Protokoll der Sitzung vom 12.07.2007

Frau Gramkow, hätten Sie die Unterlagen des Altenparlaments gelesen, wüssten Sie, dass ich im Thema bin.

(Peter Ritter, DIE LINKE: Ich glaube, Sie haben die Beschlüsse des Altenparlaments nicht verstanden. – Zuruf von Angelika Gramkow, DIE LINKE)

Der Mensch wird trotz aller blumigen Bekundungen als bloßes Humankapital, Humanressource betrachtet. Grundwert ist ein globales Interessengefl echt, in dem alles und jeder der Profi tmaximierung unterliegt.

(Irene Müller, DIE LINKE: Diese Worte fi nden sich da aber überhaupt nicht.)

Überhaupt gleicht diese Welt immer mehr einem Verschiebebahnhof.

(Harry Glawe, CDU: Sie haben wohl wieder ein Blackout heute?! – Zuruf von Reinhard Dankert, SPD)

Gut qualifi zierte Deutsche werden durch Anwendung der restriktiven Hartz-IV-Gesetze oder anhaltende Perspektivlosigkeit förmlich außer Landes geekelt, um dann klagemauerartig den Mangel an Fachkräften zu beklagen. Diese sollen dann auch aus allen möglichen Ländern hierher gelockt werden. Es ist wie im Sportkommerz: Anstatt den Lebensgesetzen zu folgen, wird auf fertige Leute von außerhalb zugegriffen. Mit gebetsmühlenartig gebrauchten, deswegen aber nicht wahrer werdenden Schlagworten wie „Toleranz“ und „Fremdenfeindlichkeit“ sollen all jene mundtot gemacht werden und wenn nötig brotlos gemacht werden,

(Zuruf von Barbara Borchardt, DIE LINKE)

die sich dieser Entwicklung, gerichtet gegen die Interessen des deutschen Volkes, aber auch die anderer Völker, entgegenstellen.

(Zurufe von Gabriele Měšťan, DIE LINKE, und Irene Müller, DIE LINKE)

Der oben genannte Wertegegensatz zwischen Ihnen und uns erfährt eine Verstärkung durch regelmäßige Absprachen der sich demokratisch nennenden Parteien. Die für unser Volk entscheidenden Fragen werden dabei schlichtweg ausgeklammert.

(Heiterkeit bei Peter Ritter, DIE LINKE)

Sei es der Zuzug von Ausländern, Bundeswehreinsätze, Osterweiterung der Union,

(Irene Müller, DIE LINKE: Wir sprechen vom Altenparlament.)

EU-Beitritt der Türkei,

(Gabriele Měšťan, DIE LINKE: Herr Präsident, fragen Sie mal, ob er zum Thema redet!)

die sogenannte Verfassung für Europa oder vor etwas mehr als einem Jahrfünft die Euroeinführung.

(Zurufe von Harry Glawe, CDU, und Barbara Borchardt, DIE LINKE)

Die Klammer für diese Absprachen bildet ein sogenannter Konsens der Demokraten

(Harry Glawe, CDU: Sie sollen zum Thema reden. Das ist ja unglaublich, was Sie hier veranstalten! – Zuruf von Dr. Armin Jäger, CDU)

als verbindlicher Rahmen für Auswahl und Begrenzung politischer Themen und das Recht zu bestimmen, wer demokratisch und wer undemokratisch ist.

(Reinhard Dankert, SPD: Bei der Privatisierung können Sie gleich die gleiche Rede noch mal halten. – Zuruf von Barbara Borchardt, DIE LINKE)

Sachlich hat diese Gemeinsamkeit der Demokraten nichts mit Demokratie zu tun. Der Konsens liegt in der Absprache von Parteien, die ein Kartell bilden.

(Barbara Borchardt, DIE LINKE: Die Lampe! – Peter Ritter, DIE LINKE: Schluss! Es ist Schluss!)

Wir werden selbstredend diesen Antrag ablehnen,

(Peter Ritter, DIE LINKE: Es ist Schluss!)

weil das wieder die Heuchelei der Linken ist.

(Harry Glawe, CDU: Die rote Lampe leuchtet! – Peter Ritter, DIE LINKE: Ende der Durchsage!)

Sie haben von 1998 bis 2006 nichts gemacht und Sie werden auch in Zukunft nichts für unser Volk leisten.

(Beifall bei Abgeordneten der Fraktion der NPD – Irene Müller, DIE LINKE: Thema verfehlt! Setzen! Sechs! – Zuruf von Peter Ritter, DIE LINKE)

Meine Damen und Herren, es hat jetzt das Wort der Abgeordnete Herr Koplin von der Fraktion DIE LINKE.

(Stefan Köster, NPD: Ihre Stalinisten, Herr Ritter. – Heiterkeit bei Peter Ritter, DIE LINKE: Sie sind so was von fl ach.)

Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich möchte mich zu allen Positionen, die hier seitens der Fraktionen geäußert wurden, an Sie wenden, zunächst an die Landesregierung selbst. Also ich habe den Eindruck, dieser Antrag ist von uns in einer gewissen Art und Weise geringschätzig behandelt worden,

(Beifall Gabriele Měšťan, DIE LINKE)

war er eigentlich eine Steilvorlage für Sie, das muss ich sagen, eine Steilvorlage.

(Heiterkeit bei Mathias Brodkorb, SPD: Steilvorlage?)

Der Ministerpräsident war im Altenparlament aufgetreten und hat eine Grußbotschaft gehalten. Das hat er gut gemacht.

(Dr. Armin Jäger, CDU: Ja, richtig. – Harry Glawe, CDU: Das haben wir richtig gemacht. – Zuruf von Raimund Borrmann, NPD)

Und das Altenparlament hat mit hoher Fachlichkeit und mit viel Kompetenz drei Anträge und zwei Resolutionen verabschiedet,

(Zuruf von Harry Glawe, CDU)

hat sie uns zugeleitet und der Landesregierung. Und nun wäre es natürlich gut zu wissen in unser aller Interesse –

(Zuruf von Harry Glawe, CDU)

und da bin ich in hohem Maße enttäuscht von Ihnen seitens der CDU und von Ihnen seitens der FDP, dass Sie so billig zu haben sind –

(Beifall bei Abgeordneten der Fraktion DIE LINKE)

und zu sagen:

(Zuruf von Ralf Grabow, FDP)

Die Landesregierung macht das schon, das geht alles klar.

(Zurufe von Egbert Liskow, CDU, und Ralf Grabow, FDP)

Denn schauen Sie sich mal die drei Anträge und die zwei Resolutionen an.

(Zuruf von Barbara Borchardt, DIE LINKE)

Herr Minister Sellering hat darüber gesprochen, dass es fünf …