Protokoll der Sitzung vom 01.07.2015

der soziale Arbeitsmarkt inklusive Passiv-Aktiv-Transfer,

(Vincent Kokert, CDU: Ah!)

dieses Thema, was wir hier schon mehrfach hatten, wo wir ein Modellprojekt mit einem Antrag eingebracht haben,

(Vincent Kokert, CDU: Der soll auf jeden Fall auch noch gegendert werden. – Zuruf von Jürgen Suhr, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

wo es immer wieder heißt, brauchen wir nicht, haben wir schon, machen wir schon, oder es wird auf die Bundes

ebene verwiesen. Wir sagen, Leute, das reicht nicht. Wir haben eben auch gehört, die Bundesregierung in Form von Frau Nahles, die ja hier offensichtlich sehr viel getan hat …

(Torsten Renz, CDU: Da läuft doch ein Modellprojekt in Baden-Württemberg, das geht doch bis Dezember 2016.)

Jetzt rede ich!

(Heiterkeit vonseiten der Fraktion der CDU)

Herr Renz, ich bitte noch mal um Ihr Gehör, damit Sie mir auch folgen können

(Heiterkeit vonseiten der Fraktion der CDU)

und nachher nicht sagen, Sie hätten etwas verkehrt verstanden.

Ich finde schon die Lobhudelei, insbesondere der CDU in dem Bereich, ein bisschen vermessen und ich denke, Herr Foerster wird in der ihm eigenen Art nachher noch mal auf einzelne Dinge eingehen.

(Heiterkeit bei Vincent Kokert, CDU: Ah, da setzen Sie jetzt wieder voll auf Herrn Foerster, der das geraderückt. Das ist ja unglaublich!)

Ich möchte aber hier noch mal auf Frau Nahles kommen. Frau Nahles hat im November des vergangenen Jahres ihr Bundesprogramm vorgestellt, und wie wir meinen, ist das kein großer Wurf.

(Peter Ritter, DIE LINKE: Richtig, sehr richtig.)

Sie bringt weder einen verlässlichen sozialen Arbeitsmarkt noch eine Erprobung des Passiv-Aktiv-Transfers.

(Wolf-Dieter Ringguth, CDU: So, da haben wir es wieder!)

Wir finden, Innovation ist hier eine Fehlanzeige.

(Zuruf von Udo Pastörs, NPD)

Vielmehr ist dieses Programm schmalspurig und möglichst auf rasche Integration in den sogenannten ersten Arbeitsmarkt ausgerichtet. Das bleibt so, wie wir meinen, deutlich hinter der Intention des sozialen Arbeitsmarktes zurück, der eben durch langfristig wirksame Maßnahmen eine gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen würde.

(Zuruf von Wolf-Dieter Ringguth, CDU)

Viel zu viele langzeitarbeitslose Menschen wurden mit den bisherigen Möglichkeiten nicht erreicht. Bei den arbeitsmarktpolitischen Instrumenten suchen wir und Neues wird zwar immer wieder probiert, aber letztendlich mit neuem Etikett. Es sind altbekannte Maßnahmen mit neuem Namen.

Hier wurde eben noch mal gesagt …

(Torsten Renz, CDU: Was schlagen Sie denn konkret vor?)

Nicht zugehört?

Also es gab hier mehrere Anträge, und ich finde es mittlerweile ignorant und unangemessen, mit welcher Lächerlichkeit hier mit bestimmten Anträgen umgegangen wird.

(Torsten Renz, CDU: Überhaupt nicht, das meine ich im Ernst.)

Wir haben ganz konkrete Vorschläge gemacht. Hier sind Vorschläge gemacht worden und das ist auch wieder nicht richtig.

(Zuruf von Udo Pastörs, NPD)

Und ihr ruht euch aus und sagt, ach, jetzt habt ihr das gemacht, das ist nicht in Ordnung, jetzt kommen konkrete Vorschläge, das ist auch nicht in Ordnung.

(Zuruf von Vincent Kokert, CDU)

Wir haben natürlich die Schwierigkeit, dass die Bundesregierung leider pennt und sie kommt immer wieder mit neuen Sachen,

(Peter Ritter, DIE LINKE: Aber nicht mit Angela Merkel.)

und dann sagt ihr, es ist alles in Ordnung. Also aufgepasst, nicht nur im Straßenverkehr, sondern auch hier!

(Heiterkeit und Unruhe vonseiten der Fraktion der CDU)

Also ich denke, wir haben die Bürgerarbeit gehabt. Es gab da Erfolge oder auch nicht, jetzt haben wir ein ESFFörderprogramm.

(Vincent Kokert, CDU: Ich finde Ihre Rede befremdlich, Frau Gajek.)

Frau Kollegin Vizepräsidentin, unterbrechen Sie bitte noch mal Ihre Rede.

(Heiterkeit bei Udo Pastörs, NPD: Das wird ja immer mehr zur Karnevalsnummer hier.)

Sehr geehrte Damen und Herren des Parlaments, insbesondere spreche ich die Herren der CDU-Fraktion an,

(Unruhe vonseiten der Fraktion der CDU – Zuruf von Wolf-Dieter Ringguth, CDU)

ich möchte Sie herzlich bitten, und Sie als Parlamentarischer Geschäftsführer, Herr Ringguth, insbesondere, ich möchte Sie herzlich bitten, diese Debatte hier mit entsprechender Aufmerksamkeit zu verfolgen, ansonsten bitte ich Sie, den Plenarsaal zu verlassen. Entweder man entscheidet sich, hier im Saal zu sein, und dann verfolgt man die Debatte, ansonsten, wenn man diese Konzentration um diese Uhrzeit nicht mehr aufbringen kann,

(Heiterkeit bei Udo Pastörs, NPD: Ach, schön! – Zuruf von Michael Andrejewski, NPD)

muss man sich draußen in der Lobby aufhalten und einen Kaffee trinken. Das sage ich jetzt ganz freundlich, bevor ich zu anderen Maßnahmen greife. Also ich bitte Sie ganz herzlich, das zu befolgen und der Rednerin zuzuhören.

Bitte, Frau Abgeordnete Gajek, Sie haben das Wort.

Danke, Frau Präsidentin!

Ich würde jetzt gern wieder einsteigen bei den Maßnahmen,

(Heiterkeit bei Udo Pastörs, NPD: Oh Gott!)

und zwar, wenn Sie sich erinnern, habe ich darauf verwiesen, dass es die Bürgerarbeit gab. Jetzt gibt es ein ESF-Förderprogramm und die Umetikettierung des Programmes „50 plus“, darauf ist schon eingegangen worden. Wir haben es hier mehrfach diskutiert und ich verweise wirklich noch mal auf die Debatte aus dem Dezember 2014

(Vincent Kokert, CDU: Schon wieder!)