Wir ignorieren nicht eventuelle soziale Unterschiede. Sie machen es sich nur zu einfach, wenn Sie sagen, das seien bloße soziale Unterschiede, die da zum Ausbruch kämen.
Kollege Nockemann hat gerade darauf hingewiesen: Warum gibt es mit den zugewanderten Vietnamesen in Frankreich nicht die gleichen Probleme? Es sind eben auch ethnische Elemente, die da eine Rolle spielen.
Da spielt auch der Glaube eine Rolle, und das können Sie doch nicht ignorieren. Sie wollen die Realität ignorieren und bezeichnen alles, was nicht in Ihr krudes Weltbild passt, als Fake News. Man muss aber hinschauen, man muss differenzieren:
Eine Zuwanderung aus islamischen Ländern ist eben etwas anderes als eine Zuwanderung aus europäischen Ländern.
Ich möchte nämlich noch auf die CDU entgegnen, auf Herrn Grutzeck, der uns doch allen Ernstes vorgeworfen hat, wir würden Deutschland zuerst sehen und Politik für Deutschland machen wollen: Jawohl, das machen wir, das tun wir. Ich erinnere daran, dass dies im Grundgesetz festgehalten ist, im Amtseid des Bundeskanzlers, dem es nämlich in erster Linie um das Wohl des deutschen Volkes geht.
das scheint auch dem Rest des Hauses nicht bewusst zu sein. Aber unsere Politik, unsere politische Führung ist verpflichtet, das Wohl des deutschen Volkes zu befördern.
Denken Sie einmal darüber nach. Dann kommen Sie vielleicht eines Tages dazu, eine Kehrtwende vorzunehmen und eine Politik im Sinne unseres Volkes zu betreiben, so wie wir es tun, in Hamburg und deutschlandweit, und dafür den zunehmenden Zuspruch der Leute im Lande spüren. – Vielen Dank.
Ja, Sie haben sich schon so daran gewöhnt, dass wir immer hintereinander reden, dass Sie die Geschäftsordnung vergessen haben.
Liebe Präsidentin, liebe Kolleg*innen! Ich möchte hier einfach nur einmal feststellen: Wer als Ursache für Gewaltausbrüche ethnische Elemente oder ethnische Ursachen vermutet, macht nichts anderes als eine rassistische Äußerung.
Und sollte es ethnische Ursachen für Gewalt geben, was ich nicht glaube, dann ist die Frage bei all den rechtsextremistischen Gewalttaten, die wir in Deutschland haben:
Welches ethnische Element bei deutschen Gewalttätern ist es dann, das diese zur Gewalt treibt? Denken Sie darüber mal nach. – Vielen Dank.
Sprache, Geschichte und Kultur: Herr Gwosdz, das ist Ethnie. Ethnie hat gar nichts mit Rasse zu tun; Sie tappen wieder mal völlig daneben.
Erst mal brauchen wir begriffliche Klarheiten, und dann erst entscheiden Sie sich bitte, hier nach vorn zu kommen und keinen Unfug zu reden.
Herr Abaci, Sie fragten vorhin Herrn Dr. Wolf nach Ethnie. Ich habe eingangs in meiner Rede klargemacht, dass es bei diesen jugendlichen Migranten, um die es im Wesentlichen geht, einen kulturell bedingten Männlichkeitswahn gibt und dass in diesem kulturell bedingten Element
Herr Abaci, Sie sagten, wir hätten Angst vor anderen Kulturkreisen. Völliger Unsinn. Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn ins gleiche Haus, in dem ich wohne, jemand einzieht, der aus Indien stammt, der aus Marokko stammt. Ich kenne viele Leute aus meinem Sportklub, in dem ich alle zwei Tage bin; Afghanen beispielsweise, Marokkaner. Auch die schütteln – sie wohnen nämlich schon länger hier – einfach nur den Kopf, wenn sie Ihre sogenannte Integrationspolitik verfolgen.
Über die Probleme in Frankreich und dass die neu Zugewanderten diese Probleme verursachen. Woher wissen Sie genau, dass die jungen Menschen, die jetzt seit Tagen auf der Straße sind, neu zugewandert sind? Sie wissen um Frankreichs koloniale Vergangenheit. Kann es sein, dass sie seit der siebten und achten Generation in Frankreich leben, dass sie Franzosen sind, dass sie sozial benachteiligt sind?
Ich glaube, Sie haben mir überhaupt nicht zugehört. Ich habe nicht von neu Zugewanderten in Frankreich gesprochen. Im Übrigen lese ich französische Zeitungen, und darin steht in der Tat was von Leuten, die dort bereits in der fünften, sechsten Generation leben. Wissen Sie, genau das macht mich so traurig: weil sie schon fünf, sechs Generationen da leben und weil es, wie gesagt, bei anderen Volksgruppen völlig anders ist, weil es da eine völlig andere, viel bessere Integration gibt.
Herr Gladiator, Sie sprachen davon, wir machten es uns immer zu einfach; einfache Lösungen, vielleicht keine Lösungen. Ich habe hier schon so oft ausgeführt: Wenn wir schon seit 20 Jahren in dieser Regierung, Bundesregierung wären, würde es viele, viele dieser Probleme, die wir heute haben, überhaupt nicht geben. Das ist keine einfache Lösung. Schieben Sie die Leute ab, die hier nicht hingehören. Machen Sie eine kontrollierte Zuwanderung von Arbeitskräften.
Es ist doch völlig unstrittig, dass wir das auch wollen. Wir haben überhaupt keine Angst vor dieser vernünftigen Form von Zuwanderung, auch wenn wir sagen, dass in Zukunft durch die technologische Revolution natürlich mancher Arbeitsplatz überflüssig wird.