Protokoll der Sitzung vom 22.07.2015

Ich glaube, kontinuierliche Arbeit zahlt sich aus. Es ging um mehrere Fragen. Bei einigen Punkten haben wir nicht an Ihrer Seite gestanden. Wir haben das Eintreten für die Kopfpauschalen und die Gruppenpauschalen nie geteilt.

(Zuruf)

Wir haben das in einigen Städten schon seit 20 Jahren. Das gibt es übrigens auch da, wo die SPD regiert hat. Ich sage nur: Der kluge Sozialdezernent Vandreike von der SPD hat die Pauschalen in Frankfurt mitgetragen. Daran können Sie erkennen, dass bestimmte weiter gehende Kritikpunkte am Kinderförderungsgesetz von uns nie geteilt wurden. Hinsichtlich anderer Kritik, die wir geäußert haben, wird das nun schrittweise verbessert werden.

Einer davon ist dieser hier, zu den Kindern mit Behinderungen: eine gute Situation. Wir prüfen jetzt, wie die Auswirkungen im ländlichen Raum sind.

Wir freuen uns auf den zweiten Kinderbetreuungsgipfel, denn die Anzeichen, die wir bisher gehört haben, sind die, dass die Befürchtungen aus den letzten Jahren nicht eingetreten sind.

Herr Kollege Rudolph, auch Sie könnten zuhören und wissen, dass alle geäußerten Befürchtungen am KiföG – ausgenommen die Kritik, die wir geäußert haben – offensichtlich unbegründet zu sein scheinen.

(Zuruf des Abg. Gerhard Merz (SPD))

Ich will dem Ergebnis nicht vorgreifen, aber nach dem, was wir bisher hören, scheint es offensichtlich nicht so zu gehen. Wir warten den Gipfel ab. Wir freuen uns auf diese Diskussion. Dann werden wir tatsächlich einen Schlusspunkt unter das KiföG setzen können – genau so, wie wir das zwischen CDU und GRÜNEN vereinbart haben: Sollte es zu negativen Auswirkungen gekommen sein, dann werden wir dort nachsteuern.

Meine sehr verehrten Damen und Herren der Opposition, so wird dieses Land regiert: Wir hören zu,

(Lachen des Abg. Günter Rudolph (SPD))

und wenn sich etwas an Kritik ergibt, dann werden wir auch Änderungen vornehmen.

(Günter Rudolph (SPD): Das ist völlig neu!)

Das ist für Sie völlig neu, wahrscheinlich ist das auch für die SPD ein völlig neues Verfahren. Auch Sie sollten das einmal überprüfen und Veränderungen wahrnehmen. Ich weiß, das ist für die SPD und DIE LINKE ein großes Problem, aber CDU und GRÜNE stehen dafür.

(Günter Rudolph (SPD): Aber Vorsicht, damit niemand ausrutscht!)

Wir hören zu. Wir regieren gemeinsam mit den Verbänden.

(Günter Rudolph (SPD): Jetzt wirds glitschig!)

Wir nehmen die Anregungen ernst und setzen sie um, und das führt zu einer modernen, qualitativ hochwertigen Kinderbetreuung. – Ich danke Ihnen.

(Beifall bei dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der CDU)

Vielen Dank, Kollege Bocklet. Die Debatte ist beendet.

Wir überweisen den Gesetzentwurf Drucks. 19/2196 zur Vorbereitung der zweiten Lesung an den Sozial- und Integrationspolitischen Ausschuss. Kein Widerspruch? – Dann wird es so gemacht.

Ich rufe Tagesordnungspunkt 67 auf:

Beschlussempfehlungen der Ausschüsse zu Petitionen – Drucks. 19/2190 –

Es gibt den Wunsch der Fraktion die LINKE, die Petition Nr. 1502/19 getrennt abzustimmen. Die lasse ich zuerst abstimmen.

