Protokoll der Sitzung vom 10.04.2014

als Zubringer zum Fernverkehr Richtung Berlin und Hamburg, als gute Möglichkeit, um Menschen mit Mobilitätseinschränkungen die Möglichkeit zu geben, mobil zu bleiben und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

(Zuruf von Dr. Norbert Nieszery, SPD)

Sie wollen ihre Südbahn erhalten, weil durch die Südbahn in einer strukturschwachen Region Chancen für eine bessere Entwicklung des Tourismus eröffnet werden,

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Frau Borchardt, mit dem Zug fährt keiner.)

weil durch eine gute Infrastruktur die Chance besteht...

Herr Dr. Nieszery, es ist einfach falsch, dass da keiner mitfährt,

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Sehen Sie doch die Zahlen!)

und ich werde Ihnen sagen,

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Gucken Sie sich doch die Zahlen an!)

gerade die Strecke,

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Gucken Sie sich doch die Zahlen an!)

die Sie jetzt als Schienenersatzverkehr darstellen wollen,

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Hören Sie auf!)

die wird am meisten in Anspruch genommen.

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Ach!)

Das ist doch Irrsinn, aber das wollen Sie einfach nicht zur Kenntnis nehmen.

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Ist okay, Frau Borchardt. Machen Sie weiter Ihre Einbringung! Aber das ist egal, das ist Frau Borchardt egal.)

Nein, Ihnen sind die Menschen egal.

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Frau Borchardt ist das egal. – Zuruf von Andreas Butzki, SPD)

Sie greifen durch, Basta-Politik und mehr haben Sie nicht.

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Ach, wissen Sie was, Frau Borchardt, machen Sie weiter! – Zuruf von Vincent Kokert, CDU)

Sie wollen ihre Südbahn erhalten, weil durch die Südbahn in einer strukturschwachen Region Chancen für eine bessere Entwicklung des Tourismus eröffnet werden, weil durch eine gute Infrastruktur die Chance besteht, dass junge Menschen, die in den letzten Jahren abgewandert sind, wieder zurückkommen.

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Sie sind abgewandert wegen der Südbahn, nicht wahr, Frau Borchardt?)

Kurz gesagt,

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Oh Mann, oh Mann, oh Mann!)

die Region und die Einwohner zwischen Hagenow und Neustrelitz

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Ich kann das nicht mehr mit anhören.)

brauchen ihre Südbahn.

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Jaja.)

Sie brauchen sie durchgehend mit guten Taktzahlen, als direktes Angebot der Politik für den ländlichen Raum.

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Ja, was nicht genutzt wird.)

Und wie bitte schön gehen Sie mit diesem Engagement um? Sie tun so, als ob Sie die Befürchtungen der Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen, laden die Bürgerinitiative zu einem Gespräch ein,

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Sollen wir das nicht machen, Frau Borchardt?)

versprechen die Prüfung der Vorschläge der Bürgerinitiativen und bleiben dennoch fest bei Ihrer Entscheidung,

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Ja.)

die bereits seit Sommer 2013 feststand.

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Das nennt man Standhaftigkeit, begründete Standhaftigkeit.)

Ist Ihre Politik des Dialogs nur ein Placebo? Aber auch das kennen wir ja bereits.

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Oh Gott, oh Gott, oh Gott!)

Experten und Bürgerinitiativen werden großzügig eingeladen, man nimmt sich die Zeit, aber es bleiben am Ende Alibiveranstaltungen, denn Ihre bereits getroffenen Entscheidungen stehen fest.

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Ach, Frau Borchardt!)

Und man hört immer wieder nur ein Argument – das Geld. Richtig ist, dass die notwendigen Mittel für die Verkürzung des Taktes der S-Bahn in Rostock eingesetzt werden. Ja, es ist richtig, die Südbahn rechnet sich zurzeit nicht.

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Ach?!)

Ob sie sich in den nächsten Jahren rechnen wird, kann niemand belegen.

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Aller Wahrscheinlichkeit nach aber nicht, und das wissen Sie auch, Frau Borchardt.)

Aber, meine Damen und Herren, ist das wirklich die entscheidende Frage? Wollen wir in Zukunft alles, was sich nicht rechnet, in der Daseinsvorsorge abschaffen,

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Bei der weiter abnehmenden Bevölkerungszahl ist das doch klar.)

oder ist es nicht eher eine politische Frage? Nämlich: Will ich für den ländlichen Raum im Sinne der Daseinsvorsorge eine Infrastruktur vorhalten, auch wenn sie sich nicht rechnet? Ich meine, ja, wir sollten es tun.

Herr Minister Pegel, auch meine Fraktion erkennt die finanziellen Zwänge, gerade was den SPNV und den ÖPNV angeht, an.

(Zuruf von Manfred Dachner, SPD)

Was wir aber nicht akzeptieren können und werden, ist eine Umschichtung der finanziellen Mittel zulasten des ländlichen Raumes. Ihr Plan, Minister Pegel, die Südbahn zu zerschlagen und in Teilen auf Schienenersatzverkehr zu setzen, ist eine Fehlentscheidung.