Der Deutsche Olympische Sportbund hat in Zusammenarbeit mit den Landesportbünden und dem Bundesinstitut für Sportwissenschaft vor einigen Wochen einen ersten Sportentwicklungsbericht für das Jahr 2005/2006 vorgestellt. Der Bericht umfasst auch eine genaue Beschreibung der Situation des Sports in den einzelnen Bundesländern.
Eine wesentliche Feststellung für die Lage in Niedersachsen ist, dass sich 14 % oder 1 350 von insgesamt 9 580 Vereinen in existenziellen Schwierigkeiten befinden. Als Grund hierfür wird neben bürokratischen Hemmnissen die Schwierigkeit genannt, ehrenamtliche Mitarbeiter, jugendliche Leistungssportler und Mitglieder zu gewinnen und zu binden. Hinzu kommt die finanzielle Situation der Vereine.
Auch andere ehrenamtliche Einrichtungen sorgen sich um den Nachwuchs und damit um den Fortbestand. Nach Angabe des Landesfeuerwehrverbandes haben sich seit 1997 38 Ortsfeuerwehren aufgelöst, da nicht mehr genug Ehrenamtliche zur Verfügung standen. Es werde schwieriger, Ehrenamt und Beruf zu vereinbaren, heißt es aus Kreisen der Feuerwehr. Selbst die Jugendfeuerwehr verzeichnet seit 2004 deutliche Rückgänge.
1. Wie haben sich die Mitgliederzahlen in den Sportvereinen in den letzten zehn Jahren entwickelt, insbesondere auch unter Darstellung der Zahlen im Bereich der Jugendabteilungen?
3. Wie unterstützt die Landesregierung die ehrenamtlichen Vereinigungen bei den Bemühungen, mehr Mitglieder zu gewinnen und zu binden?
Zu 1: Der Mitgliederstand der im Landessportbund Niedersachsen (LSB) organisierten Sportvereine hat sich in den letzten zehn Jahren wie folgt entwickelt:
Nach dem höchsten Mitgliederstand im Jahr 2002 ist es dem im LSB organisierten Sport gelungen, dieses hohe Niveau zu halten. Besonders erfreulich ist es, dass sich der Anteil der Kinder und Jugendlichen stetig erhöht hat.
Zu 2: Die Mitgliederzahlen der freiwilligen Feuerwehren in Niedersachsen haben sich von 1997 bis 2006 wie folgt entwickelt:
Von 1997 bis 2006 ist die Zahl der Mitglieder um ca. 5 % gesunken. Trotz der Reduzierung der Mitgliederzahl um 5 % ist nach übereinstimmender Auffassung des Landesfeuerwehrverbandes und der Landesregierung weiterhin der Brandschutz in den Gemeinden gesichert.
Zu 3: Die Förderung des Ehrenamtes gehört zu den Schwerpunkten der Arbeit der Niedersächsischen Landesregierung. Sie unterstützt daher auch das vom Deutschen Bundestag bereits beschlossene Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements, das noch der abschließenden Zustimmung des Bundesrates bedarf.
Die Landesregierung hat bereits eigene Maßnahmen zur Stärkung des Ehrenamtes umgesetzt. So hat die Landesregierung eine Haftpflichtversicherung für ehrenamtlich Tätige eingeführt oder auch den Freiwilligenserver, das Portal für ehrenamtliches Engagement im Internet. Gemeinsam mit dem Landessportbund und dem Niedersächsischer