Wer die Kraft des inklusiven Sports einmal live miterleben will, den kann man einladen. 700 Sportlerinnen und Sportler werden im kommenden Jahr vom 23. bis 26. Juni in Hanau bei den Landesspielen zeigen, was sie alles können. Man kann nur empfehlen, dort tatsächlich einmal vorbeizuschauen.
Ich will einmal die Entwicklung in Zahlen ausdrücken, was das Land hinsichtlich der Landesförderung macht. Im Jahr 2024 stieg die Förderung auf 960.000 Euro. Zehn Jahre zuvor lag sie bei 390.000 Euro.
Ich komme zum Schluss meiner Rede. – Wir haben ein eigenes Referat in einem Ministerium. Das gibt es in ganz Deutschland nur in Hessen.
Zum Schluss möchte ich all denjenigen, die sich für die Inklusion der Menschen im Sport einsetzen, danken. Wir wünschen allen Athletinnen und Athleten auf dem Weg nach Los Angeles, dass sie Unterstützung erhalten. Wir als Teil der Koalition und die Landesregierung werden dazu unseren Beitrag leisten. – Vielen Dank.
Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren! Heute blicken wir mit Stolz auf die beeindruckenden Leistungen unserer paralympischen Athleten zurück.
Sie haben nicht nur Medaillen gewonnen, sondern auch einmal mehr gezeigt, was man mit Entschlossenheit, Disziplin und Teamgeist erreichen kann.
Diese Sportler sind für uns alle Vorbilder. Denn sie verkörpern den olympischen Geist in seiner reinsten Form: den Glauben an sich selbst, das Streben nach Höchstleistung und den unermüdlichen Einsatz, Hindernisse zu überwinden.
Hessen hat allen Grund, auf seine Athleten stolz zu sein. Sie haben unser Land auf der internationalen Bühne vertreten. Sie haben dabei nicht nur sportliche Höchstleistungen erbracht, sondern auch den Gedanken der gesellschaftlichen Teilhabe gestärkt.
Paralympische Athleten zeigen, dass Menschen mit Handicap in unserer Gesellschaft Großes leisten können. Sie verdienen unsere höchste Anerkennung und Unterstützung.
Doch die Anerkennung sollte nicht nur symbolisch sein. Diese Athleten haben auch konkrete materielle Unterstützung verdient. Da möchte ich ein wichtiges Thema ansprechen. Die Prämien, die für sportliche Erfolge bei Olympia ausgezahlt werden, sind derzeit steuerpflichtig. Das ist ein Missstand, den wir beheben müssen. Es ist kaum nachvollziehbar, dass unsere Athleten, die für Deutschland antreten und Medaillen gewinnen, von ihren Prämien auch noch Steuern bezahlen müssen.
Diese Prämien sind eine Anerkennung für harte Arbeit, unzählige Stunden des Trainings und immense Opfer. Ich appelliere deshalb an die Hessische Landesregierung, sich über den Bundesrat dafür einzusetzen, dass diese steuerliche Ungerechtigkeit abgeschafft wird. Unsere Sportler sollten in vollem Umfang, ohne Abzüge durch das Finanzamt, von ihren wohlverdienten Erfolgen profitieren können.
Abschließend möchte ich noch betonen, dass es nicht um finanzielle Anreize geht. Es geht darum, unsere Wertschätzung für die Leistung dieser Athleten auf allen Ebenen deutlich zu machen. Sie stehen für den olympischen Gedanken. Sie stehen für unsere Werte. Sie sind ein integraler Bestandteil unserer Sportkultur. – Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.
Sehr geehrte Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen der demokratischen Fraktionen! Was war das für ein begeisternder Sportsommer. Zuerst gab es die Europameisterschaft in Deutschland. Sie wurde zu einem echten Fest. Dann gab es die Olympischen Spiele. Jetzt gab es als krönenden Abschluss die Paralympischen Spiele.
