Elektromobilität – bei all den Problemen, die es mit der Elektromobilität gibt, ein ganz wichtiger Vorteil ist, dass sie als Stromspeicher funktionieren kann und dass wir
momentan große Überschüsse haben in der Regenerativstromproduktion, die zunehmend abgeregelt werden, die wir trotzdem bezahlen als Stromkunden und wo es sinnvoll wäre,
genau diese zu verwenden, um sie in Elektroautos zu speichern. Das spricht übrigens auch noch mal sehr für eine Infrastruktur zu Hause und beim Arbeitgeber, weil ich die durch einen Stromversorger relativ gut steuern könnte, sodass ich dann die Ladezeiten habe, wenn ich ein Überangebot habe.
Das ist ein großes Problem bei den Schnellladestationen, weil die mit einer Wahnsinnsleistung aus dem Netz in diesen 20 Minuten das Ding vollpumpen müssen. Und das ist natürlich ein Problem für eine Netzinfrastruktur, die gerne eine Flexibilität hätte, um sich dem Bedarf von Sonne und Wind anzupassen. Das ist auch der Vorteil der Wasserstoffmobilität, weil ich dort die Wasserstoffproduktion dem Angebot von Sonne und Wind stärker anpassen kann und deswegen kontinuierlich dem hinterherfahren, das gut lagern und einsetzen kann in den Tankstellen. Das spricht tatsächlich sehr dafür.
Die Frage ist, warum wir uns ausklinken wollen aus einer bundesweiten Initiative. Wir als Urlaubsland, als Durchgangsland, als Transitland müssen mit dabei sein!
Also wenn klar ist, dass über unser Land die Autos fahren sollen, die aus Skandinavien kommen, die aus Osteuropa kommen,
dann müssen wir eine Mindestinfrastruktur haben. Der Bund ist bereit, das zu finanzieren. Es geht jetzt nicht darum, gigantische Summen da reinzugeben, sondern einfach nur zu sagen, wir als Land nehmen die drei, das halten wir für sinnvoll.
Ja, weil es nicht in dem Antrag steht... Hier steht allgemein drin, sich für eine nachhaltige Förderung wasserstoffangetriebener Kraftfahrzeuge einzusetzen.
Ihr könnt doch damit andere Idee entwickeln, ihr könnt aber auch sagen, Mensch, der Herr Jaeger hat einen guten Vorschlag gemacht,
da nehmen wir mal das Bundesprogramm mit, aber müsst ihr ja nicht, ihr könnt ja bessere entwickeln. Das wäre also nicht das Problem.
Ich glaube ernsthaft, dass in den Regionen Rostock, Neubrandenburg und Schwerin mit einer Wasserstofftankstelle tatsächlich auch die Möglichkeit der Fahrzeuge genutzt werden kann. Inzwischen befinden sich zwei Fahrzeuge – beides japanische, beziehungsweise Südkorea – auf dem Markt in Deutschland,
Das nächste Problem, Mignon, was du gebracht hast zu dem Thema, ist die soziale Frage. Alle Entwicklungen, die wir im Automobilbereich hatten – Airbag, auch Gurte, Katalysator, Abstandssensoren und so weiter – sind tatsächlich immer erst in der Oberklasse eingeführt worden. Nachdem sie dort genutzt wurden, wurden sie nach unten durchgereicht.
Jetzt ist die grundsätzliche Frage bei Elektromobilität: Wollen wir sie? Und wie können wir sie sozusagen vorankriegen? Wir werden sie nicht im Billigpreissegment der Autos einführen, das ist völlig klar. Wer das will, muss darauf verzichten, weil, man kann nicht erst...
(Heinz Müller, SPD: Über das, was nicht da ist, muss man nicht streiten. – Dr. Norbert Nieszery, SPD: Das geht gar nicht.)
aber zu glauben, Forschung gäbe es umsonst und die müsse nicht irgendjemand aus Steuermitteln finanzieren, ist absoluter Quatsch, auch das Konzept, zu sagen, wenn alles fertig ist, dann steigen wir in die Nutzung ein. Wir werden am Anfang mit Schwierigkeiten leben müssen und die Frage ist, wie wir dann sinnvoll einen Weg finden, der die Gesellschaft möglichst wenig kostet.
Jetzt der nächste Punkt. Elektroautos sind – wie es der Minister dargestellt hat – deutlich teurer und wirklich deutlich entfernt von jeder betriebswirtschaftlichen Betrachtungsweise.
Wer es aus rein betriebswirtschaftlichen Gründen machen will, ist mit einem Elektroauto völlig verkehrt bedient. Da sind wir uns einig.
Es geht also eher um Imagefragen oder weil man eine Richtung unterstützen möchte und so weiter. Wenn das richtig ist, dann bedeutet das, dass die 5.000 Euro, die da vorgeschlagen werden aus Niedersachsen, glaube ich, oder Hessen, …
… aus Niedersachsen vorgeschlagen werden, nicht dazu führen, dass ich plötzlich mit einem Elektroauto im Gewinnbereich bin und ich sozusagen die Leute unterstütze, die eh schon einen Haufen Knete haben,
Was ist denn der Unterschied, wenn ich im öffentlichen Bereich sage, dann fördere ich einfach nur bei den Kommunen die Elektroautos, das ist doch eine gute Sache, dann hat die öffentliche Hand etwas davon? Wir können mit wesentlich weniger Steuermitteln am Ende eine wesentlich größere Anzahl von Elektrofahrzeugen anschaffen, weil wir nämlich private Gelder in erheblichem Umfang mit nutzen können.
Bei der öffentlichen Hand müssen wir quasi alles an Mehrkosten fördern oder Sie müssen es aus den Steuermitteln der öffentlichen Hand nehmen.