Protokoll der Sitzung vom 13.11.2014

und ein würdiges Mitglied des Staatenverbundes in Europa sowie ein verlässlicher Partner in der internationalen Staatengemeinschaft ist.

(Udo Pastörs, NPD: Ein würdiger Partner der USA.)

Deutschland ist ein verlässlicher Partner, von dem keine Gefahr ausgeht.

(Zuruf von Michael Andrejewski, NPD)

Es war schwer, uns nach unserer Geschichte diesen Ruf in der Welt zu erarbeiten, und diesen Ruf lassen wir uns von Ihnen nicht kaputt machen –

(Stefan Köster, NPD: Im arabischen Raum geht mittlerweile dieser Ruf unter.)

(Udo Pastörs, NPD: Nein!)

Wir lassen es Ihnen nicht durchgehen,

(Udo Pastörs, NPD: Niemals!)

den 9. November 1989 in der deutschen Geschichte für Ihre grobe Geschichtsfälschung zu missbrauchen. Wer wie Ihre ideologischen Helden und geistigen Väter am 9. November 1938 Synagogen hat brennen lassen und den systematischen Völkermord an den europäischen Juden und anderen Volksgruppen eingeläutet hat,

(Michael Andrejewski, NPD: Globke!)

hat nicht das geringste Recht, andere über Demokratie, Grundrechte und Schutz systemkritischer Bürger zu be- lehren.

(Thomas Krüger, SPD: So ist es. – Udo Pastörs, NPD: Rechtlos machen! Wir haben keine Rechte.)

Sie, meine Herren, sind doch die Ersten, die diese Rechte mit Füßen treten würden, wenn Sie es denn nur könnten. Aber Sie können es nicht, weil wir Demokraten Ihnen geschlossen entgegentreten!

(Gelächter bei Udo Pastörs, NPD)

Ihren Antrag lehnen wir selbstverständlich ab.

(Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD, CDU, DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

Das Wort hat jetzt für die Fraktion der NPD der Abgeordnete Herr Köster.

Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren!

Frau Drese, zu Ihren Äußerungen kann ich ganz wenig sagen, weil Sie leben in der Vergangenheit und die Nationalen leben in der Gegenwart,

(Heiterkeit vonseiten der Fraktionen der SPD und CDU)

und das unterscheidet uns schon.

(Beifall Udo Pastörs, NPD)

Die politische Verfolgung Andersdenkender ist in der Bundesrepublik Deutschland im Vergleich zur Deutschen Demokratischen Republik viel perfider. Mitglieder der NPD-Landtagsfraktion können aus eigener Erfahrung berichten, wie schnell hier im Landtag für rein politische Verfolgungsmaßnahmen die Immunität aufgehoben wird.

(Thomas Krüger, SPD: Oooh!)

Mitglieder und Sympathisanten der NPD können aus eigener Erfahrung ebenfalls berichten, mit welchen Methoden die Nichtzulassungen zu Bürgermeister- und/oder Landratswahlen erfolgen,

(Patrick Dahlemann, SPD: Zu Recht. – Zuruf von Ulrike Berger, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

und Mitglieder von Wahlausschüssen, Herr Dahlemann,

(Thoma Krüger, SPD: Das hat auch einen Grund, oder?)

geben im vertraulichen Gespräch zu, dass sie diese Maßnahmen

(Michael Andrejewski, NPD: Sehr demokratisch! Sehr demokratisch! – Zuruf von Udo Pastörs, NPD)

a) nicht verstehen und dass sie b) zu diesem Abstimmungsverhalten, …

(Thomas Krüger, SPD: Jaja, es waren ver- trauliche Gespräche. Ganz vertraulich war das.)

Hören Sie doch mal zu, Herr Krüger!

… dass sie zu diesem Abstimmungsverhalten, wie es so schön heißt, von oben genötigt wurden.

(Thomas Krüger, SPD: Oh ja!)

Ich kann Ihnen aus eigener Erfahrung bestätigen, was heutzutage in manch angeblich demokratischen Elternhäusern vonstattenzugehen scheint, die ihren Kindern offenbar beibringen, Klassenkameraden, deren Eltern heimattreu sind, als – und entschuldigen Sie bitte diesen Ausdruck – „Nazificker“ zu beschimpfen. Und wenn das ein Achtjähriger zu einem anderen Achtjährigen sagt,

(Thomas Krüger, SPD: Dann ist das nicht in Ordnung.)

dann weiß ich schon, was für eine geistige Krankheit in Ihrer Demokratie vorherrscht.

(Thomas Krüger, SPD: Ach so, das liegt also an der Demokratie?! – Stefanie Drese, SPD: Jetzt ist es wieder umgekehrt.)

Heimattreue Verlage und Versandhäuser können bestätigen, wie mit wahnwitzigen Indizierungen Existenzen vernichtet werden. Nicht ein einziger Artikel im Versandprogramm ist strafbar, sondern einzig und allein aufgrund der Tatsache oder der Behauptung, dass unliebsame Artikel angeboten werden, die dann in ihrer Gesamtheit jugendgefährdend sein sollen,

(Zuruf von Udo Pastörs, NPD)

aus dieser Tatsache erfolgt die Zensur. Ausgewichen wird hierbei auf den gummihaften Ausdruck des Gesamteindruckes. Der Rechtsweg gegen diese ungeheuerlichen Maßnahmen ist mit Sicherheit geöffnet, er ist aber sehr langwierig und vor allem sehr kostenintensiv.

(Udo Pastörs, NPD: Jaja, das ist die Wahrheit.)

Auch die vielen Aufrufe, die Sie als Superdemokraten verfassen, um andere Staatsbürger an der Ausübung der Grundrechte zu hindern, zeugen von Ihrer tiefen Verachtung der Meinungs- und Bekenntnisfreiheit im Besonderen und dem Grundgesetz im Allgemeinen. Von dieser tiefen Verachtung zeugen auch die vielen Veranstaltungs- und Versammlungsverbote, die von Behörden gegenüber Heimattreuen ausgesprochen werden,

(Thomas Krüger, SPD: Heimattreu! Himmel!)

obwohl die Behörden ganz genau wissen, hierdurch rechtswidrig zu handeln. Diese Maßnahmen dienen aber der politischen Korrektheit.

(Zuruf von Udo Pastörs, NPD)

Gleiches gilt auch für die Hallennutzungsabsagen, die die NPD immer wieder erhält, obwohl die Kommunen ganz genau wissen, hierbei rechtswidrig zu handeln. Nicht selten werden von den Kommunen kurzfristig noch Veranstaltungen erfunden und somit gar die Gerichte, die Staatsgewalt also, belogen. Nicht zu vergessen die Diskriminierung von ehrenamtlich Tätigen durch ihre Glaubenswächter.

(Zuruf von Thomas Krüger, SPD)