In den vergangenen Wochen konnten wir viele Diskussionen über das Abschneiden der deutschen und der hessischen Athletinnen und Athleten lesen und hören. Ja, wir waren auf dem Medaillenspiegel durchaus auch schon höher zu finden. Herr Minister Schwarz, warum die Neuregelung bei den Bundesjugendspielen im Jahr 2023 an den Ergebnissen bei den Olympischen und Paralympischen Spielen 2024 schuld sein soll, müssen Sie schon einmal erklären. – Der Minister ist gerade nicht da.
Dann mussten wir zuletzt noch eine wirklich abscheuliche Podcast-Aufnahme eines angeblichen Komikers ertragen. Die paralympischen Athletinnen und Athleten haben wirklich beeindruckende Leistungen gezeigt. Das haben meine Vorrednerinnen und Vorredner schon angesprochen. Wer solche Witze macht, zeigt damit nur, wie wenig Ahnung und Menschlichkeit und wie viel heiße Luft und Abneigung gegenüber anderen Menschen vorhanden sind.
Ich will zurück zum eigentlich Wichtigen kommen. Natascha Hiltrop hat sich mit zwei Goldmedaillen beim Sportschießen gleich doppelt den Platz an der Sonne sichern können. Beim Tischtennis-Doppel konnte Juliane Wolf gemeinsam mit Stephanie Grebe den zweiten Platz erringen. Auch im Einzel war Juliane Wolf erfolgreich. Dort war es die Bronzemedaille. Damit gab es für Hessen den kompletten Medaillensatz.
Auch der Sprinter Felix Streng sowie die Rollstuhlbasketballer Thomas Böhme, Matthias Güntner und Nico Dreimüller erreichten den dritten Platz. Mit diesen acht Medaillen ist Hessen das zweiterfolgreichste Bundesland der Paralympischen Spiele. Das ist ein besonderes Lob wert.
Wir konnten auch sonst klasse Leistungen erleben. Denn das olympische Motto lautet am Ende: „Dabei sein ist alles.“ Es geht nicht immer nur ums Gewinnen. Egal, ob mit oder ohne Medaillen, diese Wochen waren Festtage des Sports. Sie haben unzählige Menschen vor dem Bildschirm begeistert.
Auch für die Sportlerinnen und Sportler waren das sicherlich unvergessliche Erlebnisse, und zwar unabhängig davon, ob sie in einer klassischen Sportstätte oder aber vor der beeindruckenden Kulisse des Eiffelturms waren. Solche Momente soll es in Zukunft auch in Deutschland geben. Denn das deutsche olympische Komitee, das deutsche paralympische Komitee und die Bundesregierung bereiten gemeinsam eine Bewerbung für die Olympischen und die Paralympischen Spiele vor.
Das will ich hier auch klar sagen: Wir als hessische GRÜNE begrüßen eine solche Bewerbung – hat Deutschland doch nicht zuletzt unter anderem mit den European Championships 2022 in München, der Fußball-EM, den Special Olympics usw. gezeigt, dass wir internationale Sportgroßveranstaltungen können. Wir finden es auch gut, dass diese Initiative die Unterstützung der Hessischen Landesregierung hat. Aber ein kleines bisschen Salz in der Suppe muss dann schon sein: Ein bisschen mehr Selbstbewusstsein wäre nicht schlecht, liebe Landesregierung. Hessen beheimatet doch viele große deutsche Sportverbände. Warum also sollten wir hier, im Herzen von Europa, nur einige wenige Disziplinen beheimaten?
Auch die Förderungen wurden schon angesprochen. Da ist es nur folgerichtig, dass diese auch in Zukunft weiter fortgeführt werden, um die Athletinnen und Athleten entsprechend zu unterstützen, sowohl bei der Ausübung ihres Sports als auch im Alltag.
Ich glaube, die Leistungen, die wir alle erleben konnten, waren beeindruckend. Sie haben uns inspiriert, auch viele Menschen in Hessen. Ich freue mich, sie in Zukunft auch weiterhin gut erleben zu können auf den unterschiedlichen Ebenen bei den verschiedenen Sportveranstaltungen; auch das ist schon angeklungen.
