Protokoll der Sitzung vom 05.03.2008

(Stefan Köster, NPD: Sie haben an Ihrer Grenze Menschen erschossen. – Zuruf von Udo Pastörs, NPD)

„Die Treue ist das Maß der Ehre“ wie in Halbe Brandreden und stellt fest:

(Zuruf von Stefan Köster, NPD)

Die „heldenhafte Wehrmacht“ hat „kapituliert“, das „Deutsche Reich“ aber „niemals“.

(Zuruf von Udo Pastörs, NPD)

„Und nur das Deutsche Reich kann“ Grundlage für „eine... lebendige, deutsche Nation“ sein.

(Michael Andrejewski, NPD: Das Völkerrecht.)

Nein, meine Herren von der NPD-Fraktion,

(Dr. Wolfgang Methling, DIE LINKE: Ja, und er ist der Nachfolger.)

Sie können sich noch so sehr als Friedenstaube oder Friedensengel verkleiden, Ihre demokratiefeindlichen, menschenverachtenden und vom völkischen Rassen

wahn geprägten Politikansätze und Verhaltensmuster werden immer und immer wieder durchschimmern und von uns entlarvt und angeprangert werden.

(Heiterkeit bei Abgeordneten der Fraktion der NPD)

Und deshalb werden wir auch in diesem Fall diesen Antrag geschlossen ablehnen. – Danke schön.

(Beifall bei Abgeordneten der Fraktionen der SPD, CDU, DIE LINKE und FDP)

Danke, Herr Ritter.

Das Wort hat jetzt der Abgeordnete und Fraktionsvorsitzende der NPD Herr Pastörs.

(Dr. Wolfgang Methling, DIE LINKE: Oh, oh, jetzt schwebt er wieder ein, der Engel.)

Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wenn die SPD, CDU, FDP schon in ihrer Verblendung, wie wir gehört haben von Herrn Ritter, weiterhin für Kampfeinsätze der Bundeswehr unter amerikanischem Oberbefehl bleiben wollen, dann nehmen Sie doch bitte auch noch Folgendes zur Kenntnis: Es gebietet die Vorsorgepfl icht für unsere Soldaten – das ist übrigens im Soldatengesetz geregelt –,

(Zuruf von Dr. Wolfgang Methling, DIE LINKE)

ihnen erstens die bestmögliche Ausrüstung mit auf den Weg zu geben und zweitens sie auch mental zu stärken, bevor man diese jungen Männer an die Front schickt. Gegen beides wird in eklatanter Weise hier in Deutschland verstoßen.

(Harry Glawe, CDU: 15 Prozent der Bundeswehrsoldaten sind übergewichtig.)

Ich empfehle Ihnen einmal, sich die Kritik des ehemaligen Generalinspekteurs der Bundeswehr Herrn Kujath zu Gemüte zu führen. Dann wissen Sie, was notwendig wäre, um unsere Truppe nicht zuletzt auch zu ihrem Eigenschutz schlagkräftig zu machen: U-Boote, wie ich schon sagte, kostenlos natürlich, das Modernste, was die deutsche Rüstungsindustrie zu bieten hat, an den Judenstaat in Palästina, unsere Soldaten mit mangelnder Ausrüstung an die Front.

Noch ein Wort zu Ihnen, Herr Ritter, was meine Rede in Rathenow angeht: Ich habe dort sehr klar herausgestellt, dass die NPD für eine starke Verteidigungsmacht ist, aber dass diese Verteidigungsmacht nur ihre Aufgabe zur Verteidigung ihres Auftrages, nämlich der deutschen Nation, auszuführen hat innerhalb deutscher Grenzen.

(Reinhard Dankert, SPD: Was ist für Sie deutsche Nation? – Zuruf von Dr. Wolfgang Methling, DIE LINKE)

Und das verschweigen Sie.

