- Im Jahre 2006 siedelten 20 Brutpaare des Seeadlers in Niedersachsen. Davon brüteten allein 3 Paare innerhalb und 3 Paare im unmittelbaren Umfeld des Biosphärenreservates. Die Elbtalaue hat damit landesweit eine herausragende Bedeutung für diese Art. Die Bestandsentwicklung des Seeadlers im Bereich der Elbtalaue verläuft positiv (1991: 1 Paar, 2006: 6 Paare).
- Das letzte niedersächsische Brutvorkommen der vom Aussterben bedrohten Trauerseeschwalbe auf natürlicher Schwimmblattvegetation befindet sich mit derzeit rund 18 Brutpaaren am Penkefitzer See.
- Für nordische Schwäne, Saat- und Blässgänse ist die Elbtalaue eines der bedeutendsten Rastund Nahrungsgebiete Niedersachsens. Kontinuierliche Erfassungen der Rastbestände belegen die herausragende internationale Bedeutung der Elbtalaue. Die Maximalbestände bei der Blässgans liegen bei etwa 70 000, bei der Saatgans bei 40 000, beim Zwergschwan bei 1 400 und beim Singschwan bei 2 500 Tieren.
- Die in Niedersachsen stark gefährdete Wiesenküchenschelle kommt im Biosphärenreservat an fünf Standorten vor, die ehemals kleinflächig extensiv genutzt worden sind. Die Durchführung regelmäßiger Pflegemaßnahmen an ihren Standorten hat zu einer Sicherung der Bestände und zu einer positiven Bestandsentwicklung geführt.
Zu 2: Das für die PROFIL-Förderperiode neu konzipierte Kooperationsprogramm Naturschutz fasst die vier in der abgelaufenen PROLAND-Förderperiode vorhandenen Kooperationsprogramme - so auch das Kooperationsprogramm Erhaltung der biologischen Vielfalt - Nordische Gastvögel - zusammen. Beim Erschwernisausgleich ist keine Veränderung erfolgt. Es zeichnet sich zurzeit ab, dass für diese Instrumente des Naturschutzes mehr Haushaltsmittel als bisher im Biosphärenreservat „Niedersächsische Elbtalaue“ eingesetzt werden können. Die Finanzausstattung steht jedoch unter dem Vorbehalt der noch zu erteilenden Genehmigung der EU-Kommission.
Im modifizierten Kooperationsprogramm Naturschutz - als einem von der EU mitfinanziertem Vertragsnaturschutzinstrument - haben folgende neue Bestandteile eine Relevanz für das Biosphärenreservat:
a) die generell erweiterten Möglichkeiten zur Berücksichtigung regionalspezifischer Besonderheiten je nach Standort, Betriebsstruktur und Naturausstattung,
b) die ergebnisorientierte Honorierung auf Dauergrünland zum Zwecke einer Stärkung des eigenverantwortlichen Handelns und
Zu 3: Das Biosphärenreservat „Niedersächsische Elbtalaue“ liegt im Zielgebiet des Vorhabens „Natur erleben“ des Niedersächsischen Umweltministeriums und hat aufgrund seiner äußerst vielfältigen und interessanten Naturausstattung als Erlebnisraum für die örtliche Bevölkerung und Besucher der Region eine herausragende Bedeutung. Vor diesem Hintergrund sind im Biosphärenreservat die folgenden Projekte mit Landesmitteln gefördert und umgesetzt worden:
c) Erlebnispfad im Raum Bleckede des Vereins Elbtalaue Natur Erlebnis Touren Dahlenburg e.V. (23 000 Euro),
e) Mobile Beobachtungsplattform des Vereins Elbtalaue Natur Erlebnis Touren Dahlenburg e.V. (54 880 Euro),
Die Resonanz auf die im Rahmen des Programms „Natur erleben“ bisher geschaffenen Angebote ist außerordentlich hoch.
Besonders hervorzuheben ist auch das Projekt Seeadler-Beobachtung in der Seegeniederung bei Gartow, das derzeit auf der Grundlage eines Vertrages des Niedersächsischen Umweltministeriums mir der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung mit einem Betrag von 750 000 Euro von der Stiftung finanziert wird. Das Vorhaben wird von der Stiftung, dem Niedersächsischen Umweltministerium, der Gemeinde Gartow, der Biosphärenreservatsverwaltung und dem Naturschutzbund Deutschland gemeinsam umgesetzt. Das Projekt ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass durch den sinnvollen Einsatz von Geldern ursprüngliche Natur wiederhergestellt und gleichzeitig für die Bevölkerung und Besucher erlebbar gemacht werden kann. Hervorzuheben ist dieses Projekt auch deshalb, weil es deutlich macht, welch positive Effekte erreicht wer