Protokoll der Sitzung vom 25.06.2003

Ein letzter Satz, Frau Präsidentin.

(Karl-Heinz Klare [CDU]: Die Zeit läuft ab!)

- Ist Ihnen das alles peinlich? - Sie haben im Haushalt 45 Millionen Euro freiwillige Leistungen. Wenn Sie Ihr Einsparziel von 156 Millionen Euro erbringen können, dann können Sie das bei den freiwilligen Leistungen, beim Landesblindengeld, bei der Behindertenhilfe und beim Krankenhausinvestitionsprogramm, weil Sie das Landespflegewohngeld bereits festgeschrieben haben. Dann müssen Sie das alles platt machen. Solange Sie nicht das Gegenteil beweisen, muss ich feststellen, dass Sie einen sozialpolitischen Kahlschlag durchführen. Das ist wohl auch noch legitim, meine Damen und Herren.

(Lebhafter Beifall bei der SPD)

Meine Damen und Herren, wir sind am Ende der Beratungen. Wir kommen zur Abstimmung.

Wir stimmen zunächst über den Änderungsantrag der Fraktion der SPD und, falls dieser abgelehnt wird, dann über die Beschlussempfehlung des Ausschusses ab.

Wer dem Änderungsantrag der Fraktion der SPD zustimmen will, den bitte ich um ein Handzeichen. - Wer den Änderungsantrag ablehnt, den bitte ich um ein Handzeichen. - Das ist eindeutig die Mehrheit.

Wer der Beschlussempfehlung des Ausschusses zustimmen will, den bitte ich um ein Handzeichen. - Wer ihr nicht folgen will, den bitte ich um ein Handzeichen. - Stimmenthaltungen? - Das Erste war die Mehrheit. Damit verfahren wir wie empfohlen.

Meine Damen und Herren, wir kommen nun vereinbarungsgemäß zu

Tagesordnungspunkt 24: Vorschlag der Landesregierung gegenüber dem Landtag zur Wahl der Vizepräsidentin des Landesrechnungshofs, Honorarprofessorin Martha Jansen, zur Präsidentin des Landesrechnungshofs gemäß Artikel 70 Abs. 2 der Niedersächsischen Verfassung Wahlvorschlag der Landesregierung Drs. 15/225 - Beschlussempfehlung des Ausschusses zur Vorbereitung der Wahl und der Zustimmung des Landtages nach Artikel 70 Abs. 2 der Verfassung - Drs. 15/261

und

Tagesordnungspunkt 25: Vorschlag der Landesregierung gegenüber dem Landtag zur Wahl des Ministerialdirigenten und Mitglied des Landesrechnungshofs Diplom-Volkswirt Fritz Müller zum Vizepräsidenten des Landesrechnungshofs gemäß Artikel 70 Abs. 2 der Niedersächsischen Verfassung - Wahlvorschlag der Landesregierung - Drs. 15/226 - Beschlussempfehlung des Ausschusses zur Vorbereitung der Wahl und der Zustimmung des Landtages nach Artikel 70 Abs. 2 der Verfassung - Drs. 15/262

Mit den Ihnen vorliegenden Wahlvorschlägen schlägt die Landesregierung vor, zunächst die bisherige Vizepräsidentin, Frau Honorarprofessorin Martha Jansen, zur Präsidentin des Landesrechnungshofs und im Anschluss daran Herrn DiplomVolkswirt Fritz Müller zum Vizepräsidenten des Landesrechnungshofs zu wählen.

Gemäß Artikel 70 Abs. 2 der Niedersächsischen Verfassung in Verbindung mit § 4 Abs. 1 des Gesetzes über den Niedersächsischen Landesrechnungshof wählt der Landtag auf Vorschlag der Landesregierung sowohl die Präsidentin als auch den Vizepräsidenten des Landesrechnungshofs mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der anwesenden Mitglieder des Landtages, mindestens jedoch mit der Mehrheit seiner Mitglieder, auf die Dauer von zwölf Jahren.

Gemäß § 5 Abs. 3 Satz 3 unserer Geschäftsordnung stimmt der Landtag ohne Aussprache ab. Gewählt wird gemäß § 86 in Verbindung mit § 84 unserer Geschäftsordnung in diesem Fall mit Stimmzetteln.

