Protokoll der Sitzung vom 29.06.2006

(Dr. Armin Jäger, CDU: Richtig.)

Weiterhin haben wir mit Blick auf die Gebäude, die in Landesbesitz sind, gute polizeiliche Arbeitsbedingungen, wie schon genannt, in Pasewalk, in Neustrelitz bei Herrn Körner, in Schwerin zum Beispiel auf dem Dreesch,

(Heinz Müller, SPD: Da haben Herr Jäger und ich schon mal ‘ne Zelle ausprobiert. – Dr. Armin Jäger, CDU: Ja, mit mir zusammen hat er ‘ne Zelle ausprobiert. – Angelika Gramkow, Die Linkspartei.PDS: Und die wurden auch wieder rausgelassen.)

in Anklam – das ist auch schon genannt worden –,

(Dr. Armin Jäger, CDU: Aber kommen Sie mal nach Schwerin!)

Boizenburg, Grevesmühlen. Na dann breche ich das hier ab, Sie können sich selbst davon überzeugen, und will auf einen anderen Punkt hinweisen, meine Damen und Herren.

(Zuruf von Dr. Armin Jäger, CDU)

Anders – und das ist jetzt ein Punkt, bei dem wir nicht mit Augenzwinkern diskutieren – als in anderen Bereichen der Landesverwaltung bin ich als Innenminister sehr froh darüber, dass wir bei der Polizei keine Fehlinvestitionen in 16 Jahren Investitionstätigkeit festzustellen brauchen. Das sage ich deshalb, weil die demografische und die finanzielle Zukunft des Landes auch die Entwicklung der Landespolizei sehr tangiert.

(Dr. Armin Jäger, CDU: Das ist richtig.)

In der kommunalen und in der Schulstruktur beispielsweise müssen topsanierte, aber leere Gebäude beklagt werden. Bei der Polizei glücklicherweise nicht und das ist schon mal etwas auf der Habenseite. Wir haben seit 1991 circa 90 Millionen Euro in die Baumaßnahmen der Landespolizei fließen lassen – in diese, ich rede jetzt gar nicht von den Mietobjekten,

(Dr. Armin Jäger, CDU: Nee, das ist richtig.)

da gibt es auch etliche weiterhin sanierte. Dabei sind solche großen Baumaßnahmen wie das Polizeizentrum in Schwerin, aber auch kleine Bauunterhaltungsmaßnahmen. Ich weiß auch, Herr Schubert, von Wolgast und von Demmin – das wird ja heute noch drankommen –,

(Zuruf von Dr. Armin Jäger, CDU)

von Rostock oder von Wismar.

(Egbert Liskow, CDU: Stralsund. – Wolfgang Riemann, CDU: Greifswald.)

Unser Ziel ist es, meine Damen und Herren, bis zum Auslaufen der Solidarpaktmittel die gesamte Unterbringungssituation der Polizei durchsaniert zu haben.

(Wolf-Dieter Ringguth, CDU: Das dauert zu lange. Das dauert viel zu lange.)

Da sind wir uns im Kabinett vor allem auch mit Frau Keler, Herr Ringguth, vollständig einig.

(Zuruf von Dr. Armin Jäger, CDU)

Entscheidend ist aber, meine Damen und Herren, für die polizeiliche Arbeit nicht, wie viel Dienststellen die Polizei hat, sondern entscheidend ist, wie mobil sie im Lande unterwegs ist.

(Dr. Armin Jäger, CDU: Ja.)

Präsenz in der Fläche ist nicht identisch mit Präsenz an bestimmten Lokalitäten. Und deswegen ist unser Ziel die Präsenz in der Fläche. Wir werden intensiv prüfen, ob die Landespolizei überhaupt die 347 Liegenschaften zur Gewährleistung der inneren Sicherheit in MecklenburgVorpommern braucht.

(Egbert Liskow, CDU: Dann brauchen wir wahrscheinlich gar keine.)

Nochmals: Wir wollen in absehbarer Zeit alle Liegenschaften sanieren,

(Dr. Armin Jäger, CDU: Ab November dürfen sie dann wieder nicht mehr Streife fahren, weil kein Sprit mehr da ist wie letztes Jahr.)

aber wir wollen keine Fehlinvestitionen haben.

(Dr. Armin Jäger, CDU: Und vorsichtig müssen sie auch noch fahren, ja, ja.)

Und, meine Damen und Herren von der CDU, sollten wir uns von kostenintensiven Liegenschaften verabschieden können, werden wir dieses tun.

(Dr. Armin Jäger, CDU: Das bestreitet ja niemand.)

Gut. Vielen Dank. Da bin ich schon mal sehr zufrieden.

(Wolfgang Riemann, CDU: Aber in Wolgast und Demmin wird es immer Polizei geben. – Siegfried Friese, SPD: Das weiß man nicht.)

Meine verehrten Unionsfreunde, der Antrag, den Sie gestellt haben,

(Heiterkeit bei einzelnen Abgeordneten der CDU – Dr. Armin Jäger, CDU: Der ist gut, ne?!)

ist deswegen überflüssig. So, und nun will ich es Ihnen begründen.

(Dr. Armin Jäger, CDU: Wann sagen Sie den Polizisten denn mal, wann es losgeht?)

Denn das Ziel, nämlich einen flexiblen Mitteleinsatz herbeizuführen, wird mit dem geltenden Haushaltsrecht bereits erreicht.

(Zuruf von Dr. Armin Jäger, CDU)

Herr Riemann wird es bestätigen. Ich denke, in so einer Sitzung wie heute – ich weiß gar nicht, ob es Ihre letzte Rede sein wird oder die vorletzte,

(Dr. Armin Jäger, CDU: Na schauen wir mal! – Heiterkeit bei Wolfgang Riemann, CDU)

schauen wir mal – sollte man wenigstens bei den Sachverhalten bleiben dürfen.

(Dr. Armin Jäger, CDU: Ja, ja, Herr Innenminister, genau das ist Ihr Problem.)

Ich weiß allerdings auch, dass die Idee dieses Antrag e s – da war ich sogar dabei – kürzlich bei einer GdPDemonstration hier vor dem Schloss geboren wurde,

(Wolfgang Riemann, CDU: Einen Monat ist es her. – Zuruf von Egbert Liskow, CDU)

aber die entscheidende Frage ist immer, bringt es etwas, vor allem, bringt es eine Verbesserung.

(Dr. Armin Jäger, CDU: Bei Ihnen wissen wir das ja nie, weil Sie sich nicht durchsetzen.)

Herr Minister, gestatten Sie eine Zwischenfrage des Abgeordneten Schubert?

Am Ende bitte, Herr Schubert, wenn ich mit der Rede fertig bin.

Vor allem ist die Frage die: Bringt es einen zusätzlichen Euro?

(Dr. Armin Jäger, CDU: Ja, das ist die Frage.)

Und da sage ich Ihnen, es bringt nichts,

(Dr. Armin Jäger, CDU: Ja, weil Sie sich nicht trauen.)