Protokoll der Sitzung vom 18.02.2004

(Beifall bei Abgeordneten der CDU – Volker Schlotmann, SPD: Na, Sie schon.)

Danke schön, Herr Dr. Born.

Es hat jetzt das Wort die Fraktionsvorsitzende der PDSFraktion Frau Gramkow. Bitte schön, Frau Abgeordnete.

Herr Präsident! Meine Damen und Herren!

Herr Dr. Born, Sie geben mir, dafür danke ich Ihnen sehr herzlich, noch einmal die Gelegenheit, eine Klarstellung vorzunehmen. Ich habe als Fraktionsvorsitzende der PDS-Landtagsfraktion in keiner Weise und zu keinem Zeitpunkt die gegenwärtige Werftenhilfe in Frage gestellt.

(Wolfgang Riemann, CDU: Schön rückgerudert.)

Die Koalitionsfraktionen und damit auch die PDS-Fraktion haben noch im Dezember 2003 – und ich gebe zu, natürlich nach Diskussionen angesichts des Haushaltsloches 2003 – die Aufstockung der Werftenhilfe für die nächsten drei Jahre in der Größenordnung von zusätzlich 23,6 Millionen Euro Landesmittel möglich gemacht.

(Egbert Liskow, CDU: Von welchen Geldern denn? – Wolfgang Riemann, CDU: Das war ja auch notwendig, um die Bundesmittel kozufinanzieren.)

Die heute vom Landtag im Doppelhaushalt 2004/2005 beschlossene Werftenhilfe und die Verpflichtungen für die Folgejahre sind garantiert.

(Zuruf von Wolfgang Riemann, CDU)

Aber die Werftenhilfe wird zu einem Drittel von der Bundesregierung, von der Bundesebene zur Verfügung gestellt und muss von dem Land zu zwei Dritteln ergänzt werden.

(Harry Glawe, CDU: Richtig. Dass Sie das erkannt haben, Frau Gramkow?!)

Angesichts dieser Situation und der finanzpolitischen Rahmenbedingungen habe ich laut darüber nachgedacht und die Frage gestellt, ob man ab dem Jahr 2006 über die Lastenverteilung dieser Förderung mit dem Bund nicht neu verhandeln müsste. Und des Weiteren sollten wir prüfen, ob eine ständige Erhöhung der Werftenhilfe ab dem Jahr 2006 überhaupt noch notwendig (Kapazitätsbegren- zungen oder nicht) und zu schultern ist.

(Wolfgang Riemann, CDU: Nicht stottern!)

Und weil ich dieses sowohl gestern als auch heute in einem Artikel, wenn man ihn denn ganz zitiert und nicht etwas in Reden hineinlegt, wie zum Beispiel in die des Ministerpräsidenten, was da gar nicht drinsteht,

(Beifall bei einzelnen Abgeordneten der SPD)

wenn man das ernst nimmt, dann weiß man auch, dass die PDS und ihre Fraktion zu ihrer Verantwortung,

(Harry Glawe, CDU: Es gilt das gesprochene Wort!)

die Schiffbaubetriebe in diesem Land als industrielle Kerne weiter zu unterstützen, steht und auch weiter stehen wird.

Gestatten Sie mir, Herr Dr. Born, weil Sie so schön zitiert haben, auch noch einmal ein Zitat, und zwar ein vollständiges Zitat aus der Zeitung mit den vier großen Buchstaben: „Die CDU-Jugend ,Junge Union‘ fordert die Einführung von Studiengebühren. So brächten 500 Euro pro Semester den Hochschulen bis zu 20 Millionen Euro Mehreinnahmen.“ Ich frage Sie: Heißt das für Sie Bildungsoffensive in Mecklenburg-Vorpommern?

(Beifall bei Abgeordneten der SPD und einzelnen Abgeordneten der PDS – Heiterkeit bei Harry Glawe, CDU – Vincent Kokert, CDU: Natürlich. – Zuruf von Wolfgang Riemann, CDU)

Danke schön, Frau Gramkow.

