Protokoll der Sitzung vom 15.12.2015

schweig und dem Wilhelm-Klauditz-Institut, und zweitens die Anwendung von Biokunststoffen und anderer Alternativen zu unterstützen und hinsichtlich der Förderung den energetisch genutzten nachwachsenden Rohstoffen möglichst gleichzustellen, sofern und sobald sie eine eindeutig positive Ökobilanz aufweisen.

Meine Damen und Herren, die Biokunststoffe sind auf der Überholspur. Forschung und Entwicklung im Bereich der Biokunststoffe werden dazu führen, dass bisherige nachteilige Umweltbelastungen wie Flächenverbrauch gegenüber den Vorteilen nebensächlich werden.

Deshalb sind wir mit dem Ergebnis unserer Beratungen zufrieden, der Branche ein positives Signal senden zu können, indem wir uns gemeinsam zum Biokunststoffforschungsstandort Niedersachsen bekennen.

(Zustimmung bei der CDU und bei der FDP)

Wir bedanken uns für Ihre Unterstützung, und ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit.

(Beifall)

Vielen Dank, Herr Kollege. - Der nächste Redner ist Herr Kollege Bajus, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Vielen Dank. - Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Auch ich möchte mich ganz herzlich bei den Kolleginnen und Kollegen für die konstruktive Debatte im Ausschuss bedanken.

(Zustimmung bei den GRÜNEN und bei der SPD)

Unterrichtung, Ausschussberatung und die Information durch Professor Endres haben uns am Ende darauf gebracht, dass man zweifelsohne sagen kann: Nur weil „bio“ draufsteht, muss nicht „öko“ drin sein. - Es ist gerade bei den Kunststoffen wichtig, sich die komplette Ökobilanz anzuschauen. Gerade im Agrarland Niedersachsen ist die Konkurrenz sozusagen zwischen Nahrung und Plastikbecher immer im Auge zu behalten. Es geht darum, was uns am Ende wichtiger ist.

Das Fazit war: Es kann keine pauschale Unterstützung oder Bejubelung von Biokunststoffen geben, sondern man muss immer im Detail hinschauen.

Insofern freue ich mich, dass es gelungen ist, den an der Stelle, glaube ich, nicht so reflektierten Ursprungsantrag doch zu einer qualifizierten Beschlussfassung zu führen.

Für diese Debatte und die Qualität der Auseinandersetzung bedanke ich mich ausdrücklich bei allen Kolleginnen und Kollegen. Ich glaube, hier haben wir gemeinsam Erkenntnisprozesse nach vorne gebracht. In dem Sinne noch einmal danke für die gute Beratung und fürs Zuhören.

(Beifall bei den GRÜNEN und bei der SPD)

Vielen Dank, Herr Bajus. - Für die FDP-Fraktion hat nun Herr Dr. Hocker das Wort.

Verehrte Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Es wäre fast schon sittenwidrig, hier noch eine lange Diskussion zu führen. Wir freuen uns über den Antrag. Wir stimmen ihm zu.

Schönen Abend noch und viel Spaß auf dem Weihnachtsmarkt!

(Beifall)

Vielen Dank, Herr Dr. Hocker. - Nun hat für die SPD-Fraktion Frau Kollegin Moldenhauer das Wort. Bitte!

Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich weiß nicht, ob ich es schaffe, meine Rede kürzer zu fassen, aber ich versuche es.

Alle Aspekte sind angesprochen worden, aber zwei Punkte würde ich gerne noch hervorheben.

Der erste Punkt, der uns ganz wichtig ist, ist, Plastikmüll zu vermeiden.

Zweitens ist es uns wichtig, die positiven und negativen Aspekte im Bereich der Biokunststoffe besser zu kommunizieren und Alternativen weiter voranzubringen.

Unser Fazit lautet: Mit diesem Antrag wollen wir nicht nur das Machbare, sondern auch das Sinnvolle umsetzen.

Das ist ein guter Abschluss für einen so langen Tag. Dann machen wir das so.

Danke schön.

(Beifall)

Vielen Dank, Frau Kollegin. - Herr Umweltminister Wenzel schenkt seine anderthalb Minuten Redezeit dem Geburtstagskind, sodass wir jetzt am Ende der Beratungen sind und zur Abstimmung kommen.

Vor dem Hintergrund des gemeinsamen Änderungsantrags aller Fraktionen des Hauses halte ich Sie damit einverstanden, dass wir zunächst über diesen Änderungsantrag und nur im Fall von dessen Ablehnung anschließend über die Beschlussempfehlung abstimmen.

Wer also dem Änderungsantrag aller Fraktionen des Hauses in der Drucksache 17/4835 zustimmen will, den bitte ich um ein Handzeichen. - Die Gegenprobe! - Enthaltungen? - Das war einstimmig. Damit ist zugleich die Beschlussempfehlung abgelehnt.

Ich wünsche Ihnen allen einen schönen Abend und dem Geburtstagskind noch eine schöne Feier.

Schluss der Sitzung: 20.22 Uhr.

Anlage

Mündlicher Bericht

a) Entwurf eines Gesetzes über die Feststellung des Haushaltsplans für das Haushaltsjahr 2016 (Haushaltsgesetz 2016 - HG 2016 -)

Gesetzentwurf der Landesregierung - Drs. 17/4093

Beschlussempfehlung des Ausschusses für Haushalt und Finanzen - Drs. 17/4720

Beschlussempfehlungen des Ausschusses für Haushalt und Finanzen zu den Einzelplänen - Drs. 17/4721 bis 17/4736

b) Entwurf eines Haushaltsbegleitgesetzes 2016

Gesetzentwurf der Fraktion der SPD und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen - Drs. 17/4188

Beschlussempfehlung des Ausschusses für Haushalt und Finanzen - Drs. 17/4783

Berichterstatter: Abg. Dr. Stephan Siemer (CDU)

Der federführende Ausschuss für Haushalt und Finanzen empfiehlt Ihnen in der Drucksache 17/4720 mit den

Stimmen der Ausschussmitglieder der Fraktion der SPD und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen gegen die

Stimmen der Ausschussmitglieder der Fraktionen von CDU und FDP, den Entwurf des Haushaltsgesetzes

2016 mit den aus der Empfehlung ersichtlichen Änderungen und der bereits bekannten Maßgabe zu § 1

anzunehmen. Mit demselben Stimmverhältnis ist die Empfehlung in der Drucksache 17/4783 beschlossen

worden, den Entwurf des Haushaltsbegleitgesetzes mit Änderungen anzunehmen.

Zu den Anlagen des Haushaltsgesetzes, die Ihnen als gesonderte Empfehlungen vorliegen, gab es ein un