Ich glaube aber – das muss man durchaus auch einmal beachten –, dass auch die mediale Übertragung der Paralympischen Spiele sicherlich noch ein bisschen Luft nach oben bietet; da waren die Olympischen Spiele doch schon ein bisschen häufiger vertreten. Wir hoffen, hier bei den nächsten Spielen ein paar mehr Übertragungen zu haben. In diesem Sinne: vielen Dank und herzlichen Glückwunsch an alle Athletinnen und Athleten, und auf weitere schöne Erlebnisse.
Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen! „Hessen ist stolz auf seine paralympischen Athleten“ – eine Feststellung, die auch wir Freie Demokraten ohne Wenn und Aber mittragen.
Wer die Paralympischen Spiele mitverfolgt hat, zu Hause vor dem Fernseher oder mit Glück sogar live vor Ort, der kann nur beeindruckt von den Leistungen der Athleten sein. Dabei sind nicht nur die von den Athleten gezeigten Leistungen beeindruckend. Mindestens ebenso beeindruckend ist der Wille der Athleten, sich trotz der ganz unterschiedlichen Handicaps nicht unterkriegen zu lassen. Ich bin mir sicher, diese Menschen sind für viele Menschen mit Behinderungen Vorbild und Ansporn zugleich.
Von daher auch von den Freien Demokraten unseren allergrößten Respekt und unseren Glückwunsch an die insgesamt 4.400 Athletinnen und Athleten der Paralympischen Spiele aus 182 Nationen. Zwölf von ihnen stammen aus Hessen, ihnen einen ganz besonderen Gruß aus diesem Hause.
Liebe Antragsteller, wer „Nach Olympia ist vor Olympia“ sagt, hat sicherlich zukünftige Olympische Spiele im Blick.
Laut Ministerpräsident Boris Rhein sei die Zeit reif, die Olympischen Spiele nach Hessen zu holen. So hat er sich in der Euphorie um die Verabschiedung der hessischen Olympiateilnehmer Anfang Juli dieses Jahres in Wiesbaden ausgedrückt. Hessen als Austragungsort war natürlich auch mit dem Wunsch verknüpft, Olympische Spiele auf deutschem Boden auszutragen.
Nun ist dies allerdings kein neuer Wunsch und schon gar keiner, der originär von unserem Ministerpräsidenten stammt. Dieser Wunsch findet seinen Ausdruck bereits in der Frankfurter Erklärung, die 2023 verhandelt wurde. Wer aufgrund des Namens der Erklärung eine hessische Beteiligung vermutet, sieht sich allerdings enttäuscht: Dieser rührt alleine daher, dass der DOSB, der Deutsche Olympische Sportbund, zur Mitgliederversammlung nach Frankfurt eingeladen hatte. Die Abstimmung der Erklärung erfolgte zwischen dem DOSB, den Städten Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Leipzig und München sowie den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Bayern. Ganz aktuell wurde die gemeinsame Erklärung Anfang August von der Bundesinnen- und Sportministerin im Namen der Bundesregierung im Deutschen Haus in Paris unterzeichnet. Dass die Olympischen Spiele und damit verbunden die Paralympischen Spiele wieder nach Deutschland geholt werden sollen, ist also längst beschlossene Sache.
Ob es der Landesregierung gelingt, den Wünschen und Träumen des Ministerpräsidenten von hessischen Veranstaltungsorten auch Taten folgen zu lassen, werden wir vielleicht irgendwann sehen. Wir würden uns freuen, wenn das Engagement des DOSB und der Mitunterzeichner der gemeinsamen Erklärung um die Bewerbung Deutschlands von Erfolg gekrönt wird. Ob hier oder woanders: Wir unterstützen unsere olympischen und paralympischen Athleten und wünschen ihnen viel Erfolg.
Sehr geehrte Frau Landtagspräsidentin, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Wie sagt man so schön: Nach den Spielen ist vor den Spielen. – Bei den Paralympics in Paris zeigten die Athletinnen und Athleten großartige Leistungen. Die Paralympics in Paris haben, wie schon die Olympischen Spiele, für viele besondere Momente gesorgt – sportliche wie auch menschliche. Über 2 Millionen verkaufte Eintrittskarten – wir haben es gerade schon gehört – sprechen eine eindeutige Sprache.