Damit haben wir einen Win-Win-Effekt. Es wird noch besser: Wenn wir die Infrastruktur hier in Schleswig-Holstein ausbauen, dann fördern wir nicht nur die Urlauber, unsere Gäste und unsere Einwohner, sondern auch die lokale Wirtschaft. Damit profitieren nahezu alle Wirtschaftszweige. Wir haben eine Win-Win-Win-Situation.
Um diese Erkenntnisse noch einmal zusammenzufassen: Die beste Tourismusförderung ist, die Infrastruktur des Landes in Schuss zu halten und sich bei Gebühren positiv von den Nachbarländern abzusetzen.
Mit Marketing kann man kurzfristig einen Anreiz schaffen. Die gestiegenen Übernachtungszahlen sagen leider noch gar nichts darüber aus, ob es sich um einen einmaligen Effekt handelt, oder ob es vielleicht durch die allgemeine weltpolitische Lage jetzt gerade aufwärts geht.
Meine Damen und Herren, Nachhaltigkeit erreicht man mit Qualität vor Ort und einer durchgängig guten Infrastruktur. - Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit.
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! Die Küstenkoalition hat dem Tourismus bei uns im Land einen neuen Drive gegeben.
Ich denke, das geht aus dem Bericht sehr deutlich hervor. Wir verzeichnen Zuwächse in allen relevanten Bereichen. Das Gesamtvolumen der Übernachtungen in Betrieben mit mehr als zehn Betten ist gestiegen. Ich glaube, wir haben die Zahlen hier schon ein paar Mal gehört, deshalb will ich darauf verzichten, sie noch einmal zu nennen. Wie gesagt, da sind wirklich enorme Zuwächse.
Der touristische Bruttoumsatz ist im Zeitraum von 2012 bis 2015 von 6,9 Milliarden € auf 7,9 Milliarden € gestiegen. Aber der Tourismus ist nicht nur Umsatzbringer, sondern er ist auch Beschäftigungsmotor. So ist die Anzahl der Beschäftigten im Tourismus auf rund 151.000 angestiegen.
Insgesamt sind dies sehr positive Zahlen für Schleswig-Holstein. Sie belegen, dass wir uns auf einem sehr, sehr guten Weg befinden. Dieser Erfolg kommt aber nicht von ungefähr. Die Küstenkoalition hat den Tourismus bei uns im Land wieder vorangebracht und ihm den Stellenwert gegeben, der ihm zusteht.
Wir haben uns zum Tourismus bekannt. Er ist einer der wichtigsten wirtschaftlichen Standbeine hier bei uns im Land, er schafft Einkommen und Beschäftigung für die Bevölkerung, und damit trägt er zur Wertschöpfung bei.
Die Landesregierung hat die richtigen Strategien erarbeitet und Maßnahmen ergriffen, um diesen Erfolg herbeizuführen. Dafür haben wir einiges in die Wege geleitet. Während die Vorgängerregierung bei der TASH noch gekürzt hat, haben wir uns zur TASH bekannt und sie stärker gefördert.
Denn nur so kann sie sich entsprechend am Markt positionieren. Tourismus ist ein knallhartes Geschäft, und wer am Markt bestehen will, der muss professionell handeln und aktuell am Markt agieren. Diese Möglichkeit haben wir der TASH wieder gegeben.
Weil wir uns zur TASH bekennen, und weil wir sie brauchen, haben wir dafür gesorgt, dass sie in eine Landesgesellschaft umgewandelt wurde. Vor dem Hintergrund des geänderten europäischen Beihilfeund Vergaberechts war dieser Schritt notwendig. Das Land hat 100 % der Gesellschaftsanteile an der TASH übernommen und somit für Rechtssicherheit gesorgt. Damit kann sich die TASH wieder auf ihre
Kernaufgabe konzentrieren. Sie macht das touristische Marketing und verantwortet die landesweite Marketingstrategie.
Auf allen Ebenen müssen die Beteiligten an einem Strang ziehen. Das fängt bei der TASH an, geht über die regionalen Tourismusmarketingorganisationen bis zu den 21 lokalen Tourismusorganisationen und runter zu den einzelnen Orten. Die TASH bleibt aber die wichtigste Tourismusmarketingorganisation, die wir haben. Natürlich muss es auf örtlicher und subregionaler Ebene Werbung und Quartiervermittlung geben. Aber wenn wir wirklich überregional und womöglich im Ausland mitreden wollen, dann geht dies nur mit der TASH.
Dort ist das Know-how, um in diesem Bereich Erfolge zu erzielen, wo örtliche und subregionale Werbung nichts bewirken kann.
Zu einer modernen Marketingstrategie gehört auch eine einheitliche Dachmarke. Mit dem „echten Norden“ vermarkten wir das Land nach innen und nach außen. „Der echte Norden“ ist nicht nur ein Werbespruch, sondern vor allem die einheitliche Präsentation auf allen Ebenen, über die Tourismusbetriebe und die Landesverwaltung hinaus. Oft genug wurde diese Dachmarke belächelt, aber richtig ist, dass sie ein wichtiger Mosaikstein einer professionellen Marketingstrategie ist.
Allem voran ist aber die Tourismusstrategie 2025 das grundlegende Element, mit dem wir den Tourismus im Land stärken. Die ambitionierten Ziele dabei haben wir bereits gehört: bis 2025 30 Millionen gewerbliche Übernachtungen, 30 % mehr touristischen Bruttoumsatz und unter die Top 3 bei der Gästezufriedenheit kommen. - Zugegeben, die Zahlen sind durchaus ambitioniert, aber die vorliegenden Zahlen bestätigen, dass die bisher erzielten Erfolge durchweg in die richtige Richtung zeigen.
