Harry Glawe
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Sehr geehrter Herr Koplin, würden Sie mir zustimmen, dass der Gesundheitsfonds sich über Jahre jetzt eigentlich bewährt hat?
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Ich muss da noch zu einigen Dingen hier als Abgeordneter was sagen. Die „Export- initiative Gesundheitswirtschaft“ ist genau richtig defi- niert.
Warum sag ich das? Wir haben als Land hervorragende Rahmenbedingungen, wir haben 39 Krankenhäuser, wir haben über 60 Rehaeinrichtungen, wir haben die Wissenschaft im Land und wir haben vor allen Dingen Biomedizintechnik und Medizintechnik, erfahrene Wissenschaftler, aber auch Produzenten. Und da stellt sich Herr
Holter hier hin und kritisiert das, dass wir jetzt in der Exportwirtschaft zulegen wollen und müssen, um die Vernetzung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft auf den Weg zu bringen, um neueste Produkte zu entwickeln. Das kann doch wohl nicht wahr sein, dass DIE LINKE hier solche Reden hält!
Ich finde es eigentlich unerhört. Und die GRÜNEN haben ja nach meiner Meinung gar nichts verstanden.
Also was Sie hier vorgetragen haben, das war inhaltsleer. Da kam gar nichts.
Worum geht es? Insgesamt mit Blick auf das Bruttosozialprodukt haben wir in der Gesundheitswirtschaft über 4 Milliarden im Land, in jedem Jahr.
Bruttoinlandsprodukt in Mecklenburg-Vorpommern – 37 Milliarden, Frau Gajek, noch mal zum Nachrechnen.
So. Worauf kommt es an? Wir haben den Master- plan 2020. Das ist der politische Auftrag, den der Landtag der Regierung gegeben hat. Als Sie dankenswerterweise, Herr Holter, damals unter Rot-Rot diese Initiative Gesundheitswirtschaft auf den Weg gebracht haben, war das der Startschuss. Das heißt, man musste sich natürlich auch entwickeln, man musste die Dinge vorantreiben. Was wir jetzt machen, ist, dass wir unsere Aufmerksamkeit einmal in die Werbung legen. Wir gehen andererseits in die Märkte dort, wo wir die sehen, und wir sehen das im Vergleich zu den Möglichkeiten des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Einer der Märkte ist Diabetes, Diabetes im arabischen Raum.
Jeder vierte Bürger in dieser Region hat dort ein Problem, in 20 Jahren ist es jeder zweite.
Von daher ist dieses Angebot völlig richtig. Und ich verstehe die GRÜNEN nicht, dass sie ihre Augen zumachen, dass sie uns da kritisieren und meinen, wir wüssten gar nicht, worüber wir reden.
Das kann doch nicht wahr sein!
Das kann doch nicht wahr sein!
Die zweite große und wichtige Zusammenarbeit ist die Zusammenarbeit im Ostseeraum. Alle Anrainerstaaten arbeiten daran. Worum geht es in dieser Frage? Da geht es um MRSA, um multiresistente Keime,
die ein Problem in Europa, in den Krankenhäusern darstellen.
Das muss doch wissenschaftlich aufgearbeitet werden.
Dazu muss es doch Ergebnisse geben, und diese Ergebnisse sollen dann zu neuen Methoden, zu neuen Entwicklungen führen. Das können Sie doch nicht kritisieren.
Meine Damen und Herren, noch ein Wort zur Wirtschaft. Wenn wir die Frage von Medizintechnik und Biotechnologie besprechen, dann gehört es zu den Aufgaben der Politik, als Türöffner zu fungieren. Deswegen fahren wir nach Russland,
gehen auf den russischen Markt. Deswegen fahren wir zur Arab Health, zur zweitgrößten Medizintechnikmesse der Welt nach Düsseldorf,
die zweitgrößte Messe, und vermitteln dort Kontakte. Wir fahren in die Schweiz, zum Beispiel Cortronik, und bringen dort ein Unternehmen nach Rostock,
die sich jetzt sozusagen noch mal erweitern und dort Medizinprodukte entwickeln, die weltweit gefragt sind, ein Unternehmen, das expandiert. Wir haben Hoffrichter auf der Arab Health begleitet. Der verkauft Atemgeräte in diesem Raum – erfolgreich.
Warum sollen wir das denn einstellen?
Dort in Rostock werden Produkte entwickelt für Hüftgelenke, Kniegelenke, aber vor allen Dingen auch für den Knochenaufbau. Das ist was Innovatives, was weltweit Neues.
Da können wir doch nicht sagen, dass wir das nicht unterstützen.
Das unterstützen wir selbstverständlich. Sie tun doch als LINKE so, als wenn wir als Regierung nichts tun. Das ist doch ein Witz!
Sie haben wahrscheinlich ein paar Jahre in der Opposition nicht mehr so viel mitgekriegt.
Die Riemser Arzneimittelwerke sind gerade neu am Markt, EUROIMMUN ist ein Vorzeigeunternehmen mittlerweile. Also ich will nur sagen, wir lassen uns die Gesundheitswirtschaft von Ihnen nicht madig machen. Wir entwickeln sie weiter, und Sie werden sehen, der Erfolg wird uns recht geben. Der Erfolg ist jetzt schon da – über 100.000 Beschäftigte in der Branche. Medizintechnik und Biomedizin werden wir in den nächsten Jahren aus den europäischen Mitteln weiter unterstützen. Das bleibt ein erklärtes Ziel.
Zu den fünf Strategiegruppen: Natürlich ist es ganz normal, wenn in den Strategiegruppen unterschiedliche Projekte entwickelt werden, dass da auch eine Meinungsvielfalt entsteht. Am 17. Januar wird der Ministerpräsident vorstellen, welche Projekte gefördert werden.
Und das sind Millionenbeträge, die wir bereitstellen. Darauf kann ich Sie schon vorbereiten. Also seien Sie mal bis zum 17. noch schön neugierig! Am 17. werden wir dann das Geheimnis lüften, Herr Holter.
Von daher, auch diese Projekte werden insgesamt auf den Weg gebracht.
Ich glaube, dass bei den LINKEN, aber vor allen Dingen bei den GRÜNEN Weiterbildung zur Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern, in Deutschland unbedingt nötig ist,
und ich würde mich anbieten, Einzelnachhilfe in diesem Bereich den GRÜNEN auch zukommen zu lassen. – Vielen Dank.
Ja.
Hallo, Sie sollen sich mal bitte hinsetzen! – Dr. Norbert Nieszery, SPD:
Mal schön die Hände aus der Hose! –