Protokoll der Sitzung vom 11.10.2023

Sie hier Anfang des Jahres verloren. – Ich danke Ihnen!

(Beifall Bündnis Deutschland)

Nunmehr liegen weitere Wortmeldungen aus

den Reihen der Abgeordneten nicht mehr vor. Deswegen erhält für den

Senat jetzt Senatorin Kristina Vogt das Wort.

Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und

Herren, liebe Abgeordnete! Wir diskutieren heute auf Antrag der

Koalitionsfraktionen in der Aktuellen Stunde über den Transformations-

beziehungsweise Brückenstrompreis. Beide Wörter haben ihre

Berechtigung. Der Kollege Stahmann hat schon versucht, es zu erklären. Ich

werde es auch noch mal machen. Wir diskutieren darüber im politischen

Raum mit seltener Einmütigkeit schon sehr lange im Kreise der

Wirtschaftsminister oder -ministerinnen, schon seit fast einem Jahr.

Der Bürgermeister hat sich im Kreise der Ministerpräsidenten auch schon

sehr lange dafür eingesetzt. Auch die neue Klima- und Umweltsenatorin hat

sich in der Energieministerkonferenz dafür engagiert, dass dieser

Brückenstrompreis endlich kommt. Die Gewerkschaften tun es ebenfalls,

weil die ganze Transformation, die jetzt in Gefahr gerät – und deswegen

werde ich Ihnen gleich noch mal erklären, Herr Schäck und Herr Michalik,

worum es geht –, droht nämlich zu kippen, und wir diskutieren heute über

das Klimageld. Beides sind für mich zwei Seiten der gleichen Medaille.

Es geht darum, die wichtigen und richtigen Transformationsprozesse so zu

gestalten, dass wir auch in krisenhaften Situationen wie dieser keine

wirtschaftliche Schieflage und keine sozialen Verwerfungen bekommen. Aus

meiner Sicht sind sowohl der zeitlich begrenzte Brückenstrompreis wie

auch das Klimageld für Bürgerinnen und Bürger ein elementarer Bestandteil

für das Gelingen und übrigens auch für die Akzeptanz des

sozialökologischen Umbaus. Um nichts anderes geht es gerade. Das haben

wir am Wochenende wieder gesehen.

Es ist nicht nur die energieintensive Industrie, da gebe ich Ihnen recht,

Herr Schäck, wobei mich schon verwundert hat, dass Sie jetzt auf einmal

alles subventionieren wollen, obwohl die FDP sonst im Bund manchmal

anders auftritt. Gut, in Coronazeiten hat sie da auch das ein oder andere – –

, eine Abkehr von ihrer Doktrin gehabt.

(Abgeordneter Thore Schäck [FDP]: Steuerentlastungen sind keine Subventionen!)

Wir diskutieren hier auch und vor allen Dingen über die Grundstoffindustrie.

Der Kollege Stahmann hat eben gerade sehr klar erklärt, warum das wichtig

ist und auf die ganze Zuliefererkette Auswirkungen hat, während andere

Großunternehmen, internationale, gar nicht so von der Problematik

betroffen sind wie genau die Grundstoffindustrie, zu der natürlich, Herr

Michalik, in Bremen zuvörderst die Stahlwerke gehören.

Wir haben aber auch immer noch die kleinen und mittleren Einkommen, die

ganz besonders die Folgen der hohen Energiepreise, aber auch der

insgesamt hohen Preise, die wir hier in Deutschland durch den russischen

Angriffskrieg auf die Ukraine haben, merken. Die stehen vor einem wahren

Strompreisberg. Das ist die Situation, in deren Gemengelage wir uns seit

anderthalb Jahren auf unterschiedlichen politischen Ebenen bewegen und

versuchen, dafür Lösungen zu finden.

Ich finde es absolut gerechtfertigt, vor den Haushaltsberatungen der

Bundesregierung hier eine Aktuelle Stunde einzureichen, weil wir die

Bundesregierung natürlich hier dazu auffordern müssen, ihren Worten