Um die beiden erforderlichen Wahlvorschläge möglichst zügig abzuwickeln, verwenden wir in diesem Fall nicht die Stimmzettel, die in den Schubladen der Abgeordnetentische liegen, sondern eigens angefertigte Stimmzettel, die Ihnen in diesen Minuten auf den Tisch gelegt wurden. So wird es möglich, beide Wahlen in Rahmen eines Namensaufrufs durchzuführen.

Wir beschließen über die Wahlvorschläge in der Drucksache 225 und 226. Zu dem Wahlvorschlag in der Drucksache 225 erhalten Sie einen Stimmzettel in der Farbe rosa und zu dem Wahlvorschlag in der Drucksache 226 in der Farbe blau.

Wer dem Wahlvorschlag zustimmen will, kreuzt auf seinem Stimmzettel jeweils „Ja“ an. Wer ihn ablehnen will, kreuzt „Nein“ an. Wer sich enthalten will, kreuzt „Enthaltung“ an.

Wir kommen zur Wahl. Ich bitte die Schriftführerinnen Frau Zachow und Frau Saalmann an die Wahlurnen, die vorne auf dem Stenografentisch aufgestellt sind. Bitte überzeugen Sie sich davon, dass die Wahlurnen leer sind.

Die Mitglieder des Landtags werden nach dem Alphabet aufgerufen und gebeten, nach vorne zu kommen, um den Stimmzettel jeweils in die mit dem entsprechenden Stimmzettel markierte Box zu werfen. Die Schriftführerinnen Frau Zachow und Frau Saalmann und das Präsidium stimmen nach dem Namensaufruf ab.

Ich bitte um Ruhe, damit im Saal der Namensaufruf erfolgen kann. Wir beginnen mit dem Namensaufruf.

(Schriftführerin Brigitte Somfleth ver- liest die Namen der Abgeordneten. Die Abstimmung verläuft wie folgt:)

Johann-Heinrich Ahlers Michael Albers (SPD) entschuldigt Joachim Albrecht (CDU) Heinrich Aller (SPD) Bernd Althusmann (CDU) Dr. Gabriele Andretta (SPD) Klaus-Peter Bachmann (SPD) Uwe Bartels (SPD)

Heiner Bartling (SPD) Martin Bäumer (CDU) Rainer Beckmann (CDU) Karsten Behr (CDU) Karin Bertholdes-Sandrock (CDU) Hans-Christian Biallas (CDU) Ulrich Biel (SPD) Dr. Uwe Biester (CDU) Friedhelm Biestmann (CDU) Karl-Heinz Bley (CDU) Heike Bockmann (SPD) Jörg Bode (FDP) Norbert Böhlke (CDU) Hennig Brandes (CDU) Ralf Briese (GRÜNE) Volker Brockmann (SPD) Professor Dr. Emil Brockstedt (CDU) Christina Bührmann (SPD) Bernhard Busemann (CDU) Werner Buß (SPD) Reinhold Coenen (CDU) Helmut Dammann-Tamke (CDU) Dr. Karl-Ludwig von Dannwitz (CDU) Klaus-Peter Dehde (SPD) Hermann Dinkla (CDU) Christian Dürr (FDP) Ingrid Eckel (SPD) Hans-Heinrich Ehlen (CDU) Petra Emmerich-Kopatsch (SPD) Hermann Eppers (CDU) Ursula Ernst (CDU) Klaus Fleer (SPD) Sigmar Gabriel (SPD) entschuldigt Jürgen Gansäuer (CDU) Renate Geuter (SPD) Rudolf Götz (CDU) Alice Graschtat (SPD) Ulla Groskurt (SPD) Clemens Große Macke (CDU) Hans-Dieter Haase (SPD) Enno Hagenah (GRÜNE) Ilse Hansen (CDU) Uwe Harden (SPD) Rebecca Harms (GRÜNE) Wilhelm Heidemann (CDU) Frauke Heiligenstadt (SPD) Karsten Heineking (CDU) Dr. Gabriele Heinen-Kljajić (GRÜNE) Friedhelm Helberg (SPD) Ursula Helmhold (GRÜNE) Marie-Luise Hemme (SPD) Wolfgang Hermann (FDP) Bernd-Carsten Hiebing (CDU) Reinhold Hilbers (CDU)

