Anette Bunse
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Frau Präsidentin! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! In Ihrem Antrag zitieren Sie im Wesentlichen zwei Studien, nämlich der Bundespsychotherapeutenkammer und der Deutschen Depressionshilfe.
Sie fokussieren sich laut Überschrift Ihres Antrags auf die psychische Gesundheit in einem allgemeinen Kontext in Bezug auf unsere Gesellschaft. Im Antrag selbst stellen Sie dann zum Beispiel anschaulich die Situation von Menschen dar, die an einer Psychose bzw. an einer Zwangsstörung leiden.
Sie wissen, Herr Vincentz, dass das eine Vermischung von Themen ist, die ich als nicht ganz un
problematisch betrachte: Ich finde sie inakzeptabel. So macht man den Menschen Angst.
Damit wir diese Krise überwinden und gesund an Leib und Seele dastehen, unternehmen wir die bekannten schmerzlichen Einschnitte in unser Alltagsleben.
Genau darum ist sich der ganz große Teil unserer Gesellschaft darin einig: Das schaffen wir gemeinsam mit Pragmatismus, mit Geduld, Solidarität und fachlicher Expertise.
Ich habe mich in meinem Umfeld erkundigt: Es ist nicht so, wie Sie es dargestellt haben. Es gibt auch in Psychiatrien und auch in Selbsthilfegruppen inzwischen digitale Möglichkeiten und Mechanismen, um mit den Menschen in Kontakt zu treten.
Dabei muss es sicherlich unser aller Ziel sein, in Kontakt zu bleiben, aber eben ohne einander zu gefährden, denn wir sind auf Kontakt und Kommunikation angelegte Wesen.
Ich finde, es sollte weniger der Streit oder gar eine Art Instrumentalisierung sein, die uns in dieser Diskussion leiten, als vielmehr der Konsens darüber, dass am Ende dieser Pandemie möglichst viele Bürgerinnen und Bürger unseres Landes gesund an Leib und Seele dastehen mögen und wir dann gemeinsam in einen neuen Alltag gehen.
Ich erwarte hierzu eine konstruktive Diskussion im Ausschuss, denn ich denke, das sind wir ganz besonders den psychisch kranken Menschen schuldig. – Danke.
Ich bezeuge, so wahr mir Gott helfe. – Ich freue mich, dass ich wieder hier bin.