Protokoll der Sitzung vom 10.12.2014

Herr Ritter, Sie können im Anschluss an die Sitzung zu mir kommen, dann erkläre ich Ihnen, was das für ein Verfahren ist.

(Heiterkeit und Unruhe vonseiten der Faktionen der SPD und DIE LINKE)

… ein weiterer Beweis für die Unsinnigkeit von Tierversuchen. Es besteht also keinerlei Notwendigkeit für die Weiterführung von Tierversuchen hier in MecklenburgVorpommern und auch nicht im Rest unseres Landes.

Das Bundesland Nordrhein-Westfalen machte unter anderem am 3. Dezember 2014 den ersten richtigen Schritt in diese Richtung. Dort kündigte der Landtag die Errichtung eines tierversuchsfreien Forschungszentrums an – ein aus unserer Sicht begrüßenswerter Schritt. Mecklenburg-Vorpommern sollte diesem in nichts nachstehen und gleich noch einen Schritt weiter gehen. Machen auch Sie endlich Schluss mit dem unnötigen Leid Tausender Tiere hier im Land! Tierversuche sind und bleiben uneffektiv, unrentabel und sind zudem unmenschlich, aber für diejenigen natürlich, die sich mit den Tierversuchen eine goldene Nase verdienen, ein lohnendes Geschäft. Zeigen Sie jedoch endlich einmal etwas von der Moral, die Sie hier in diesem Hause immerzu predigen!

Sie haben es heute in der eigenen Hand, außer Geschwafel etwas Wirkliches und Moralisches zu tun, außer natürlich, Sie wollen, dass Tiere gequält und misshandelt werden, und das nicht nur in der Forschung. Denn darauf zielt unser Antrag ebenfalls ab. Es dürfen und es sollen keine Produkte mehr importiert werden, die mit Tier- versuchen auf irgendeine Art und Weise in Kontakt kamen.

(Zuruf von Jochen Schulte, SPD)

In Deutschland sind Tierexperimente, in welchem Bereich auch immer, schon schrecklich genug.

Herr Schulte, auch das kommt mit Sicherheit ins Protokoll, alles hervorragend. Sie mit Ihrem Menschheitsgefasel entzaubern sich immer wieder.

(allgemeine Unruhe)

Mein Abschlusssatz: Statt Tierversuche zu beenden, wollen Sie eine Gesellschaftsform als pervertierte Konsumgesellschaft aufrechterhalten

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Wissen Sie überhaupt, was Sie da vorlesen?)

und sind dabei wahrscheinlich die größten Konsumidioten. – Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

(Beifall vonseiten der Fraktion der NPD – Wolf-Dieter Ringguth, CDU: Oha! Oha!)

Herr Köster, für den letzten Ausdruck erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf.

Weitere Wortmeldungen liegen mir nicht vor. Ich schließe die Aussprache.

Wir kommen zur Abstimmung über den Antrag der Fraktion der NPD auf Drucksache 6/3509. Wer dem zuzustimmen wünscht, den bitte ich um ein Handzeichen. – Die Gegenprobe. – Stimmenthaltungen? – Damit ist der Antrag der Fraktion der NPD auf Drucksache 6/3509 mit den Stimmen der Fraktionen von SPD, CDU, DIE LINKE, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, bei Zustimmung der Fraktion der NPD abgelehnt.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir sind damit am Schluss der heutigen Tagesordnung. Ich berufe die nächste Sitzung des Landtages für Donnerstag, den 11. Dezember 2014, 9.00 Uhr ein. Die Sitzung ist geschlossen.