(Abg. Renate Rastätter GRÜNE: Ja! – Abg. Claus Schmiedel SPD: Psychologische Kriegsführung! – Abg. Karl-Wilhelm Röhm CDU: Aber Sie sprechen von Restschule!)
Herr Röhm, seien Sie einmal ein gutes Beispiel für Ihre Schüler und reden Sie nicht immer dazwischen.
(Heiterkeit und Beifall bei der SPD – Oh-Rufe von der CDU – Abg. Karl-Wilhelm Röhm CDU: Sie spre- chen von Restschule!)
(Abg. Karl-Wilhelm Röhm CDU: Aber ich spreche mit Ihnen! Das ist der Unterschied! – Zuruf des Abg. Volker Schebesta CDU)
findet ein anderes Lernen statt. Da findet ein sehr individuelles Lernen statt. Viele wissenschaftliche Untersuchungen haben belegt, dass bei einem solchen Lernen keine Einheitssoße herauskommt, sondern dass die Schüler in ihrer Leis tungsfähigkeit gestärkt und die schwächeren Schüler entsprechend gefördert werden. Es gibt x Untersuchungen, die dies belegen. Ich empfehle Ihnen dringend, dies einmal nachzulesen.
Die forsa-Studie – das sage ich Ihnen – ist eine Studie, die der Philologenverband in Auftrag gegeben hat. Wer Eltern nach einer Einheitsschule befragt, hat damit doch schon genau diesen Kampfbegriff im Hinterkopf. Dass Eltern entsprechend antworten, ist auch klar.
Herr Abgeordneter, ich darf Sie erstens darauf hinweisen, dass Ihre Redezeit bereits weit überschritten ist.
Meine erste Frage lautet, Herr Kollege Zeller: Stimmen Sie mir zu, dass Schleswig-Holstein für die Gemeinschaftsschule eine äußere Differenzierung untersagt?
Können Sie mir zweitens erklären, warum die Gesamtschulen in Schleswig-Holstein, die eine äußere Differenzierung haben, sich mit Händen und Füßen gegen die Umwandlung in eine Gemeinschaftsschule wehren?
Ich habe mich extra am letzten Samstag noch über die aktuellen Zahlen sachkundig gemacht und gefragt, wie derzeit der Entwicklungsstand in SchleswigHolstein ist
es gibt ein Telefon, Herr Kleinmann –: In Schleswig-Holstein liegen derzeit 55 Anträge auf Einführung einer Gemeinschaftsschule vor.
Herr Schebesta, Sie waren mit dabei –, dass diese Gemeinschaftsschulen eine starke Nachfrage haben. Die Kommunen – –
(Abg. Renate Rastätter GRÜNE: Auch hier wäre die Nachfrage vorhanden! – Abg. Volker Schebesta CDU: Das begründet doch den Begriff „Einheitsschule“!)
(Abg. Volker Schebesta CDU: Wenn die äußere Dif- ferenzierung untersagt wird, schon! – Abg. Renate Rastätter GRÜNE: Zum Glück!)
Das Problem ist, dass Sie das offensichtlich nicht nachvollziehen können oder wollen – ich will es nicht bewerten –, dass Sie nicht erkennen, wie in einem solchen System unterrichtlich gearbeitet wird. Da tun eben nicht alle das Gleiche zum gleichen Zeitpunkt mit den gleichen Anreizen. Individuelle Förderung bedeutet, die entsprechenden Leistungen jedes Einzelnen in einer Klasse entsprechend zu fördern.
(Abg. Volker Schebesta CDU: Ohne äußere Differen- zierung und deshalb einheitlich; also Einheitsschu- le!)
Nein. Schauen Sie: Mit diesem Begriff „Einheitsschule“ tun Sie so, als ob alle das Gleiche in einem Rutsch machen würden.
Darf ich bitte einmal dieses Zwiegespräch hier unterbinden. Herr Abgeordneter, würden Sie bitte zum Ende kommen.