Wer der Beschlussempfehlung zu Nr. 1502/19 zustimmt, den bitte ich um das Handzeichen. – CDU, SPD, FDP, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Wer ist dagegen? – Keiner. Enthaltungen? – DIE LINKE. Damit ist das beschlossen.

Dann die Beschlussempfehlungen zu den übrigen Petitionen, Drucks. 19/2190: Wer stimmt zu? – Das ganze Haus. Es ist niemand dagegen. Dann ist das einstimmig beschlossen.

Jetzt haben wir noch drei Beschlussempfehlungen ohne Aussprache.

(Günter Rudolph (SPD): Eine!)

Bei mir stehen drei.

(Ernst-Ewald Roth (SPD): Herr Präsident, das Schwarze sind die Buchstaben!)

Die sind heute Morgen verteilt worden: Es geht um den Tagesordnungspunkt 73 – – Fangen wir einfach an, vielleicht werden wir uns einig.

(Günter Rudolph (SPD): Ja!)

Tagesordnungspunkt 73:

Beschlussempfehlung und Bericht des Haushaltsausschusses zu dem Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2014 des Hessischen Rechnungshofs – Drucks. 19/2222 –

Wer dieser Beschlussempfehlung seine Zustimmung gibt, den bitte ich um das Handzeichen. – Das ist das ganze Haus, einstimmig.

Dann habe ich hier Tagesordnungspunkt 83:

Beschlussempfehlung und Bericht des Haushaltsausschusses zu dem Antrag der Fraktion DIE LINKE betreffend Pflichtaufgaben der Kommunen vollständig finanzieren – Drucks. 19/2273 zu Drucks. 19/2210 –

Der Kollege Decker spielt Fußball und ist gar nicht da. Er kann also auch nicht berichten. Das bedauern wir, aber es ist so.

Wer dieser Beschlussempfehlung zustimmt, den bitte ich um das Handzeichen. – CDU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, FDP. Wer ist dagegen? – DIE LINKE. Wer enthält sich? – Die SPD. Damit beschlossen.

Tagesordnungspunkt 84:

Beschlussempfehlung und Bericht des Haushaltsausschusses zu dem Dringlichen Antrag der Fraktion der FDP betreffend KFA besser und gerechter gestalten – Bürger und Gewerbe nicht stärker belasten – kommunale Selbstverwaltung stärken – Drucks. 19/2274 zu Drucks. 19/2225 –

(Wortmeldung des Abg. Hermann Schaus (DIE LIN- KE))

Ich sehe es doch. Der Kollege Schaus erhält das Wort.

Herr Präsident, wir bitten, getrennt über die drei Punkte abzustimmen.

Das machen wir auch. Wir machen doch alles. Am besten fangen wir mit dem Buchst. a an.

Wer Buchst. a dieser Beschlussempfehlung zustimmt, den bitte ich um das Handzeichen. – CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Dagegen? – Die FDP. Enthaltungen? – SPD und DIE LINKE. Also beschlossen.

Wer stimmt dem Buchst. b zu? – CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Wer ist dagegen? – SPD, DIE LINKE, FDP. Mehrheitlich beschlossen.

Wer ist für Buchst. c? – CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Wer ist dagegen? – SPD und FDP. Wer enthält sich? – DIE LINKE. Auch das ist mehrheitlich beschlossen.

Das waren die Beschlussempfehlungen. Jetzt sind wir am Ende der Tagesordnung.

Ich will noch darauf hinweisen, dass jetzt im Anschluss an die Plenarsitzung der Sozial- und Integrationspolitische Ausschuss in Raum 501 A tagt.

Wir sind am Ende der Plenarsitzung. Ich bedanke mich bei Ihnen allen. Es war, wie immer, sehr schön. Wir sehen uns morgen früh um 9 Uhr wieder. Alles Gute. – Die Sitzung ist geschlossen.

(Schluss: 19:05 Uhr)