihnen die Fragen. Erstens. Ist das ein Elektroauto? Zweitens. Wieso kommen Sie, wenn das wirklich Ihr Auto sein sollte, wie es erzählt wird - Sie können das wider- legen -, nicht mit dem ÖPNV her, wo doch Dessau so gut angebunden ist? Sie haben vorhin ausgeführt, wie super die Strecke Dessau - Magdeburg ist. Stattdessen fahren Sie bis auf den Hof des Landtags. Warum?
sich ein Elektroauto kauft, durchaus auch vom Geldbeutel abhängt. Darüber hinaus sind die Gründe der Entscheidung aber auch vielfältig. Es bringt uns gar nichts, tragen wir diese Gründe nur immer wie eine Monstranz vor uns her. Letztlich gilt es, zu Lösungen zu kommen. Wir haben bis 2023 ja auch gemerkt, dass Anreize, damals aus dem Umweltbonus resultierend, für Entlastung gesorgt haben, dass der Markt hochgelaufen ist. Dann hat es eben seit Anfang 2024 einen Einbruch gegeben, bis auf das Niveau des Vorkrisenjahres 2019.
Wenn ich sehe, wie die Vorstandsvorsitzenden und die Ge schäftsführer führender Automobilkonzerne heute unterwegs sind, dann stelle ich fest: Ola Källenius hat Uli Rülke schon längst mit dem Elektroauto überholt, meine Damen und Her ren.
Das Perfide daran ist, dass wir eigentlich wissen, dass diese Elektroautos kein CO2 einsparen. Es ist vorgerechnet worden: Diese Elektroautos sparen kein CO2. Ein Mittelklassewagen als Elektroauto braucht in der Herstellung mehr CO2 als ein Diesel, wenn er 150 000 Kilometer fährt. Das ist in die Taschen gelogen.
warum? Da eines der Lieblingsprojekte der Klimabewegten, das Elektroauto, wie Blei in den Regalen der Produzenten liegen bleibt. Diese bisherigen Erfolge der Klimapolitik im EU-bunten Land lassen sich auch zusammenfassen mit „Reduktion durch Destruktion“ oder CO₂-Einsparung durch fortschreitende Deindustrialisierung. Der Vollständigkeit halber und der guten Tradition wegen, damit Sie nicht behaupten können, das nie gehört zu haben oder dass das ja niemand hätte erahnen können, wenn es so weit ist: Die Umstellung der Stahlindustrie auf grünen Stahl, hergestellt mit grünem Wasserstoff, wird im besten Fall zu einem subventionierten Milliardengrab, ein Milliardengrab und Subventionsloch, wogegen der hochsubventionierte Steinkohlebergbau einst ein echter finanzieller Schnapper war.
weder besonders häufig lese noch, dass sie besonders häufig hier im Thüringer Landtag zitiert wird, nämlich die Zeitung „Auto Motor Sport“, die hat am 24. Mai einen Artikel veröffentlicht mit dem Titel „CDU startet Kampagne gegen Verbrenner-Aus ab 2035“. Dieser Artikel beginnt mit den Worten – ich zitiere –, es lohnt sich wirklich, zuzuhören: „Wir empfehlen: Schauen Sie auf die Fakten! Es gibt nämlich weder ein Verbot der altehrwürdigen Verbrenner-Technik noch eine Pflicht, auf ein Elektroauto umzusteigen. Das mittelfristige Ziel der EU ist vielmehr, eine klimaneutrale Mobilität zu ermöglichen – mit welchen Mitteln auch immer.“
Das funktioniert nicht so einfach. Die damals noch leisen Stimmen, dass es hier und da zu Blackouts kommen kann, werden immer lauter. Schauen wir in das Vereinigte Königreich: Da wurde in den vergangenen Wochen und Monaten so manchem Besitzer eines Elektroautos vorgeschrieben, dass er sein Elektroauto nicht mehr zu jeder Uhrzeit und an jedem Platz laden kann.
