schiedene Förderprogramme; neben „Künste im interkulturellen Dialog“ gibt es noch viele andere. Auch bei der Konzeption solcher neuen Förderformate ist die Digitalisierung gerade im Hinblick auf eine kulturelle Teilhabe eine riesengroße Chance.
Mit den Museen des Landes, insbesondere den Kunstmuseen, bin ich derzeit im kontinuierlichen Austausch, um die mit der Digitalisierung einhergehenden Fragestellungen zu erörtern. Wir werden auch entsprechende Workshops mit den Museen veranstalten.
Zusätzlich haben wir natürlich – das klang hier auch schon an – die konkrete Vorstellung, die Qualifikation Kulturschaffender im digitalen Bereich zu stärken. Dazu sind wir in einem Dialog mit den Kunst- und Musikhochschulen; insofern kommt die Zusammenlegung der Bereiche Kultur und Wissenschaft auch unter diesem Aspekt zum richtigen Zeitpunkt. Dort geht es insbesondere darum, den nachwachsenden Generationen von Kulturschaffenden die digitalen Möglichkeiten zu eröffnen und ihnen das grundlegende technische Know-how in der Ausbildung zu vermitteln. Zudem legen die Hochschulen auch großen Wert darauf, die sich ergebenden neuen Möglichkeiten mit den Studierenden künstlerisch zu reflektieren.
Obwohl einzelne Einrichtungen bereits heute digital sehr gut aufgestellt sind – der eine oder andere von Ihnen mag das Institut für Musik und Medien an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf kennen – besteht noch großer Bedarf an entsprechend qualifiziertem Personal und einer adäquaten digitalen Ausstattung. Da liegt also auch noch eine Menge vor uns.
Die Landesregierung hat – das wird der eine oder andere schon kennen – im Hinblick auf diese Bedarfe im Kontext der Hochschulen die Digitale Hochschule NRW als neue Förderstruktur eingerichtet und auch mit – wie sagt man heute? – nachhaltigen Mitteln über Jahre wirklich dazu in die Lage versetzt.
Bibliotheken und Landesarchive hatte ich bereits erwähnt. Sie sind da schon relativ gut aufgestellt. Aber die Ausstattung ist natürlich immer noch ein Thema.
Bezüglich der Qualifikation Kulturschaffender in diesem Bereich wurde hier bereits das medienwerk.nrw erwähnt, das für uns ein sehr wichtiger Partner ist.
Insofern begrüßen wir auch den Vorschlag, zu prüfen, wie die digitale Kunstproduktion stärker gefördert werden kann. Hier werden wir schwerpunktmäßig im Kontext der Ruhrkonferenz einige gute Ideen entwickeln können, wie man Orte schaffen kann, in denen State of the Art digital gearbeitet werden kann. Das wäre jedenfalls mein Wunsch.
Ein Produktionszentrum in diesem Bereich der Digitalität, das inzwischen auch von Bund und Land gefördert wird, gibt es bereits. Das ist die Akademie für
Digitalität und Theater in Dortmund, die hier ein Vorreiter ist und Weiterbildung, Forschung, künstlerische Produktion und Ausbildung durchführen möchte. Ich halte das für ein sehr interessantes Projekt, das auch weit über Nordrhein-Westfalen hinaus auf Interesse stoßen dürfte.
Es gibt also eine Menge Aktivitäten und Ansätze im Land. Allerdings müssen wir auch schauen, dass wir an der rasanten Entwicklung gewissermaßen dranbleiben. Ich freue mich auf die Diskussion und das gemeinsame Nachdenken darüber. – Vielen Dank.
Deshalb kommen wir nun zur Abstimmung. Der Ältestenrat empfiehlt die Überweisung des Antrags Drucksache 17/4635 an den Ausschuss für Kultur und Medien – federführend – sowie an den Ausschuss für Digitalisierung und Innovation. Die abschließende Abstimmung – und natürlich die vorherige Beratung – soll im federführenden Ausschuss in öffentlicher Sitzung erfolgen.
Gibt es Gegenstimmen? – Nein. Gibt es Enthaltungen? – Nein. Alle sind dafür. Dann soll es so sein. Damit ist überwiesen. – Herzlichen Dank.
Mehr haben wir heute nicht auf der Tagesordnung stehen. Das ist natürlich bedauerlich. Ich weiß aber, dass alle noch etwas zu tun haben. Auf geht’s also in ein arbeitsreiches Wochenende, meine sehr verehrten Kolleginnen und Kollegen!