Jörg Hillmer (CDU) Walter Hirche (FDP) Wilhelm Hogrefe (CDU) Ernst-August Hoppenbrock (CDU) Frank Henry Horn (SPD) Carsten Höttcher (CDU) Angelika Jahns (CDU) Gabriele Jakob (CDU) Hans-Joachim Janßen (GRÜNE) Meta Janssen-Kucz (GRÜNE) Claus Johannßen (SPD) Wolfgang Jüttner (SPD) Jens Kaidas (CDU) Friedrich Kethorn (CDU) Karl-Heinz Klare (CDU) Hans-Jürgen Klein (GRÜNE) Ingrid Klopp (CDU) entschuldigt Lothar Koch (CDU) Gabriela Kohlenberg (CDU) Gisela Konrath (CDU) Ina Korter (GRÜNE) Ursula Körtner (CDU) Gerda Krämer (SPD) Klaus Krumfuß (CDU) Ulrike Kuhlo (FDP) Georgia Langhans (GRÜNE) Karl-Heinrich Langspecht (CDU) Carsten Lehmann (FDP) Professor Dr. Hans-Albert Lennartz (GRÜNE) Günter Lenz (SPD) Uwe-Peter Lestin (SPD) Sigrid Leuschner (SPD) Dr. Ursula von der Leyen (CDU) Editha Lorberg (CDU) Dr. Max Matthiesen (CDU) David McAllister (CDU) Andreas Meihsies (GRÜNE) Walter Meinhold (SPD) Gesine Meißner (FDP) Heidrun Merk (SPD) Rolf Meyer (SPD) Axel Miesner (CDU) Johanne Modder (SPD) Dieter Möhrmann (SPD) Hartmut Möllring (CDU) Elke Müller (SPD) Heidemarie Mundlos (CDU) Jens Nacke (CDU) Manfred Nahrstedt (SPD) Matthias Nerlich (CDU) Dr. Harald Noack (CDU) Frank Oesterhelweg (CDU) Jan-Christoph Oetjen (FDP)

Wolfgang Ontijd (CDU) Thomas Oppermann (SPD) Inse-Marie Ortgies (CDU) Ursula Peters (FDP) Daniela Pfeiffer (CDU) Christina Philipps (CDU) Hans-Werner Pickel (SPD) Axel Plaue (SPD) Claus Peter Poppe (SPD) Friedrich Pörtner (CDU) Sigrid Rakow (SPD) Klaus Rickert (FDP) Roland Riese (FDP) Friedrich-Otto Ripke (CDU) Dr. Philipp Rösler (FDP) Heinz Rolfes (CDU) Mechthild Ross-Luttmann (CDU) Wolfgang Röttger (CDU) Jutta Rübke (SPD) Brunhilde Rühl (CDU) Dr. Joachim Runkel (CDU) Isolde Saalmann (SPD) Hans-Heinrich Sander (FDP) Günter Schlüterbusch (SPD) Wittich Schobert (CDU) Heiner Schönecke (CDU) Kurt Schrader (CDU) Ulrike Schröder (CDU) Uwe Schünemann (CDU) Bernadette Schuster-Barkau (SPD) Annette Schwarz (CDU) Hans-Werner Schwarz (FDP) Uwe Schwarz (SPD) Silva Seeler (SPD) Regina Seeringer (CDU) Britta Siebert (CDU) Brigitte Somfleth (SPD) Dieter Steinecke (SPD) Dorothea Steiner (GRÜNE) Karin Stief-Kreihe (SPD) Lutz Stratmann (CDU) Joachim Stünkel (CDU) Dr. Otto Stumpf (CDU) Ulf Thiele (CDU) Hans-Peter Thul (CDU) Björn Thümler (CDU) Thorsten Thümler (CDU) Rosemarie Tinius (SPD) Dr. Gitta Trauernicht-Jordan (SPD) Katrin Trost (CDU) Ingolf Viereck (SPD) Astrid Vockert (CDU) Irmgard Vogelsang (CDU) Jacques Voigtländer (SPD)

Dörthe Weddige-Degenhard (SPD) Hans-Hermann Wendhausen (SPD) Stefan Wenzel (GRÜNE) Silke Weyberg (CDU) Amei Wiegel (SPD) André Wiese (CDU) Gerd Will (SPD) Dr. Kuno Winn (CDU) Monika Wörmer-Zimmermann (SPD) Erhard Wolfkühler (SPD) Wolfgang Wulf (SPD) Christian Wulff (CDU) Anneliese Zachow (CDU) Professor Dr. Dr. Roland Zielke (FDP)

Befindet sich noch ein Mitglied des Landtages im Saal, das noch nicht aufgerufen wurde bzw. das noch nicht gewählt hat? - Das ist nicht der Fall. Darum schließe ich die Wahl und bitte Sie um einen Moment Geduld. Zum Auszählen geht das Präsidium mit den Schriftführerinnen Frau Zachow und Frau Saalmann in das Präsidiumszimmer.

