Protokoll der Sitzung vom 24.02.2012

ge, belanglose personenbezogene Daten von Mitgliedern dieses Landtages zu sammeln, meine Damen und Herren.

(Kreszentia Flauger [LINKE]: Wirklich belanglose!)

Was ist das denn für eine Schwerpunktsetzung, frage ich mich da. Das kann doch nicht möglich sein!

(Beifall bei der SPD, bei den GRÜ- Ich möchte an die Bemerkungen des Kollegen Limburg anknüpfen. Er hat darauf hingewiesen, dass die CDU keine Probleme hat, in Deutsch- land - beispielsweise im kommunalen Bereich - mit der Linkspartei zusammenzuarbeiten, und dass sie in den letzten Jahren und Jahrzehnten augen- scheinlich keine Probleme hatte, mit Faschisten und autoritären Regimen überall in der Welt zu- sammenzuarbeiten. (Thomas Adasch [CDU]: Jetzt reicht es aber!)

Vor dem Hintergrund sollte man bei der Kritik an andere etwas demütiger sein, meine Damen und Herren.

(Beifall bei der SPD, bei den GRÜ- NEN und bei der LINKEN)

Die meisten von Ihnen werden es nicht wissen, aber ich habe eine unheimlich harte antistalinistische Tradition. Vieles von dem, was Einzelvertreter der Linkspartei in den letzten Jahren an dummem Zeug erzählt haben, geht mir - falls Sie die Sprache verstehen - auf den Senkel.

(Thomas Adasch [CDU]: Das sollten Sie mal ernst nehmen!)

Ich lehne vieles von dem ab, was da politisch gefordert wird. Aber, meine Damen und Herren, es geht hier gar nicht darum, was gesagt worden ist - die Opposition fordert hier gemeinsam etwas Inhaltliches -, sondern wir reden über die Qualität

von Bürgerrechten und Grundrechten in Deutschland. Das ist das Thema dieses Antrages!

(Lebhafter Beifall bei der SPD, bei den GRÜNEN und bei der LINKEN)

Am meisten bin ich - aufgrund ihrer bürgerrechtlichen Tradition, die Sie in der Tat einmal hatten - über die FDP erstaunt. Das Entscheidende ist doch, dass man sich dafür aufopfert, dass der Mitbewerber seine Meinung sagen kann. Das ist Bürgerrechtsqualität!

(Zuruf von der CDU: Das kann er doch!)

- Entschuldigung! Das kann aber doch nicht damit in Übereinstimmung gebracht werden, dass man diese Art von Kontrolle ausübt.

(Lebhafter Beifall bei der SPD, bei den GRÜNEN und bei der LINKEN - Christian Dürr [FDP]: Sie können doch Ihre Meinung sagen, Herr Jüttner! Wovon sprechen Sie hier?)

Es geht hier um die Wahrnehmung von Grundrechten, u m

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(Beifall bei der CDU und bei der FDP)

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(Glocke des Präsidenten)

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(Jens Nacke [CDU]: D wahr!)

dass Kolleginnen und Kollegen dieses Hauses, gewählte Abgeordnete in Niedersachsen, mit personenbezogenen Daten kontrolliert werden. Das kann nicht sein, das darf nicht sein, das wird ab Januar 2013 auch abgeschafft.

(Starker, anhaltender Beifall bei der SPD)

Meine Damen und Herren, ich darf noch

Minister Schünemann das Wort geben. Bi

Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Jüttner, es ist schon interessant, wie Sie sich hier über Bürgerrechte geäußert haben. Über die Bürgerrechte entscheidet nun einmal nicht eine Partei wie die SPD, sondern dazu gibt es

d Entscheidungen des Bundesverfassun ts.

eehrter Herr Abgeordneter Jüttner, lesen ie Urteile - gerade auch i

mit dem Ramelow-Urteil - dazu einmal genau durch! Es geht dabei nicht nur um die Beobachtung der Partei DIE LINKE und auch einzelner Abgeordneter. Das ist nicht nur als möglich, sondern in dem Zusammenhang als erforderlich bezeichn

Damen und Herren, wenn wir im

dersachsen das umsetzen, was Ge gar noch ins Stammbuch schreiben, ist das keine Einschränkung von Bürgerrechten. Nein, meine Damen und Herren, unsere Freiheit kan verteidigen, wenn man den wehrhaften Rechtsstaat auch tatsächlich verteidigt und davor warnt, wenn e gibt, dass dieser tatsächlich außer Kraft gesetzt werden soll.

(Beifall bei der CDU und bei der FDP)

Herr Jüttner, ich muss Ihnen schon eines sagen: Ich habe mich natürlich nicht gewundert, dass genau dieser Zusammenhang mit den absolut schockierenden Morden durch Rechtsterroristen hergestellt wurde. Es ist absolut richtig und notwendig, dass wir alles - aber auch alles - daransetzen, aufzuklären, warum es unentdeckt geblieben ist, dass zehn Morde zehn Jahre lang nicht aufgeklärt wurden. An erster Stelle müssen wir sehen, was der Generalbundesanwalt hierzu an Ermittlungen vorliegen hat. Deshalb gibt es dort jede Unterstützung. Wir haben Untersuchungsausschüsse im Bund und in einigen Ländern. Überall - in allen Ländern - wurden Ermittlungsgruppen eingesetzt, um zu sehen, ob es hier Verfehlungen gegeben

as können wir aber erst - das ist keine m Ende sa

diesem Hintergrund ganz schwierig, dass das zum Anlass genommen wird, zu sagen: Wenn es aber dort vielleicht Verfehlungen gegeben hat, darf ich die Partei DIE LINKE und andere nicht beobachten.

(Widerspruch bei der SPD)

Meine Damen und Herren, genau das is

(Zuruf von Wolfgang Jüttner [SPD])