(Unruhe bei Abgeordneten der Fraktion DIE LINKE – Beifall bei Abgeordneten der Fraktion der NPD – Reinhard Dankert, SPD: Dann sagen Sie doch hier mal, welche Grenzen Sie meinen! – Zuruf von Egbert Liskow, CDU)

Und noch eins, meine Herrschaften: Ich sprach von dem ehemaligen General Kujath, der bemängelt, dass unsere Soldaten im Stich gelassen werden, weil sie nicht vernünftig ausgerüstet sind. Es gibt einen Hauptfeldwebel Deutschel, dem fehlen beide Beine. Mir wurde dieser

Fall zugetragen von ehemaligen Kameraden, die mit mir gedient haben.

(Dr. Wolfgang Methling, DIE LINKE: Aha!)

Dieser Soldat ist Opfer geworden, weil die Ausrüstung nicht stimmt dort in Afghanistan. Dieser Mann bewegte sich auf Patrouille mit einem Fahrzeug, das die Bundeswehr „Wolf“ nennt. Das ist ein Fahrzeug, das schwach gepanzert ist. Jeder weiß, wenn eine Landmine explodiert, dann geschieht bestenfalls das, was Sie hier sehen.

(Der Abgeordnete Udo Pastörs zeigt eine Zeitschrift.)

Ich sage Ihnen, die Militärführung in Deutschland beklagt das nicht seit gestern, sondern schon seit Jahren, denn es gibt die Möglichkeit, die Soldaten auf Patrouille besser zu schützen, weil wir nämlich bereits ein neues Waffensystem haben,

(Zurufe von Dr. Wolfgang Methling, DIE LINKE, und Irene Müller, DIE LINKE)

was aber aus fi nanziellen Gründen nicht zur Truppe gelangt. Und dabei handelt es sich um ein sehr leistungsfähiges Gefechtsfahrzeug, nämlich den sogenannten „Boxer“ mit einer optimalen Panzerung und damit einem optimalen Schutz für unsere Soldaten, die auf Ihre Anweisung …

(Dr. Wolfgang Methling, DIE LINKE: Ich dachte, Sie wollen Militäreinsätze stoppen.)

Sie werden ja nicht gestoppt, wie wir gehört haben. Aber wenn man sie schon nicht stoppt, Herr Professor,

(Angelika Gramkow, DIE LINKE: Aha! – Dr. Wolfgang Methling, DIE LINKE: Aber dann ordentlich, ja?!)

dann soll man diese Leute nicht mit veralteter Ausrüstung ins Feuer schicken.

(Dr. Wolfgang Methling, DIE LINKE: Ja, ja.)

Das ist es, was mich bewegt.

(Peter Ritter, DIE LINKE: Oh!)

Und deswegen bleibt es bei der Position der NPD: starke Streitkräfte zum Schutz unseres Landes,

(Angelika Gramkow, DIE LINKE: Es reicht! – Zuruf von Dr. Wolfgang Methling, DIE LINKE)

keine Auslandseinsätze der Bundeswehr. Man könnte das auch in einem Schlagwort zusammenfassen, das heißt: Keine deutschen Truppen im Ausland, aber auch, meine Herrschaften, keine ausländischen Truppen in Deutschland.

(Birgit Schwebs, DIE LINKE: Ihre Zeit ist um!)

Ich bitte um Zustimmung zu unserem Antrag.

(Beifall bei Abgeordneten der Fraktion der NPD – Zuruf von Dr. Wolfgang Methling, DIE LINKE)

Meine Damen und Herren, es liegen keine weiteren Wortmeldungen vor. Ich schließe die Aussprache.

Wir kommen zur Abstimmung über den Antrag der Fraktion der NPD auf Drucksache 5/1303. Wer dem zuzustimmen wünscht, den bitte ich um ein Handzeichen. – Danke. Die Gegenprobe. – Danke. Damit ist der Antrag der Frak

tion der NPD auf Drucksache 5/1303 bei Zustimmung der NPD-Fraktion, aber Ablehnung aller anderen Fraktionen abgelehnt.

Meine Damen und Herren, vereinbarungsgemäß kommen wir jetzt zu den Tagesordnungspunkten, die ursprünglich am Freitag vorgesehen waren. Wir beginnen mit dem letzten Antrag.