Als wir in die Recherche gegangen sind, waren wir erstaunt, wie viele Hunderttausende von ElektroPkws von den Herstellern zurückgezogen wurden – Stichwort: Brandgefahr. Was passiert, wenn ein herkömmliches Elektroauto, wahrscheinlich beim Ladevorgang, in einer Tiefgarage Feuer fängt? – Es ist teilweise tagelang nicht möglich, den Brand zu löschen. Es muss ausbrennen. Dann haben wir auch noch die Auswirkungen für die Stabilität, die Statik, die Sicherheit des Gebäudes. So mancher Betreiber von Tiefgaragen oder Parkhäusern hat schon seine
Laut Feuerwehr macht es auch keinen Unterschied, ob ein herkömmliches oder ein Elektroauto in einer Garage in Brand gerät.
Danke, Herr Präsident. – Herr Hausmann, Technik des 19. Jahrhunderts, da sind Sie genau beim Elektroauto, das 1888 entwickelt wurde und in den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts vor allen Dingen von den Verbrennermotoren abgelöst wurde.
Tatsächlich brennen Elektroautos genauso häufig wie Autos mit Verbrennungsmotor, aber den Brand zu löschen, dauert bei einem Verbrennerauto im Durchschnitt 15 Minuten, beim Elektroauto mehrere Stunden.
richtig, sich als Politik auf das Thema „Elektroauto“ einzulassen und – mehr noch – diesen Trend aktiv zu unterstützen.
Aber wir können beim Elektroauto den Blick auch auf andere Dinge richten und einfach mal das Inland verlassen. Schauen wir uns doch mal die enormen Schäden an, die im Ausland bei der Gewinnung der Rohstoffe für E-Autos entstehen. So werden Kinder im Kongo in Minen eingesetzt, um das Kobalt für die Batterien zu schürfen.
damit Sie oder vielleicht ein Herr Goeken von der CDU sich moralisch erhaben fühlen, weil sie mit einem E-Auto herumfahren? Ich weiß nicht, ob Sie ein E-Auto haben. Aber Herr Goeken hat das im Ausschuss schön präsentiert: PV-Anlage, auch vom Steuerzahler subventioniert, und dann Elektroauto
fahren – wunderbar! –, ein Elektroauto, das sich die Malocher nicht einmal gebraucht leisten können.
und sie wegen ihrer Bauweise seltener in die Werkstatt müs sen. Einen Verbrenner zu fahren kostet im Vergleich zu einem Elektroauto bis zu 50 % mehr.
Auch die Erhöhung der Pendlerpauschale wäre eine Möglich keit. Das Autofahren muss bezahlbar sein. Nicht jeder kann sich heute schon ein Elektroauto leisten.
Dann gibt es noch die CO2-Steuer, die dazu dient, das Geld aus den Taschen der Bürger zu ziehen. Einen Umstieg auf die Elektromobilität werden Sie so auch nicht erzwingen. Ein Ge ringverdiener wird seinen alten Diesel-Golf nicht mal kurz in ein 50 000 € teures Elektroauto eintauschen. Wer das glaubt, der handelt nach dem Motto: Sollen sie Kuchen essen, wenn sie sich das Brot nicht leisten können.
Zu den Argumenten für die Energieeinsparung möchte ich mich nicht äußern. Dazu haben wir schon öfter diskutiert. Ich will nur noch einmal sagen: Es ist auch für diejenigen schwierig, die ein Elektroauto fahren oder es planen. Dort wird der Strombedarf signifikant steigen. Wie sollen diejenigen noch Energie sparen, wenn sie den Bedarf durch diese persönliche Entscheidung doch gerade gesteigert haben? Das wird ganz schwierig.
Doch wir sind natürlich keine Verbotspartei. Wer an einem Elektroauto forschen und wer sich eines kaufen will, der
Ich blicke zudem zuversichtlich auf technologische Fortschritte in der Batterietechnologie. Feststoffbatterien oder gar lithiumfreie Calcium-Ionen-Batterien werden künftig einige unserer Sorgen zumindest mildern. Ich bin stolz darauf, dass es uns allen – ob Wissenschaft, Industrie, Politik und Verwaltung – gemeinsam gelungen ist, dass Sachsen produktionsseitig Elektromobilitätsland Nummer eins in Deutschland ist und in Europa wird. Wir sollten alles dafür tun, dass es so bleibt. Denn eines ist jetzt schon sichtbar: In den nächsten Jahren wird jedes vierte in Europa produzierte Elektroauto aus Sachsen kommen. Darauf können wir wirklich stolz sein.