Es hat jetzt das Wort der Abgeordnete Herr Petters von der Fraktion der CDU. Bitte schön, Herr Abgeordneter.

(Unruhe und Heiterkeit bei einzelnen Abgeordne- ten der SPD und PDS – Volker Schlotmann, SPD: Ach, Herr Petters! Aschermittwoch.)

Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Ich freue mich sehr, dass Sie sich auch freuen, mich hier heute Abend noch mal hören zu können.

(Beifall bei Abgeordneten der CDU)

Ich hatte schon darüber nachgedacht – und jetzt gibt es sicher mal Applaus von den Regierungsfraktionen –, meinen Redebeitrag zurückzuziehen. Aber ich muss leider etwas sagen zu einem wichtigen Bereich, der hier noch nicht zur Sprache gekommen ist, zum Thema Tourismus, meine Damen und Herren.

(Rudolf Borchert, SPD: Dazu habe ich bereits angesprochen.)

Herr Borchert, ja gut, Sie haben ein paar Worte dazu gesagt,

(Unruhe bei einzelnen Abgeordneten der SPD – Rudolf Borchert, SPD: Nur zur Richtig- stellung. – Angelika Gramkow, PDS: Ich habe auch was gesagt zum Handwerk.)

aber das war alles ziemlich schief, verkürzt und nicht wahr, und deswegen muss hier einiges auch...

(Zuruf aus dem Plenum: Kommen Sie zur Sache!)

Das hört ja auch keiner.

(Zuruf von Angelika Gramkow, PDS)

Meine Damen und Herren, Zuwächse in Größenordnungen, und das seit Jahren, gibt es im Tourismusbereich und das ist gut so. Die Landesregierung lobt sich in diesem Bereich, hat aber eigentlich nur ihren Job gemacht und der heißt Infrastrukturförderung.

Gestern beim Unternehmerabend im Gymnasium in Hagenow sagte mir der Regionalleiter: Ach, ich kann dieses Gejammer oder die Aussagen zum Tourismus von der Landesregierung nicht mehr hören. Das sind doch alles Sachen, die wir als Unternehmer hier inszeniert haben,

(Hannelore Monegel, SPD: Ach so?! Dann erzählen Sie mal weiter!)

die Landesregierung schmückt sich eigentlich nur mit fremden Federn. Und da gebe ich ihnen Recht.

(Beifall bei einzelnen Abgeordneten der CDU – Volker Schlotmann, SPD: Was haben Sie eigentlich im Wirtschaftsministerium gemacht bei so einer Aussage? – Zuruf von Hannelore Monegel, SPD)

Auf allen Tourismusveranstaltungen – lieber Herr Schlotmann, zu Ihnen komme ich auch noch –

(Jörg Heydorn, SPD: Mann, Mann!)

sehe ich Sie ja nie als Fraktionsvorsitzenden.

(Jörg Heydorn, SPD: Hört, hört!)

Deswegen sollten Sie sich in dem Bereich auch ein biss

chen zurückhalten.

(Beifall Kerstin Fiedler-Wilhelm, CDU – Volker Schlotmann, SPD: Zum Gymnasium Hagenow?)

Wie gesagt, auf allen Tourismusveranstaltungen ist dieses gesamte Parlament mit ihren Fachsprechern anwesend.

(Zuruf von Volker Schlotmann, SPD)

Und alle wissen auch, wie es um die Tourismuswirtschaft in Wirklichkeit bestellt ist. Die Tourismuswirtschaft befindet sich in einem Konsolidierungsprozess. Das heißt, das, was immer wieder in der Presse zu hören ist, ist natürlich richtig für die Vergangenheit. Aber wie geht es mit der Tourismuswirtschaft in der Zukunft weiter? Das ist hier die Frage.

(Dr. Norbert Nieszery, SPD: Sie sind sich nicht zu schade, auch das Beste noch schlechtzureden.)

Und, meine Damen und Herren,...