Meine Damen und Herren, ich gebe Ihnen das Wahlergebnis bekannt.

Ich komme zunächst zum Wahlvorschlag in der Drucksache 225. Abgegeben wurden 176 Stimmen. Ungültig war keine Stimme. 165 Mitglieder des Landtages haben mit Ja und 10 mit Nein gestimmt. Ein Mitglied des Landtages hat sich der Stimme enthalten.

Die Mehrheit der gesetzlichen Zahl von 183 Abgeordneten ist 92. Die Zweidrittelmehrheit der 176 Abgeordneten des Landtages, die an der Wahl teilgenommen haben, beträgt 117. Mit Ja haben 165 Mitglieder des Landtages gestimmt. Damit ist nach Artikel 70 Abs. 2 der Niedersächsischen Verfassung die erforderliche Mehrheit erfüllt. Entsprechend dem Wahlvorschlag ist Frau Jansen zur Präsidentin des Landesrechnungshofes gewählt worden.

(Lebhafter Beifall bei allen Fraktio- nen)

Frau Jansen, ich frage Sie: Nehmen Sie die Wahl an?

Martha Jansen:

Frau Präsidentin, ich nehme die Wahl an.

Dann beglückwünsche ich Sie ganz herzlich und wünsche Ihnen ein erfolgreiches Wirken in diesem Amt zum Wohle unserer Bürgerinnen und Bürger.

(Beifall bei allen Fraktionen)

Ich komme zum Wahlvorschlag in der Drucksache 226. Abgegeben wurden 176 Stimmen, davon keine ungültig. 166 Mitglieder des Landtages haben mit Ja gestimmt, 10 haben mit Nein gestimmt.

Die Mehrheit der gesetzlichen Zahl von 183 Abgeordneten beträgt 92. Die Zweidrittelmehrheit von 176 Mitgliedern des Landtages, die an der Wahl teilgenommen haben, beträgt 117 Stimmen. Mit Ja haben 166 Mitglieder gestimmt. Damit ist nach Artikel 70 Abs. 2 der Niedersächsischen Verfassung die erforderliche Mehrheit erfüllt. Entsprechend dem Wahlvorschlag ist Herr Müller zum Vizepräsidenten des Landesrechnungshofes gewählt worden.

(Beifall bei allen Fraktionen)

Herr Müller, ich frage Sie: Nehmen Sie die Wahl an?

Fritz Müller:

Ja, ich nehme die Wahl an.

Dann beglückwünsche ich auch Sie zu Ihrer Wahl und wünsche Ihnen ebenso ein erfolgreiches Wirken in Ihrem Amt zum Wohle unserer Bürgerinnen und Bürger.

(Abgeordnete gratulieren den Ge- wählten)

Meine Damen und Herren, ich bitte Sie Platz zu nehmen, damit wir mit der Tagesordnung fortfahren können.

Wir kommen zum

Tagesordnungspunkt 22: Zweite Beratung: Schaffung einer familienfreundlichen und wirtschaftsfördernden Ferienregelung Antrag der Fraktionen der CDU und der FDP Drs. 15/55 - Beschlussempfehlung des Ausschusses für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Drs. 15/185

Die Beschlussempfehlung lautet auf Annahme in veränderter Fassung.

Eine Berichterstattung ist nicht vorgesehen. Im Ältestenrat waren sich die Fraktionen einig, dass über diesen Punkt ohne Besprechung abgestimmt wird. - Dazu gibt es keinen Widerspruch.

Wir kommen nun zur Abstimmung. Wer der Beschlussempfehlung des Ausschusses zustimmt, den bitte ich um sein Handzeichen. - Gegenprobe! Stimmenthaltungen? - Damit ist entsprechend der Empfehlung des Ausschusses abgestimmt worden.