Ich kann nur das von eben wiederholen: Es geht um die Effizienz. Mein Elektroauto braucht 16 kWh auf hundert Kilometer. Ihr Verbrenner braucht dafür einfach das Zehnfache. Das ist der große Unterschied. Das ist auch die Antwort auf die Frage. Wir schaffen es auf jeden Fall, wenn wir effiziente Technologie einführen. Dann haben wir auch die Möglichkeiten, das Ganze mit erneuerbarem Strom zu betreiben. Das wird funktionieren.
Meine Damen und Herren, als im Jahr 1966 in Saarlouis mit dem Bau des Ford-Werkes begonnen wurde, war das der Auftakt einer mehr als 50 Jahre währenden Erfolgsgeschichte. Einige Stationen will ich benennen. Am 16. Januar 1970 läuft der erste in Deutschland produzierte Ford Escort in Saarlouis vom Band. Henry Ford II, Enkel des legendären Firmengründers, nennt Saarlouis eines der schönsten Ford-Werke der Welt. 1976 wird der erste Ford Fiesta weltweit in Saarlouis gebaut. Februar 1990, in Saarlouis läuft das fünfmillionste Auto vom Band, ein Ford Escort. 1997 war Bau des 100.000 m² großen Zuliefererparks, Investitionen des Landes damals: 100 Millionen. 2005 knackt das Werk Saarlouis die Marke von 10 Millionen gefertigten Fahrzeugen. Juni 2012, mit dem Ford Focus Electric wird in Saarlouis das erste voll elektrische Ford-Modell in Europa gebaut. Laut FordManagement ist es das erste Elektroauto überhaupt, das in Deutschland hergestellt wurde. Man höre und staune: Im Dezember 2019 läuft das fünfzehnmillionste Fahrzeug vom Band.
Wir müssen natürlich schauen, dass wir unseren Energieverbrauch insgesamt reduzieren. Aber wir können uns solche Ineffizienz – heute haben wir schon kurz über sehr ineffiziente Gebäude gesprochen – nicht mehr leisten. Wir können uns auch solche ineffizienten Autos nicht mehr leisten, vor allem, wenn es Alternativen gibt. Sie sagen doch selber, es funktioniert mit dem Elektroauto. Meines ist jetzt auch bald zehn Jahre alt. Es ist hoch effizient. Wir können nicht in unendlichem Maße erneuerbare Energien produzieren. Deshalb müssen wir schauen, dass man gerade für die Bereiche, in denen man nicht substituieren kann, zum Beispiel im Flugverkehr, die E-Fuels reserviert. Die Menge ist so groß, dass wir es laut Studien vielleicht gerade so schaffen, wenn wir uns sehr stark anstrengen, –
Herr Kollege Stümpfig, Sie haben jetzt eine flammende Rede für das Elektroauto gehalten. Sie haben die Hersteller aufgezeigt. Ich hätte eine Bitte. Wir haben einen bayerischen Hersteller, der in meiner Heimat ein Batteriewerk bauen möchte. Sagen Sie bitte Ihren Kolleginnen und Kollegen, die bei mir in der Heimat in Straubing im Stadtrat sitzen, sie sollen doch bitte den Widerstand gegen dieses Batteriewerk aufgeben.
Die CO2-Steuer erhöht zwar die Energiepreise, aber sie führt kaum zur CO2-Vermeidung. Oder glauben Sie, dass die Bürger aus Spaß heizen oder aus Spaß Benzin verfahren? Die meisten können sich ein Elektroauto oder den Umbau des Heizsystems gar nicht leisten. Warum also erst eine nutzlose Steuer einführen, um dann einen kleinen Teil davon mit viel Bürokratie wieder an die Menschen zu verteilen?
Erwähnt sei ebenfalls, dass auch das Lastmanagement zunehmen wird. Das Paradebeispiel dafür ist das Elektroauto, das in- zwischen erkennt, wann es genug Strom im Netz gibt, damit es laden kann, und wann es etwas langsamer lädt. Ein neues Strommarktdesign, das das auch auf europäischer Ebene