Protokoll der Sitzung vom 21.04.2005

Sie wollen ihn erweitern auf Klasse 8.

(Beifall Peter Ritter, PDS – Andreas Bluhm, PDS: Richtig. Sonst macht es wirklich keinen Sinn.)

Ja, am besten noch bis 10 oder noch bis Klasse 20, wenn Sie genug Wiederholer haben.

(Angelika Gramkow, PDS: Da sind Ihnen die Argumente weggelaufen. – Peter Ritter, PDS: Wie lange sind Sie eigentlich in die Schule gegangen?)

Herr Bluhm, wenn Sie jetzt schon wissen, dass Sie diese Schulzeit noch zwei Jahre verlängern wollen, frage ich mich: Warum finden wir das nicht in dem Gesetzentwurf?

(Angelika Gramkow, PDS: Sie wissen doch, warum.)

Wenn Sie jetzt schon wissen, dass Sie ein Integrationskonzept in der Pipeline haben, Förderschüler gemeinsam mit Hochbegabten in eine Klasse pferchen wollen,

(Angelika Gramkow, PDS: Sie wissen doch, warum.)

frage ich Sie: Warum findet sich so was nicht in einem Gesetzentwurf?

(Zurufe von Barbara Borchardt, PDS, und Angelika Gramkow, PDS)

Stellen Sie sich dieser Diskussion

(Beifall Wolfgang Riemann, CDU – Angelika Gramkow, PDS: Ja, machen wir.)

und hören Sie auf, dann im nächsten Jahr – und davor stehen wir – die 10. Schulgesetzänderung notwendig zu machen. – Vielen Dank.

(Beifall bei Abgeordneten der CDU – Angelika Gramkow, PDS: Das ist so schade, Frau Fiedler!)

Danke schön, Frau Fiedler-Wilhelm. Das unparlamentarische Wort muss ich aber zurückweisen.

(Kerstin Fiedler-Wilhelm, CDU: Was habe ich gesagt? Ich weiß es nicht mehr.)

Das Wort hat jetzt der Abgeordnete Herr Renz.

(Volker Schlotmann, SPD: Oh nein! – Unruhe bei einzelnen Abgeordneten der SPD, CDU und PDS – Volker Schlotmann, SPD: Das grenzt ja schon an Gemeinheit. – Angelika Gramkow, PDS: Sie hat mich belei- digt. – Unruhe bei einzelnen Abgeordneten der SPD, CDU und PDS – Angelika Gramkow, PDS: Lesen Sie mal im Protokoll nach! – Heinz Müller, SPD: Wir gucken auf die Uhr.)

Meine Frau Präsidentin!

(Heiterkeit bei Abgeordneten der SPD, CDU und PDS – Beifall bei Abgeordneten der SPD und CDU)

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren!

(Heinz Müller, SPD: Eure Heiligkeit!)

Ich möchte doch an dieser Stelle noch mal drei Punkte aufgreifen, weil ich glaube, dass gerade die Mitglieder der SPD-Fraktion, die nicht im Bildungsausschuss sind beziehungsweise auch nicht an der Anhörung zum Schulgesetz teilnehmen,

(Zuruf von Heike Polzin, SPD)

aus meiner Sicht doch stark gefilterte Aussagen wahrscheinlich in der Fraktionssitzung

(Heike Polzin, SPD: Aber klar!)

beziehungsweise dann auch hier im Parlament präsentiert bekommen, meine sehr geehrten Damen und Herren.

(Unruhe bei einzelnen Abgeordneten der SPD und PDS – Angelika Gramkow, PDS: Ooh! – Volker Schlotmann, SPD: Das ist doch nur in der CDU so, nicht bei uns. – Zuruf von Heike Polzin, SPD)

Und Sie werden sicherlich das Stocken bei Frau Polzin gemerkt haben, als ich gefragt habe,

(Heiterkeit bei Ute Schildt, SPD)

ob es denn überhaupt einen Einzigen gibt, der in der Anhörung geäußert hat, dass er diesem Gesetz uneingeschränkt zustimmt. Es gab nämlich keinen, der diesem Gesetzentwurf zugestimmt hat.

(Hannelore Monegel, SPD: Doch, Professor Prüß.)

Ich möchte an dieser Stelle auch ganz kurz noch mal deutlich machen

(Heike Polzin, SPD: Jetzt sind Sie schon wieder undifferenziert!)

die Position der GEW. Die GEW hat in ihrer schriftlichen Stellungnahme formuliert, dass die Änderungen nach der ersten Anhörung dazu geführt haben, dass es zu einer Entschärfung der Ablehnung des vorliegenden Gesetzentwurfes gekommen ist. Daraufhin habe ich geschlussfolgert, wenn es zu einer Entschärfung der Ablehnung kommt, dass es trotzdem eine Ablehnung ist,

(Volker Schlotmann, SPD: Helles Kerlchen!)

habe dann die Vertreterin der GEW gefragt, ob das so ist, wie die Position zum vorliegenden Gesetzentwurf der GEW ist.

(Peter Ritter, PDS: Pfiffig! – Heinz Müller, SPD: Sagenhaft!)

Die GEW hatte noch keine abschließende Meinung

(Zuruf von Bodo Krumbholz, SPD)

und hat mehr oder weniger dann bestätigt, dass es nur eine Entschärfung der Ablehnung ist.

(Volker Schlotmann, SPD: Wahnsinn! – Zuruf von Heike Polzin, SPD)

Zur Anhörung muss man auch sagen, sehr verwunderlich für mich, aber es wird sicherlich triftige Gründe gegeben haben, dass der bildungspolitische Sprecher Herr Bluhm nicht anwesend war.

(Andreas Bluhm, PDS: Ich war in Brüssel. – Bodo Krumbholz, SPD: Das kann ich bezeugen.)

Aber wie er dann hier in grandioser Art und Weise die Anhörung auswertet, das finde ich schon beachtlich.

(Beifall bei einzelnen Abgeordneten der CDU – Andreas Bluhm, PDS: Ich habe zu Ihrem Antrag gesprochen. Das hab ich doch gar nicht ausge- wertet. Ich habe zu Ihrem Antrag gesprochen.)

Dann komme ich zu meinem zweiten Punkt, den ich hier ganz gerne noch mal darstellen würde.

(Heinz Müller, SPD: Sprechen Sie doch mal zu Ihrem Antrag! Das wäre mal was Neues.)

Am Dienstag hat …

(Unruhe bei einzelnen Abgeordneten der SPD, CDU und PDS – Dr. Ulrich Born, CDU: Er war mit dem Hohen Rat in Brüssel. – Angelika Gramkow, PDS: Und ich war dafür im Bildungsausschuss. Ich kann sogar mitreden. – Heinz Müller, SPD: Sie reden überhaupt nicht zu Ihrem Antrag. Aber was soll’s?! – Glocke der Vizepräsidentin – Zuruf von Peter Ritter, PDS)

Ich hoffe, dass ich das noch auf die Redezeit hinaufgesetzt bekomme.