Protokoll der Sitzung vom 14.09.2007

FH BraunschweigWolfenbüttel

48,6 54,8 16,6 41,0

FH Hannover 31,3 22,5 33,6 73,5 25,2 31,5 21,6

Evang. FH Hannover

39,3 39,0 35,0

FH Hildesheim/Holzminden/Göttingen 31,2 59,5 21,9 22,1 26,9

Priv. FH der Wirtschaft Hannover 28,7 40,1 13,8 18,5

Priv. FH Göttingen 38,6 36,6

Priv. FH für Wi. und Technik Vec/Dh/Ol 34,2 52,1 32,0 21,1

FH Ottersberg (Priv. FH) 52,9 52,9

FH Osnabrück 39,1 39,9 30,9 33,1 27,9

Nieders. FH f. Verw. u. Rechtspfl. 70,6 70,6

Hoc (Priv. FH) 51,0 33,0

Quelle: Amtliche Statistik / ICEnds

Anlage 32

Antwort

des Ministeriums für Inneres und Sport auf die Frage 35 des Abg. Reinhold Coenen (CDU)

Entwicklung der Mitgliederzahlen in Sportvereinen und bei der Feuerwehr

Der Deutsche Olympische Sportbund hat in Zusammenarbeit mit den Landesportbünden und dem Bundesinstitut für Sportwissenschaft vor einigen Wochen einen ersten Sportentwicklungsbericht für das Jahr 2005/2006 vorgestellt. Der Bericht umfasst auch eine genaue Beschreibung der Situation des Sports in den einzelnen Bundesländern.

Eine wesentliche Feststellung für die Lage in Niedersachsen ist, dass sich 14 % oder 1 350 von insgesamt 9 580 Vereinen in existenziellen Schwierigkeiten befinden. Als Grund hierfür wird neben bürokratischen Hemmnissen die Schwierigkeit genannt, ehrenamtliche Mitarbeiter, jugendliche Leistungssportler und Mitglieder zu gewinnen und zu binden. Hinzu kommt die finanzielle Situation der Vereine.

Auch andere ehrenamtliche Einrichtungen sorgen sich um den Nachwuchs und damit um den Fortbestand. Nach Angabe des Landesfeuerwehrverbandes haben sich seit 1997 38 Ortsfeuerwehren aufgelöst, da nicht mehr genug Ehrenamtliche zur Verfügung standen. Es werde schwieriger, Ehrenamt und Beruf zu vereinbaren, heißt es aus Kreisen der Feuerwehr. Selbst die Jugendfeuerwehr verzeichnet seit 2004 deutliche Rückgänge.

Daher frage ich die Landesregierung:

1. Wie haben sich die Mitgliederzahlen in den Sportvereinen in den letzten zehn Jahren entwickelt, insbesondere auch unter Darstellung der Zahlen im Bereich der Jugendabteilungen?

2. Welche Entwicklung hat die Zahl der Mitglieder in den freiwilligen Feuerwehren genommen?

3. Wie unterstützt die Landesregierung die ehrenamtlichen Vereinigungen bei den Bemühungen, mehr Mitglieder zu gewinnen und zu binden?

Die Anfrage beantworte ich namens der Landesregierung wie folgt:

Zu 1: Der Mitgliederstand der im Landessportbund Niedersachsen (LSB) organisierten Sportvereine hat sich in den letzten zehn Jahren wie folgt entwickelt:

Erhebungsjahr 1998 2002 2007

Mitglieder insgesamt 2.742.072 2.884.929 2.832.261

davon männlich 1.590.209 1.658.136 1.609.916

davon weiblich 1.151.863 1.226.793 1.222.345

davon Kinder und Jugendliche bis 18 J.

900.047 952.278 975.776

Nach dem höchsten Mitgliederstand im Jahr 2002 ist es dem im LSB organisierten Sport gelungen, dieses hohe Niveau zu halten. Besonders erfreulich ist es, dass sich der Anteil der Kinder und Jugendlichen stetig erhöht hat.

Zu 2: Die Mitgliederzahlen der freiwilligen Feuerwehren in Niedersachsen haben sich von 1997 bis 2006 wie folgt entwickelt:

Jahr Gesamt Männer Frauen

1997 136 933 130 029 6 904

1998 135 726 128 373 7 353

1999 134 325 126 507 7 818

2000 134 400 125 892 8 508

2001 130 132 121 635 8 497

2002 132 331 123 359 8 972

2003 131 941 122 155 9 786

2004 131 216 121 020 10 196

2005 131 109 120 416 10 693

2006 130 588 119 496 11 092

Stichtag ist jeweils der 31. Dezember.

Von 1997 bis 2006 ist die Zahl der Mitglieder um ca. 5 % gesunken. Trotz der Reduzierung der Mitgliederzahl um 5 % ist nach übereinstimmender Auffassung des Landesfeuerwehrverbandes und der Landesregierung weiterhin der Brandschutz in den Gemeinden gesichert.

Zu 3: Die Förderung des Ehrenamtes gehört zu den Schwerpunkten der Arbeit der Niedersächsischen Landesregierung. Sie unterstützt daher auch das vom Deutschen Bundestag bereits beschlossene Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements, das noch der abschließenden Zustimmung des Bundesrates bedarf.

Die Landesregierung hat bereits eigene Maßnahmen zur Stärkung des Ehrenamtes umgesetzt. So hat die Landesregierung eine Haftpflichtversicherung für ehrenamtlich Tätige eingeführt oder auch den Freiwilligenserver, das Portal für ehrenamtliches Engagement im Internet. Gemeinsam mit dem Landessportbund und dem Niedersächsischer

Turnerbund wurde im Jahr 2006 eine Sportehrenamtscard für die Ehrenamtlichen im Sport eingeführt.