In diesem Sinne hat sich auch die TASH geäußert und spricht von einem regelrechten Boom. 2016 war vielerorts ein Rekordwert bei den Übernachtungszahlen zu verzeichnen. Aller Voraussicht nach wird sich dieser Trend auch so fortsetzen, sodass wir auch für 2017 mit positiven Zahlen rechnen können. Als Zwischenfazit macht der Bericht deutlich, dass wir insgesamt auf einem richtig guten
Ein weiterer wichtiger strategiescher Baustein zur Umsetzung und Stärkung der Tourismusstrategie ist die Implementierung eines eigenen Cluster-Managements. Neben dem Monitoring und Controlling der Tourismusstrategie liegt eine Reihe von Aufgaben des Tourismus-Clusters Schleswig-Holstein darin, die Verknüpfung der Strategie in die Fläche zu gewährleisten. Wir gestalten also nicht nur eine landesweite Tourismusstrategie, sondern sorgen auch dafür, dass die Strategie überall ankommt. Das gehört auch zur konsequenten Umsetzung und steigert den Erfolg.
Natürlich ist es richtig, dass wir derzeit auch von einem veränderten Reiseverhalten der Menschen profitieren. Das liegt zum einen an der weltpolitischen Lage. Immer weniger Menschen möchten in Länder wie die Türkei oder Marokko fahren. Darüber hinaus ist aber auch zu verzeichnen, dass viele Menschen ihren Kurzurlaub im eigenen Land verbringen möchten. Die Tourismusstrategie spricht hier von fünf Zielgruppen, auf die man sich in Schleswig-Holstein konzentriert. Diese Maßgabe halte ich für goldrichtig. Wir müssen die inländischen Touristen weiter für uns gewinnen, und dabei gilt es, den Sucher sehr scharf zu stellen.
Um die Wachstumsziele zu erreichen, brauchen wir aber auch eine Strategie für ausländische Gäste. Auch hier sind bereits Zuwächse zu verzeichnen. Aber da ist wirklich noch sehr viel Luft nach oben.
Das Potenzial ist aber groß. Aus diesem Grund hat die TASH ein Auslandskonzept auf die Beine gestellt, mit dem sie im Rahmen einer Imagekampagne im Ausland für Schleswig-Holstein wirbt. Im Fokus stehen insbesondere Zielländer wie Dänemark, Schweiz und Österreich. In einem weiteren Schritt wird diese Auslandsstrategie auf ganz Skandinavien und die Niederlande erweitert. Ich denke, all das sind Maßnahmen, die uns dann weiter voranbringen werden.
Der derzeit zu verzeichnende Erfolg hat aber auch noch andere Gründe. So liegt es auch daran, dass die Unterkünfte bei uns im Land moderner und zeitgemäßer geworden sind. Dies ist aber nicht vom Himmel gefallen, sondern das haben wir uns erarbeitet. Wir haben eine Qualitätsoffensive gestartet, die sowohl die öffentliche touristische Infrastruktur wie auch die betrieblichen Angebote umfasst. Das heißt, die Unterstützung die wir durch das Land geleistet haben, zahlt sich heute bereits aus. Wir ha
ben in vielen Urlaubsorten touristische Infrastruktur gefördert, wie beispielsweise Promenaden, Hotels oder auch Kulturprojekte. Dafür haben wir ein Sonderförderprogramm Tourismus auf die Beine gestellt, um gezielt den Tourismus bei uns im Land zu unterstützen. Wir haben in dieser Legislaturperiode öffentliche Infrastrukturprojekte mit insgesamt rund 45 Millionen € bezuschusst.
Im Bereich der einzelbetrieblichen Förderung haben wir in die Neuerrichtung, die Erweiterung und die Modernisierung von Hotels bisher 36,5 Millionen € gesteckt. Hier rede ich nur über den Landesbeitrag. Diese Förderung löst damit ein Gesamtinvestitionsvolumen aus, das weit über dem dreistelligen Millionenbereich liegt.
Das macht mehr als deutlich, dass wir den Stellenwert des Tourismus rechtzeitig erkannt haben. Was noch wichtiger ist: Wir haben auch entsprechend gehandelt. Das werden wir auch nach der Landtagswahl weiter fortsetzen, denn die Küstenkoalition tut dem Tourismus in Schleswig-Holstein wirklich gut. - Jo tak.
Weitere Wortmeldungen aus dem Parlament liegen nicht vor. Dann hat jetzt der Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie, Reinhard Meyer, noch einmal die Gelegenheit, kurz etwas beizutragen.
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Erlauben Sie mir eine Vorbemerkung und drei kurze Anmerkungen.
Erstens. Herr König, ich will hier überhaupt nicht inhaltlich kommentieren, was Sie gesagt haben. Das war so viel wirres Zeug, das lasse ich jetzt.
Aber ich bitte Sie sehr ernsthaft, von Formulierungen wie „Mauschelei an Hinterzimmertischen“ im Zusammenhang mit Förderung in diesem Haus abzusehen, es sei denn, Sie haben dafür Beweise. So ist das bei uns in Deutschland.
Sie sorgen dafür, dass da draußen ein Eindruck von Politik entsteht, der nicht der Realität entspricht. Insofern bitte ich Sie, davon Abstand zu nehmen.